Jutta Ditfurth über die Band FREI.WILD, die AFD und die Freien Wähler

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Im Folgenden eine Rede von Jutta Ditfurth, Mitglied des Stadtparlamentes Frankfurt. TV-ORANGE bietet sowohl der AFD als auch den Freien Wählern ausdrücklich die Möglichkeit, die Ausführungen von Frau Ditfurth zu widerlegen. Eine Stellungnahme wird selbstverständlich auch veröffentlicht. Denn komplizierte Zeiten wie die heutige, verlangen Klarheit in wesentlichen Fragen deutscher Politik.
 
 
FREI.WILD, DIE VORFELD-BAND DER NEONAZISZENE
 
Redebeitrag auf der Stadtparlamentssitzung in Frankfurt/Main am 30.1.2014 (Tagesordnungspunkt 10)
 
 
Guten Abend,
 
eine wesentliche Voraussetzung für Zensur ist eine Meinung, die zensiert werden soll. Faschismus aber ist keine Meinung sondern ein Verbrechen. Die sog. Freien Wähler hier im Haus, die neuen Völkischen der AfD, mögen die rechte Band Frei.Wild. Das passt zur „Querfrontstrategie“ von Neonazis im Anzug, denn Frei.Wild macht Musik für Neonazis, für Rassisten und Völkische.
 
Ich zitiere aus dem Lied RACHE MUSS SEIN:
„heut verhaue ich Dich,
schlag Dir mein Knie in deine Fresse rein,
heut vermöbel ich Dich,
Zähne werden fallen durch mich
und ich trete in deine Rippen,
schlag mit dem Ellebogen auf Dich ein.(…)
 
Jetzt liegst Du am Boden,
liegst in deinem Blut.
Das Blut auf meinen Fäusten,
ich find, es steht mir gut“.
 
Nach öffentlicher Kritik wurde die Band Frei.Wild im Jahr 2013 von der Nominiertenliste des ECHO-Musikpreises genommen. Öffentliche Kritik hat an einigen Orten inzwischen dazu geführt, dass Auftritte abgesagt wurden, z.B. in Jena. Nur leider in Frankfurt am Main nicht, hier trat die Gruppe Ende Dezember 2013 in der Festhalle auf.
 
Frei.Wild verbreitet Nationalismus und völkische Ideologie. Der Sänger der Band Philipp Burger war Mitglied der Naziband Kaiserjäger bis die sich 2001 auflöste und er engagierte sich für die rechtsextreme FPÖ (Die Freiheitlichen) in Österreich, die gegen Einwanderung und „Überfremdung“ kämpft. 
 
Das angeblich Unpolitische in den Äußerungen der Band und ihren Liedtexten wird bei näherer Betrachtung rasch politisch genau. Im Lied SÜDTIROL heisst es: „Kurz gesagt, ich dulde keine Kritik / An diesem heiligen Land, das unsre Heimat ist“. Kurz gesagt: Wem es hier nicht passt, der soll abhauen, so kommt das völkisch-nationalistische Ressentiment auf den Punkt.
 
Diese „Heimat“ soll nur denen gehören, die durch Zufall hier geboren sind. – Auch Herr Hübner von den Freien Wählern, der geradezu damit prahlt, in Frankfurt geboren worden zu sein, ist doch nur „stolz“ auf den lächerlichen Zufall hier auf die Welt geplumpst zu sein. –
 
„Heimat heißt Volk, Tradition und Sprache“ heisst es in WAHRE WERTE von Frei.Wild. Passend dazu wird die „Leitkultur“ der germanischen Eingeborenen – was immer das sein mag –, angeblich von fremden, muslimischen Menschen bedroht. So heisst es im LAND DER VOLLIDIOTEN: „Kreuze werden aus Schulen entfernt, aus Respekt / Vor den andersgläubigen Kindern“. Viele Liedtexte von Frei.Wild sind ausdrücklich islamophob, beispielsweise BAUTEN FREMDER WELTEN. 
 
Frei.Wild ist in die Fußstapfen der Böhsen Onkelz getreten. Ich finde in ihren Texten alles, was völkischen Nationalismus ausmacht.
 
