Brief an die politisch Verantwortlichen unseres Landes von Bernhard Trautvetter

EmailFacebookTwitterPrintFriendlyGoogle+LinkedInBlogger PostWordPressin weitere Soziale Netzwerke verteilen

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Konflikt um die Ukraine, Krim, Russland … macht deutlich, wie wichtig die Position der Friedensbewegung ist,  im Umgang mit dem Völkerrecht nicht nach dem „Recht“ des Stärkeren  vorzugehen. Nicht-UN-mandatierte Kriege bringen die Menschheit genauso an den Abgrund, wie durch eine Überreizung gebrochene Weltsicherheitsrats-Resolutionen, wie die mit der Nr. 1973 über den Schutz der Bevölkerung in Libyen, die zum Regime-Change missbraucht und somit gebrochen wurde.

Die Spirale drehte sich schon mit Jugoslawien, sie umfasst selbst auch Drohnenkrieg (Waffeneinsatz auf fremdem Territorium ohne Kriegserklärung) in Somalia und Pakistan, auch die Mischung von OEF und ISAF in Afghanistan, den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA gegen den Irak, der seine militär-logistische Unterstützung in Ramstein erhielt, usw. … .

Die oft überreizte Responsibility to protect darf das Leben der Menschheit nicht gefährden, denn: Wenn wir weiter so mit der Architektur der Menschheit umgehen, dann brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir uns die Erde um die Ohren hauen.

Das gilt und galt auch für den Fehler, Kroatiens Souveränität anzuerkennen, die ein eigenmächtiger Bruch der Verfassung war, was sich nun auf der Krim zu wiederholen abzeichnet.

Jetzt kommt auf all diese Unbedarftheiten und Unbedachtheiten der Strategen des derzeit mächtigsten Blocks der Welt die von der Friedensbewegung immer befürchtete Reaktion  – aktuell von Russland – , und sogar ein Atomkrieg ist noch wahrscheinlicher geworden, als al Baradei schon seit längerem warnt (IAEA-Chef Baradei: „Ein Atomkrieg rückt näher“)-[spiegel.de 24.1.04] …

Der Fehler der Sheriffs in den USA, das Unrecht des Stärkeren auszuspielen, vergiftet das Denken und Handeln weltweit bis heute.

Solange es Menschen gibt, ist Menschlichkeit die bessere Idee, Feindesliebe als Gefühl für die Seele des anderen so wie für die eigene und Reden reden reden… Eine Alternative dazu kennt das Leben nicht.

Sanktionen, die die Bevölkerung wie im Irak, usw. treffen, sind beim Betrachten aller hier argumentierten Zusammenhänge kontraproduktiv und gefährlich…

Und: Angst hat auch die Gegenseite; ein Atomkrieg wäre kein Kinder-, sondern ein Endspiel. Angst kann unseren Einsatz für den Frieden beflügeln.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Trautvetter

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *