Chronik eines NVA-Unfalls. Eine Geschichte über Herrn B.

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Auch 25 Jahre nach dem Ende der DDR bleiben viele Fragen zur Aufarbeitung und Entschädigung ungelöst. So haben sich Verbände zum DDR-Unrecht wie auch Politiker, Gerichte und Behörden in Bezug auf Entschädigungsleistungen auf Haftopfer fokussiert.

In der öffentlichen Wahrnehmung wurden so viele schwerste Menschenrechtsverletzungen ausgeblendet, so Verbrechen gegenüber Wehrdienstpflichtigen der NVA, die nicht selten zu schweren körperlichen Behinderungen führten. Auch über gehäufte Todesfälle, auch durch Selbsttötung im Raum Torgelow-Karpin-Eggesin, der „Hölle der NVA“ ist bislang wenig berichtet worden. In der Online-Chronik wird ein Unfall bei der NVA und die Nicht-Aufarbeitung in der Bundesrepublik Deutschland nachgezeichnet.

Die erschütternde Chronik sollte insbesondere Historiker, Journalisten und Politiker ermuntern, sich endlich dieses düsteren Kapitels der jüngeren deutschen Geschichte anzunehmen und die Betroffen angemessen entschädigen. Der Autor steht gern für Fragen zum Thema zur Verfügung.

“Die Gerechtigkeit wohnt in einer Etage, zu der die Justiz keinen Zugang hat”
 (Friedrich Dürrenmatt)

Lesen Sie hierzu die Chronik eines NVA-Unfalls. Eine Geschichte über Herrn B.

Prolog (1967-1968)

Die Chronik eines NVA-Unfalls ist keine Fiktion. Sie ist die Geschichte von Herrn B. (Name geändert), die sich so zugetragen hat. Um sie zu verstehen, muss man die Vorgeschichte kennen.

Im Jahr 1967 lebte Herr B. In Ostberlin, war Schüler am Gymnasium und 17 Jahre alt. Wer oberflächlich diese Zeit betrachtet, denkt bei Demonstrationen der 68er eher an Westberlin und andere westeuropäische Städte. Das ist jedoch weit gefehlt. Auch in Ostberlin gingen Schüler, Studenten und junge Arbeiter auf die Straße, wobei die Themen, die Ideale, die Literatur und natürlich die Musik denen der West 68er ähnlich waren, wenngleich spezifisch eine Auseinandersetzung mit dem „real existierenden“ Sozialismus der DDR im Fokus stand.  Am 7. Oktober 1967, dem Staatsfeiertag der DDR zu ihrer Gründung, kam es in den Abendstunden am Strausberger Platz erst zu verbalen Auseinandersetzungen mit Mitarbeitern der Staatssicherheit der DDR. Die Demonstration wurde mit brutaler Gewalt aufgelöst und es wurde landwirtschaftliches Gerät, das zeitgleich auf einer Ausstellung im Bereich der Karl-Marx-Allee zu sehen war, gegen die Demonstranten eingesetzt. Die Situation eskalierte am Strausberger Platz, Herr B. wurde körperlich von den Sicherheitskräften attackiert und fand sich auf einem Robur LO  der Volkspolizei wieder….

Weiter lesen auf: http://www.medienfabrik-b.de/blog/blog01/index01.html

„Das Gesetz ändert sich, das Gewissen nicht. Es steht über dem Gesetz des Landes.“
(Sophie Scholl)

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