Warum Nazis, die nicht verschleiern, dass sie welche sind, die Band mögen wird schnell klar. Auf der neuen Platte FEINDE DEINER FEINDE heisst es im ersten Stück:
„Wir haben’s getan
Wir haben’s gemacht
Wir haben Leute verdroschen
Über die Folgen nicht nachgedacht
Wir haben die Straßen der Stadt für uns in Anspruch genommen
Keine Gefangenen gemacht
Wir haben gesoffen und geboxt
Standen oft vom Richter
Keine Reue, haben darüber gelacht“.
 
Frei.Wild blickt hier nicht mit Scham oder Mitgefühl zurück auf die Opfer von Nazi-Angriffen, sondern voller Stolz.
 
In WIR REITEN IN DEN UNTERGANG heißt es:
„Heut gibt es den Stempel, keinen Stern mehr
Und schon wieder lernten sie es nicht
Und sagst du mal nicht Ja und Amen
Oder schämst dich nicht für dich
Stehst du im Pranger der Gesellschaft
Und man spuckt dir ins Gesicht“.
 
Das funktioniert nach der Tonlage: Das wirkliche Opfer ist der aufrechte deutsche weiße Kämpfer, der angeblich seine Meinung nicht frei äußern kann, weil er von einer heuchlerischen „multikulturellen“ Gesellschaft geknechtet wird. Und als Höhepunkt der freiwildschen Heuchelei: die Selbststilisierung als Jude von heute: „Heut gibt es (…)  keinen Stern mehr“. Der Täter macht sich zum Opfer. 
 
Immer wieder findet sich in den Texten der Ärger der Band über das Volksverhetzungsverbot und über das Verbot, den Massenmord an den Juden, die Shoah, zu leugnen. Frei.Wild relativiert die Shoa: andere Staaten hätten mehr Menschen umgebracht als die Deutschen und die Scham nütze doch nur den „seit Jahrzehnten davon finanziell Profitierenden, lechzend nach einer Daseinsberechtigung für ihr klägliches Dasein“. – Entschlüsseln Sie doch bitte selbst einmal dieses antisemitische Bild.
 
Frei.Wild liefert Textpassagen, die von Neonazis begeistert mitgegröhlt werden. Ihre Liedtexte enthalten massenhaft Codes, die in neofaschistischen Kreisen präzise verstanden werden. Zu den Fans der Band gehört die NPD. Deren Funktionär Patrick Schröder präsentierte in einem offenem Kanal die Musik der Band und sagte: „Frei.Wild ist vielleicht nicht 100 Prozent bei uns auf Linie, aber doch 80 Prozent. Und 30 Prozent davon geben sie zu“. Frei.Wild helfe, rechtsextremes Gedankengut in den Köpfen zu verankern. „Wir haben die Möglichkeit, in extremem Maße von der Band zu profitieren.“ Dass Frei-Wild sich ab und an vom Neonazi-Spektrum distanziert versteht man als Taktik, das sei öffentlichem Druck geschuldet. Die Neo-Nazi-Hörer_innen der TV-Sendung lobten die Musik von Frei.Wild als riesiges Propaganda-Vehikel zur Agitation für den „Nationalen Widerstand“. Frei.Wild bereite ihnen den Boden. So ist es!
 
Thomas Kuban, der seit Jahren über die rechtsextreme Musik-Szene recherchiert, kommt in seinem Buch Blut muss fließen zu dem Ergebnis: „Frontmann Philipp Burger ist der erste Rechtsrockstar im klassischen Sinne, denn sein Wirken ist auf keine Szene beschränkt, er erreicht auch das bürgerliche Spektrum, ohne dass sich bislang politischer oder zivilgesellschaftlicher Widerstand regen würde. Frei.Wild verkauft und etabliert Nationalismus und Anti-Antifaschismus als hippe Protestkultur.“
 
Für Nationalismus, Rassismus und völkische Ideologie darf es keine Bühne geben, nicht in Frankfurt/Main und auch nicht anderswo.
Vielen Dank denen, die aufmerksam waren.
 

16 comments for “Jutta Ditfurth über die Band FREI.WILD, die AFD und die Freien Wähler

  1. RN
    9. Februar 2014 at 22:45

    Echt lustig wie das deutsche Gesocks versucht sich hier rauszuwinden. Frei.Wild-Fans auf’s Fressbrett, Disskussion sinnlos.

