Vera Lengsfeld – Ein doppeltes Lob für die Osloer Entscheidung zum Friedensnobelpreis

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Friedens-Nobelpreis: Ein doppeltes Lob für die Osloer Entscheidung – Ein Artikel von Vera Lengsfeld (1)

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Und diesmal sind es gleich zwei auf einmal. Erstens: Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an das nationale Dialogquartett in Tunesien. Die Gruppe hat dazu beigetragen, einen Bürgerkrieg im Lande zu verhindert. Das tunesische Quartett hat damit mehr für eine friedlichere Welt getan, als die meisten Politiker zusammen. Der Preis dafür war hochverdient. Gratulation.

Vera Lengsfeld Bürgerrechtlerin der DDR und heute Abgeordnete des Bundestages

Vera Lengsfeld Bürgerrechtlerin der DDR und heute Abgeordnete des Bundestages

Und nun zur zweiten guten Nachricht: Angela Merkel wurde nicht ausgezeichnet. Das Nobelpreiskomitee in Oslo hat sich besonnen und ist so einer erneuten Blamage entgangen – nach Arafat, Obama und Europäischer Union wäre Merkel der nächste Sockenschuss gewesen. Dabei hat es am Einsatz unserer Herzenskanzlerin gewiss nicht gefehlt. Im Gegenteil. Was hat sie nicht alles getan, um zu gewinnen.

Sie hat die Realitäten so fest ausgeblendet, wie einst das Politbüro der DDR. Sie hat unserer Land an den Rand des Chaos getrieben. Sie hat sich ins Fernsehen gesetzt, um ihre Uneinsichtigkeit mit ihrem angeblich großen Herzen zu kaschieren, auf das sie hören müsse, statt ihren Verstand zu gebrauchen, den sie als promovierte Physikerin haben müsste, aber vermissen lässt. Sie hat, angefeuert von Bischoff Marx, munter weiter Gesetze gebrochen und damit den Rechtsstaat unterhöhlt, indem sie Anweisung gab, auch “Flüchtlinge” ins Land zu holen, die schon in Österreich registriert waren oder ohne Pässe an der Grenze erschienen sind und abgewiesen werden müssten. Sie hat dafür von der halbstaatlichen Bahn Züge “erbeten”, auch wenn reguläre Passagiere, ihre Steuerzahler, deren Geld sie leichthändig zu verschwenden pflegt, dadurch im Regen stehengelassen wurden.

Unter unseren Augen hat sich die Kanzlerin in eine Autokratin verwandelt, deren Nimbus vor allem von Heerscharen journalistischer Anbiederer und Kaisergeburtstagsdichter gestützt wurde. Wenn es nach den meisten Medien gegangen wäre, allen voran BILD, hätte Merkel in Oslo gekürt werden müssen. Zum Glück hat sich das Nobelpreiskomitee darauf besonnen, wer die wirklichen Friedensstifter sind: die Bürger, die den Schutt wegräumen, der von der Politik verursacht wurde.

Blamiert steht jetzt nicht nur die “mächtigste Frau der Welt” da, der offenbar niemals jemand gesagt hat, dass sie sterblich sei, sondern auch all die Schreiber, die ihre Federn plattgeschrieben haben, um Merkel zur Führerin Europas und der Welt zu deklarieren. Der Schock sitzt tief. Der ” Spiegel” kann es gar nicht fassen: “Überraschung in Oslo” . Dabei war die Osloer Entscheidung ein Signal, dass die neue deutsche Selbstüberhebung nicht so gut ankommt, wie es scheint.

Ich bin gerade in Calgary und habe auf den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Vereinigung an der Uni und am nächsten Tag beim Treffen der Honorarkonsuls viel artiges Lob über Deutschlands tapfere Aufnahme von Flüchtlingen gehört, im Privatgespräch hinter vorgehaltener Hand aber die Frage beantworten müssen, ob wir verrückt geworden seien. Ich habe dann immer klar gemacht, dass es der Wunsch einer einzelnen Dame war, was jetzt in Deutschland geschieht.

Nicht die Flüchtlinge sind das Problem, sondern ihre gnadenlose Instrumentalisierung um persönlicher Ambitionen willen. Um den ersehnten Preis zu bekommen hat die Dame die Flüchtlingsfrage sogar zur Chefsache
gemacht. Gut so, denn nun sind die Verantwortlichkeiten ganz klar. Und die Kritik wächst. „Moralisch verbrämt wird hier ihr Nichtstun als Politik ausgegeben“, schreibt beispielsweise Stefan Aust über Merkels “politischen Offenbarungseid”.

Um die schwierige Aufgabe doch noch bewältigen zu können, habe ich einen Vorschlag: Flüchtlinge ins Kanzleramt! Aber bitte einen repräsentativen Querschnitt und nicht handverlesne Ärzte, Wissenschaftler und IT-Fachkräfte. Auf über 12000 Quadratmetern Gelände gibt es jede Menge Platz für Zelte. Im Gebäude können jede Menge überflüssige Büros geräumt und zu Flüchtlingsunterkünften umgewidmet werden.

Im Büro der Kanzlerin könnte ein Flüchtlingsrat installiert werden. Der Kanzlerinnenschreibtisch braucht keine über 100 Quadratmeter freie Fläche um sich herum. Zusammenrücken ist außerdem gut für die Herzenswärme. Die Kanzlerin hat ja ein Mantra: Wir schaffen das. Also soll sie uns mal ganz persönlich vorführen, wie sie selbst das schafft.

(1) Ersterscheinung: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/friedens_nobelpreis_ein_doppeltes_lob_fuer_die_osloer_entscheidung

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