Nachdenken über Zukunft Ewigkeit und Jetzt

In einem Interview des Spiegels mit dem britischen Astronom Lord Martin Rees machte dieser eine überlegenswerte Einschätzung des Bewusstseins unserer menschlichen Gemeinschaft. Gegenstand sind Fragen nach Zukunft der Menschheit und ebenso Fragen zu dem sozialen und individuellen Verhalten. Hier seine Ansicht zur Frage, ob und wie es uns besser geht als den Menschen im Mittelalter. (Quelle Spiegel 51/2018 S.103) .

„Klar aus heutiger Sicht war das Leben damals eine triste Angelegenheit. Es fehlten oft die Möglichkeiten, sich vor Hunger, Kälte oder Krankheit zu schützen. Und dennoch bauten die Menschen damals riesige Kathedralen, obwohl sie wussten, dass sie persönlich das Richtfest nicht erleben würden. Die Menschen glaubten damals, dass die Welt bald untergehen würde – und trotzdem planten sie für die Ewigkeit.

Heute dagegen wissen wir, daß unsere Erde wahrscheinlich noch sechs Milliarden Jahre existieren wird, bevor die Sonne unseren Planeten verschluckt. Doch statt wenigstens hundert Jahre im Voraus zu denken, planen wir nur bis zur nächsten Wahl.“

Einerseits dürfte diese Einschätzung wohl auf unseren Alltag zu treffen, zweifellos aber auch auf das zweifelhafte und inkonsequente Vorgehen der für die Organisation menschlichen Zusammenlebens gewählten Personen. Beispiel: jüngste EU-Vereinbarung zur Plastikmüllvermeidung „man könnte 2022“ (!!!)