  2. Schurischuster Johann
    9. Februar 2014 at 13:46

    Interview mit Philipp Burger: „Freiwild“-Sänger: „Ich verachte Nazis aufs Tiefste“ – Ruhr Nachrichten – Lesen Sie mehr auf:
    http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/Interview-mit-Philipp-Burger-Freiwild-Saenger-Ich-verachte-Nazis-aufs-Tiefste;art930,1810079#plx950398032

  3. addi
    8. Februar 2014 at 18:11

    danke für die klaren worte Frau Ditfurth besser hätte man es nicht schreiben können. die versuche der freiwild fans ihre argumente zu relativieren schlagen fehl da Sie die besseren argumente haben. getroffene hunde jaulen so schauts aus.

  4. Deutschrock
    7. Februar 2014 at 22:35

    Bin als etablierter und beamteter Mitfuffziger mit Famlie, 2 erwachsenen Kindern und Führungsverantwortung weder ein Punk noch ein Nazi, habe jede Menge geschätzte Mitarbeiter mit Migrationshintergrund und bin ein bekennender Freund des israelischen Volkes. Im Gegensatz zu Frau Ditfith habe ich mich aber gründlich und unmittelbar informiert, indem ich die Frei-Wild Konzerte in Aurich und Frankfurt mit meinem Sohn selbst besucht habe. Ich habe das Gespräch mit Demonstranten (Aurich) gesucht (weitestgehend vergeblich) und mir ein BIld von zahlreichen FRei.Wild Fans gemacht. Maurer, Wartungstechniker, Selbständige, EDV-Experten, Schüler, Studenten, allesamt vernünftige Leute, von denen Keiner, aber auch nicht ein einziger rechtes Gedankengut in sich oder vor sich her trägt. Im Gegenteil, Leute wie du und ich mit einer ausgeprägten Toleranz und der Bereitschaft andere (egal welcher Nationalität) zu akzeptieren, wie sie sind. Eine Toleranz, die wesentlich ausgeprägter ist als bei den selbsternannten Verteidigern der Demokratie. Auch ich finde beileibe nicht jeden Text von Frei.Wild gelungen, aber aus den einzelnen Textpassagen so ein Bild zu zeichnen, ist weder objektiv noch sachgerecht. Aber hat denn irgendjemand von Frau Ditfurth ernsthaft etwas anderes als ideologisches vorurteilsgeprägtes Gesülze erwartet ? Das einzige, was Frau Ditfurth und andere mit ihrer Diffamierungskampagne erreichen ist doch, dass auch Normalos und NIcht-Frei-Wild Fans aufstehen und sich gegen diese moderne Form der Hexenjagd und Zensur durch Medien, Linke, Grüne und andere Besserwisser wehren. Und soll ich euch was sagen? Dafür liebe ich Frau Ditfurth !!!!!

    • Maria G.
      9. Februar 2014 at 21:24

      Danke Deutschrock für Ihr Liebe-volles
      Bekenntnis zu 😉 Frau Difurth.

      Ja, sie trägt sehr zu Aufklärung und
      Hinterfragung bei und hilft,
      dass die Deutschen mehr und mehr
      aufwachen aus dem langen und tiefen
      Dornröschenschlaf.

  5. Demontjoie
    7. Februar 2014 at 09:30

    Jutta Ditfurth, provokativ, unnachgiebig, anzüglich, frech, penetrant, manchmal widerlich, klar raus,direkt

    mehr von den Jutta Ditfurth braucht dieses Land

    Ich könnte sie mir als Bundespräsidentin gut vorstellen!

  6. rolf
    7. Februar 2014 at 01:30

    Hier eine etwas andere sichtweise. Also ohne gleich den nazistempel rauszuholen…
    Ich glaube es geht eher da drum was in diesem Artikel hier steht:
    http://www.spiegel.de/kultur/musik/frei-wild-wie-rechts-ist-die-suedtiroler-band-wirklich-a-887594.html

  7. rolf
    7. Februar 2014 at 01:11

    ich bin garantiert kein frei.wild- fan aber ich glaube einfach das viele die texte garnicht weiter hinterfragen und sich damit abspeisen lassen, dass die band immer wieder erwähnt keine rechtsrockband zu sein. dann formulieren wir es eben anders. natürlich gibt sich die band nicht als rechtsrock-band, wär ja auch dumm, dann wären sich nämlich schnell arbeitslos…, denn verbotene musik lässt sich schlecht verkaufen. deshalb macht man lieber konservativen, sehr nationalistisch angehauchten und vor allem gewaltverherlichenden grauzonen-rock. denn genau das macht die band ja so attraktiv für viele menschen.

