Putins Bärendienst für das USA-Imperium

EmailFacebookTwitterPrintFriendlyGoogle+LinkedInBlogger PostWordPressin weitere Soziale Netzwerke verteilen

Manche freuen sich, weil Putin der Osterweiterung von Nato die Stirn geboten habe. Ja es wäre wirklich ein Fortschritt, wenn Europa sich der Dominanz hegmonialer Kräfte und Bestrebungen entziehen würde. Doch die „Feierstimmung“ in Moskau, gepaart mit der Entschleierung der vermummten „Sicherheitskräfte“ der russichen Soldaten auf der Krim erscheint wie Aschermittwoch, wenn die Makerade nach dem Fasching fällt. Und sein „demokratisches“ Betreiben der Volksabstimmung auf der Krim sucht ihresgleichen in dem Oligarchenland. In Tschetschenien hätte Putin und Medwedew das auch tun können und so einen mörderischen blutigen Krieg vermieden.

Putin und seine Sympathisanten aus der Anti-EU-Bewegung juckt seine durchsichtige Machtpolitik nach außen wenig. Hauptsache der Beifall im eigenen Land für ein starkes Russland ist ihm gewiss.

Putins Strategie, die Strategie des „russichen Bären“ entpuppt sich aber nun vor unseren Augen als ein Bärendienst für das US-Imperium. Alle europäischen Staaten, die noch vor kurzem einen Erkenntnisprozess begannen, dass US-Überwachung wohl nicht dem Frieden und der Verständigung diene, befinden sich nun im Schulterschluß mit den USA. Deutschland als Weltmeister ausländischer US-Militär und US-Spionage-Stützpunkte wird atomar und mit neuesten US-Drohnen modernisiert werden. Polen und alle Osteuropäischen Länder bitten die USA um Stationierung von Raketen und Bombern zur „Verteidigung“. Das ist die grandiose Bilanz des großen Wladimir Wladimirowitsch Putin. Der richtige Weg wäre eine politische, wirtschaftliche, kulturelle und diplomatische Offensivpolitik gemeinsam mit den europäischen Staaten gewesen, um die US-Hegemonie in Europa Schritt für Schritt zu beenden. So aber wird Europa weiter zu einem US-Aufmarschgebiet – unter hemdsärmeliger Beihilfe von Putin.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *