Gegen alle Unkenrufe der Grokos – Energiewende ist eindeutig finanzierbar

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Warum kommen die Berliner Grokos bei der Kostenschätzung der Energiewende zu einem anderen Ergebnis als Wissenschafter? Antwort: weil sie nicht anders können. Schließlich rennen ihnen permanent ein paar tausend Lobbyisten der konventionellen Kohle- und Atomkraftindustire die Tür ein. Politic as usual – Groko halt!

Anders Wissenschafter, wie die vom Fraunhofer Institut. Aber lesen sie selbst, hier eine Kurzfassung. Unter dem Link ist die wissenschaftliche Expertise der FHG einsehbar. http://www.iwes.fraunhofer.de/content/dam/iwes/de/documents/Studie_Geschaeftsmodell_Energiewende_IWES_20140121_final.pdf

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Wes Brot ich ess, des Lied ich sing – schon im Mittelalter !

Aktuell prägen vor allem die Kosten der Energiewende die öffentliche und politische Diskussion. Dabei wird verkannt, dass die Energiewende ein risikoarmes Investitionsvorhaben mit positiver Gewinnerwartung darstellt. Aus diesem Grund hat das Fraunhofer-IWES in dem vorliegenden Forschungsprojekt einen Vorschlag zur Finanzierung der Energiewende erarbeitet. Diese Arbeit wurde im Rahmen der „Herkulesprojekt Energiewende“-Aktivitäten des Fraunhofer IWES durchgeführt.

Den Investitionen in neue kapitalkostenintensive Technologien sind dabei die vermiedenen fossilen Brennstoffe der alten betriebskostenintensiven Technologien gegenüber zu stellen. Das neue Energieversorgungssystem wird von Wind- und Sonnenenergie bestimmt sein, die neben dem Stromsektor auch die Bedarfe im Verkehrs- und Wärmesektor decken werden. Das Ergebnis der umfangreichen Berechnungen zeigt, dass die Finanzierbarkeit des Gesamtprojekts Energiewende auch unter sehr konservativen Annahmen möglich ist (d.h. ohne steigende Brennstoffpreise und CO 2 -Schadenskosten). Selbst sehr ambitionierte Klimaziele, wie eine erneuerbare Vollversorgung statt nur einer Reduktion der Treibhausgase um 80% sind wirtschaftlich darstellbar. Das Kostenargument sollte somit im Kontext klimapolitischer Entscheidungen korrigiert werden auf die Bilanzierung des Gesamtgeschäfts mit Kosten und Erlösen.

Unter den Rahmenbedingungen eines gleichbleibenden Preisniveaus für Primärenergie des Jahres 2011 ergibt sich eine Verzinsung der gesamten Investitionen von 2,3% inflationsbereinigt (siehe Abbildung 1 und Kapitel 4). Je weiter man den Betrachtungshorizont über das Jahr 2050 hinaus fortschreibt, um so höher ist die zu erwartende Rendite, da die Ausgaben für das zukünftige Repowering der Erneuerbaren-Energien-Anlagen nur noch einen Bruchteil der vermiedenen Brennstoffkosten ausmachen werden.

Wenn Preissteigerungen für Öl und Erdgas über den Betrachtungszeitraum bis 2050 angenommen werden, erhöht sich die Rentabilität weiter. Mit Berücksichtigung der Preissteigerungen (real) des Preispfads des Netzentwicklungsplans NEP 2014 (lineare Fortschreibung) [BNetzA 2013] oder des BMU-Klimaschutzszenarios 2050 [Öko-Institut, ISI, 2013] ergibt sich eine Verzinsung der gesamten Investitionen von 4,0 bis 6,7% – inflationsbereinigt.

Nicht berücksichtigt sind in dieser Bilanzierung die positiven Rückwirkungen auf die Gesamtwirtschaft, die durch die starke, dauerhafte Investitionstätigkeit in eine produktive Infrastruktur ausgelöst werden (Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze). Nicht berücksichtigt sind weiterhin die Subventionen für konventionelle Kraftwerke und Brennstoffe, welche gegenwärtig noch geleistet werden.

Die Energiewende sollte somit als industriell-politisches Großprojekt nach Maßstäben modernen Projekt-Managements geführt werden. Notwendig ist eine klare Festlegung der Ziele, die Ableitung eines Mengengerüstes für die benötigte Infrastruktur und ein Finanzierungsplan. Durch die gewonnene Überzeugung einer grundsätzlichen Wirtschaftlichkeit sollte der nächste Schritt die politische Implementierung des Finanzierungsplans sein. Der Schlüssel hierzu liegt darin, die Brennstoffeinsparungen im Verkehrs- und Wärmesektor nutzbar für die Gegenfinanzierung des Ausbaus Erneuerbare Energien (EE) im Stromsektor zu machen. Hierdurch erscheint ein Erneuerbare-Energien-Gesetzt (EEG), welches die Differenzkosten eines Jahres ausschließlich im Stromsektor auf die Verbraucher verteilt mittelfristig nicht mehr zeitgemäß. In der politischen Diskussion sollte die energiesektorübergreifende langfristige Verteilung der Kosten und Einsparpotenziale berücksichtigt werden.

Diese Kurzfassung wurde erstellt von www.kein-co2-endlager-altmark.de

 

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