    Ich finde es eher arm, dass sich die Band ihre Opferrolle zu eigen macht obwohl es wirklich viele ungeklärte fragen gibt. Nicht die tatsache, dass der sänger als jugendlicher in einer rechtsrock-band war ist schlimm, sondern das er bis 2009 in der rechtspopulistischen partei war und nur durch druck von außen diese verlassen hat!!!!
    Frei.Wild hat eine sehr eigene Art auf Druck von außen zu reagieren. Ich will ihnen nicht mal vorwerfen, dass sie nazis sind, aber ihr umgang mit der Kritik macht sie zu nazis. Sie schüren hass, gegen all die jenigen, die sich kritisch äußern, haben keine argumente, nur beleidigungen und anscheinend nen guten manager der ihnen vorgeschlagen hat sich von nazis öffentlich zu distanzieren um keinen imageschaden zu erleiden!
    Dahinter steckt einfach nur ein großer Marketing-Gag, auf den leider ein haufen leute reinfallen. Und diese fühlen sich dann genauso angegriffen, wenn jemand kritik äußert und antworten ebenfalls mit beleidungen oder dumpfen argumenten wie:1.“ aber die sagen doch selbst sie sind keine nazis und lassen nicht mal nazis auf die konzerte“ oder 2.“darf man nicht mal mehr stolz auf sein land sein“….

  8. Nery
    7. Februar 2014 at 00:41

    Haha unfassbar was ich da wieder lesen muss. Hatte von dieser „Jutta Ditfurth“ noch nie was gehört doch nach kurzer Recherche war mir klar, dass diese Person aus der Spektrum Die Grüne kommt, die der Meinung ist Deutschland sollte sich ab jetzt in Grund und Boden schämen und alles was nicht antideutsch oder stark links ist, sei rechtsextrem. Also so einer verwirrten Frau auch noch eine Plattform zu geben ist natürlich auch nicht viel besser. Jutta Ditfurth sollte lieber weit dafür kämpfen, dass das Inzestverbot endlich aufgehoben wird, damit sie sich wie ihre Parteigenossen endlich sexuell frei entfalten kann. My Word to this Bullshit!

  9. Stephan Emmermann
    6. Februar 2014 at 22:43

    Ich bin einfach fassunglos darüber was ich dort von Frau Ditfurth lesen muss. Wer hier ausgrenzt und übelste Ideologie verbreite steht ja wohl außer Frage.

    Bei allem Eifer politisch für eine Sache zu Streiten, gern auch mit harten Debatten, ist dies aber weit über den Rahmen geschossen.

  10. Schurischuster Johann
    6. Februar 2014 at 17:22

    Hier mein Kommentar zu diesem Artikel mit Belegen. Ich habe ihn mit Absätzen versehen damit es nicht zu unübersichtlich wird:
    1.) “ Frei.Wild macht Musik für Neonazis, für Rassisten und Völkische.
    Für diese Aussage bitte ich um eine Begründung mit sachlichen Belegen da es in meinen Augen eine Vorverurteilung aller Frei.Wild-Fans ist.
    2.) Das Lied „Rache Muss Sein“:
    Das Lied ist von 2002, wird seit langem nicht mehr gespielt und wurde auch von den Neuauflagen der CD entfernt . Wenn der Text von „Rache Muss Sein“ mit dem Text des „Schunder Songs“ der Ärzte verglichen wird gibt es sehr viele Parallelen. In beiden Songs geht es um das Prinzip „Gewalt erzeugt Gegengewalt“. In „Rache muss sein“ wurde jemand von 3 Personen angegriffen und
    geschlagen. Im „Schunder Song“ wurde jemand von 1 Person angegriffen und geschlagen. In beiden Songs trifft das Opfer 1 Angreifer und schlägt ihn nieder (Körperverletzung, KEIN Tötungsdelikt). In beiden Liedern wird der Angreifer „in die Fresse“ geschlagen. In beiden Liedern freut sich das frühere Opfer über den Sieg. Die Songtexte sind leicht zu finden und ich bitte eines zu bedenken: „Idem ius Omnibus“ – „Gleiches Recht für alle“!!! Wie viele Lieder von vielen Bands/Sängern sollen dann noch verboten werden? Sind die folgenden Liedtexte (NICHT von Frei.Wild) in Ordnung oder gehören sie auch verboten: „wir schützen uns’re Heimat und unser Vaterland. Wir siegen oder sterben für unser Heimatland, dem Feinde zum Verderben“; “ Ein harter Kampf hat dich entzweigeschlagen, von dir gerissen wurde Südtirol. Die Dolomiten grüßen uns von ferne, in roter Glut zum letzten Lebewohl.“; “ Macht endlich Schluss mit was uns quält! Auf dieser Welt! Stellt die Regierung an die Wand! Räumt auf! – Räumt auf! Räumt endlich auf in diesem Land!“ ; “ denn über uns spricht man nicht gern, vor uns hält man sich lieber fern, manche Leute wünschen uns den Tod, doch in der Nacht brennt der Himmel feuerrot“; – sind Frauenverachtende Texte OK???
    3.) „Der Sänger der Band Philipp Burger war Mitglied der Naziband Kaiserjäger bis die sich 2001 auflöste und er engagierte sich für die rechtsextreme Partei Die Freiheitlichen in Österreich, die gegen Einwanderung und „Überfremdung“ kämpften.“
    Wie bekannt sein sollte war Philipp Burger bei den „Skinhead-Prozessen“ nicht angeklagt da die Polizei und der Staatsanwalt feststellten dass ihm nichts vorzuwerfen sei. Dies wurde auch damit begründet dass durch die monatelange Beschattung und Abhörung aller Telefongespräche die gesamte Brixner Szene entlastet wurde. Andere Personen wurden im Zuge dieser Prozesse zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Er war im Alter zwischen 14 und 18 Jahren Skinhead und hat dann die Entscheidung getroffen auszusteigen. Ich frage mich nur eines: Heutzutage wird alles versucht damit Leute aus der Szene aussteigen + Unterstützung. Warum bekommt ein Mensch eine lebenslange Vorverurteilung von der Gesellschaft der selbsttätig aus der Szene ausgestiegen ist und dem laut Staatsanwaltschaft nichts vorzuwerfen ist???
    Meinem Wissenstand nach hat sich Philipp Burger NIE für die Partei „Die Freiheitlichen in Österreich“ engagiert – bitte um Bekanntgabe wann und wo dies gewesen sein soll.
    Zum Begriff “ rechtsextreme Partei Die Freiheitlichen in Österreich“ – dazu verweise ich auf das Verbotsgesetz in Österreich: Eine rechtsextreme Partei wird in Österreich sofort verboten (war schon der Fall) …
    4.) “ Im Lied SÜDTIROL heißt es: „Kurz gesagt,
    ich dulde keine Kritik / An diesem Heiligen Land, das unsre Heimat ist“. Kurz gesagt:
    Wem es hier nicht passt, der soll abhauen, so kommt das volkisch?nationalistische
    Ressentiment auf den Punkt. Diese „Heimat“ soll nur denen gehören, die durch Zufall hier geboren sind. “
    Im heutigen Sprachgebrauch wird zwischen Patriotismus und Nationalismus unterschieden. Der ehemalige deutsche Bundespräsident Johannes Rau hat diesen in der deutschen Umgangssprache allgemein verbreiteten Unterschied folgendermaßen formuliert:
    „Ein Patriot ist jemand, der sein Vaterland liebt. Ein Nationalist ist jemand, der die Vaterländer der anderen verachtet.“
    Es gibt kein einziges Wort in im Lied Südtirol, das darauf schließen lässt das andere Länder verachtet werden!!! Daher ist es ein patriotisches Lied und kein nationalistisches – oder irrt Johannes Rau?
    Weiters gibt es keinen Hinweis dass die Heimat nur denen gehören soll die durch Zufall in Südtirol geboren sind .
    5.) „Heimat heißt Volk, Tradition und Sprache heißt es in WAHRE WERTE von Frei.Wild.
    Passend dazu wird die „Leitkultur“ der germanischen Eingeborenen – was immer das
    sein mag, diese Leitkultur –, angeblich von fremden, muslimischen Menschen bedroht.“
    In welchem Teil des Liedes wird diese „Leitkultur“ von fremden, muslimischen Menschen bedroht???
    Diese Aussage ist im gesamten Lied nicht enthalten!!!
    Hier ein anderer Textauszug: “ Nicht von gestern, Realisten, wir hassen Faschisten, Nationalsozialisten. Unsere Heimat hat darunter gelitten, unser Land war begehrt, umkämpft und umstritten, Patriotismus heißt Heimatliebe, Respekt vor dem Land und Verachtung der Kriege.“
    6.) “ Passend dazu wird die „Leitkultur“ der germanischen Eingeborenen – was immer das
    sein mag, diese Leitkultur –, angeblich von fremden, muslimischen Menschen bedroht.
    So heißt es im LAND DER VOLLIDIOTEN: „Kreuze werden aus Schulen entfernt, aus
    Respekt / Vor den andersgläubigen Kindern“.
    Hierzu ein Hinweis auf den Ursprung dieser Textpassage da anscheinend der italienische „Kruzifix-Streit“ in Deutschland unbekannt ist. Ich verweise auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR). Warum darf eine Band dieses Problem nicht in einem Text erwähnen – wie aus dem Gerichtsurteil ersichtlich ist wurde dieser Textzeile indirekt durch dem EMGR rechtgegeben.
    Ich hoffe dass jetzt niemand dem EMGR unterstellt dass er rechts ist …
    Kurzinformation: 2009 urteilte der EMGR dass Kruzifixe im Klassenzimmer in staatlichen Schulen nicht mit der Europäischen Menschrechtskonvention vereinbar seien. Daraufhin ging Italien in Revision (die Große Kammer des EGMR) mit dem Ergebnis das die Anbringung von Kruzifixen im Beurteilungsspielraum von Italien liegt -> Kruzifixe dürfen in Italien wieder in Klassenzimmern aufgehängt werden. Außer der italienischen Regierung, dem Vatikan und anderen hat auch der damalige österreichische Außenminister Michael Spindelegger von der ÖVP dieses Urteil begrüßt.
    7.) „Viele Liedtexte von Frei.Wild sind ausdrücklich islamophob, beispielsweise BAUTEN FREMDER WELTEN.“
    Diese drei Wörter sind dem Lied „Brixen“ entnommen. natürlich wird wiederum nicht der gesamte Liedtext angeführt … warum wohl???
    Wenn man sich den Beginn der zweiten Strophe ansieht dann hat man die Lösung:
    “ Illegale Müllentsorgung, scheiss Verkehrspolitik, das FORUM kriegt teuren Parkett, das ist wirklich nett und überlegt.“ „BAUTEN FREMDER WELTEN“ bezieht sich auf das FORUM (das Kultur- und Kongresszentrum)!!! Bei diesem Gebäude handelt es sich um die ehemalige Turnhalle der faschistischen Jugendorganisation/Giovenù Italiana del Littorio (=GIL)!!!
    Was an diesem Text ausdrücklich islamophob sein soll …
    8.) “ Warum Nazis, die nicht verschleiern, dass sie welche sind, die Band mögen wird schnell
    klar. Auf der neuen Platte FEINDE DEINER FEINDE heißt es im ersten Stück: … “
    Sie meinen das Lied “ Nennt es Zufall, nennt es Plan“. Lesen Sie sich bitte die folgenden Textzeilen durch:
    “ Aggressiv, immer da, überall dabei, und gegenüber stand die Polizei.
    KRANKE IDEOLOGIEN, VERWIRREND FALSCHE GEDANKEN, JETZT IST DAS VORBEI.
    Was bleibt sind Ruf und Geschichten, die nerven, doch nicht vernichten.
    Ich würde es äußerst positiv finden wenn sich Nazis diese Zeilen zum Vorbild nehmen würden da es dann keine mehr gäbe …
    9.) „Frei.Wild blickt hier nicht mit Scham oder Mitgefühl zurück auf die Opfer von Nazi
    Angriffen, sondern voller Stolz. In WIR REITEN IN DEN UNTERGANG heißt es:
    „Heut gibt es den Stempel, keinen Stern mehr Und schon wieder lernten sie es nicht
    Und sagst du mal nicht Ja und Amen oder schämst dich nicht für dich stehst du im Pranger der Gesellschaft. Das funktioniert nach der Tonlage: Das wirkliche Opfer ist der aufrechte deutsche weiße Kämpfer, der angeblich seine Meinung nicht frei äußern kann, weil er von einer heuchlerischen „multikulturellen“ Gesellschaft geknechtet wird. Und als Höhepunkt der
    freiwildschen Heuchelei: die Selbststilisierung als Jude von heute: „Heut gibt es (…)
    keinen Stern mehr“. Der Täter macht sich zum Opfer.“
    Hierzu meine Beurteilung die ich mit einer teilweise unterschlagenen Textpassage beginne:
    So und gar nicht anders fing alles an, wir reiten wieder in den Untergang. Und wir werden die Welt wieder in Tränen sehen. So und gar nicht anders fing alles an, wir reiten wieder in den Untergang,
    wir reiten in den Untergang. Nichts als Richter, nichts als Henker, keine Gnade und im Zweifel nicht für Dich. Heut gibt es den Stempel, keinen Stern mehr und schon wieder lernten sie es nicht. Und sagst du mal nicht Ja und Amen oder schämst dich nicht für dich stehst du am Pranger der Gesellschaft und man spuckt dir ins Gesicht.
    Es gibt in dem gesamten Lied keine einzige Stelle die das unvorstellbar grausame Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung ( Holocaust) relativiert oder gutheißt.
    Jedoch – es warnt mit dem Vergleich vor einer erneuten Radikalisierung und Vorverurteilung von Menschen anhand ihres „anderssein“. Jeder Mensch sollte wissen wie das Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung begann und dies als Warnung sehen.
    Es ist heutzutage leider wieder so dass Menschen anhand ihrer Abstammung, Kleidung, etc. vorverurteilt werden …
    10.) „antisemitisch“
    Bitte legen Sie für diese Behauptung einen Sachbeweis vor – dieser würde mich sehr interessieren. Vor allem da die Band mehrere Male gemeinsam mit jüdischen Musikern aufgetreten ist und mit Menschen jüdischen Glaubens befreundet ist!!!!!
    11.) „Zu den Fans der Band gehört die NPD, etc.“
    Abgesehen davon dass sich eine Band ihre Fans nicht aussuchen kann – folgendes:
    Die Band ist NACHWEISBAR nicht nur gegen die NPD sondern auch gegen Nazis, Faschisten und alle Extremisten!!! In einem Lied wird z.B. die NSDAP als Arschlochclan bezeichnet – würden Sie wenn Sie Nazi wären ein Fan dieser Band sein??? Sie kommen auf kein Konzert, dürfen nicht dem Supportersclub beitreten, etc. sobald die politische Einstellung bekannt wird!!!
    12.) Hr. Thomas Kuban:
    Dieser Herr kann keinen einzigen Sachbeweis betreffend Frei.Wild vorlegen …

    • muad dib
      6. Februar 2014 at 21:11

      Hammer beitrag du sprichst mir aus der Seele , bin selber FREI-WILD fan und finds zu kotzen das ich mich für meine FREI-WILD Shirts immer rechtvertigen muss

    • Wagner
      6. Februar 2014 at 21:33

      Top, besser kann man es wohl kaum formulieren, danke dir dafür.

    • ugath
      7. Februar 2014 at 09:26

      Super, dem ist eigentlich Nichts mehr hinzuzufügen!

  11. Uwe Kretschmer
    6. Februar 2014 at 17:21

    Hmm, ich frage mich warum an diesen 2 Tagen in Frankfurt kein einziger Neo-Nazi das Konzert besucht hat. Hat Frau Ditfurth sich einmal die Mühe gemacht das Konzert zu besuchen und vielleicht ein Internview mit den Musikern zu führen? Wenn Bushido in Frankfurt spielt dann ergreift Frau Ditfurth keine Initiative um das Konzert zu verhindern. Im übrigen wurde gerade heute die Indizierung des Liedes „Rache muss sein“ abgelehnt. Frei.Wild bestehen aus 4 Musikern. Davon hat einer in seiner Jugend Scheisse gebaut. Die anderen 3 Musikern wurden noch nie in einer Art und Weise mit den Vorwürfen in Verbindung gebracht.

    Ich wette mit Ihnen, die beiden Frankfurter Fussballvereine ziehen mehr Rechtsradikale in ihren Ultra Bewegungen an, als die Band Frei.Wild im gesamten deutschsprachigen Raum. Warum tun sie mal da nichts dagegen?

  12. ugath
    6. Februar 2014 at 14:52

    Mit dem Spruch „denn Frei.Wild macht Musik für Neonazis, für Rassisten und Völkische.“ bezeichnet und beleidigt sie pauschal mal alle Leute die Frei.Wild hören! Dabei scheint Sie überhaupt keine Afnung zu haben und nur den Schwachsinn der Elfpiraten um Herrn Kliehm nachzuplappern.
    Und warum macht sie das? Natürlich fehlt nicht der Link „Weitere Informationen“ zu ihrer Homepage wo es dann darum geht Bücher zu verkaufen.
    (persönliche Beleidigung wurde gestrichen – die Redaktion)

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