Brotskandal ist nur die Spitze des Eisberges

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Unser Bericht vom Brotskandal in Karlsruhe schärfte etwas die Sicht auf den verschwenderischen Umgang mit unseren Lebensmitteln. (1) Auch Bürgermeister Klaus Stapf bedankte sich für diese Öffentlichkeit. Wir sollten aber über den Tellerrand des Brotes hinausschauen und uns einmal prinzipiell die Schizophrenie in der Frage der Ernährung, der Lebensmittel überhaupt bewusst werden.

Es geht insgesamt um unser Verhältnis zu unseren Lebensgrundlagen.Zemanta Related Posts Thumbnail

Unbestritten ist bereits das Problem der Überfischung der Meere, nachdem traurigerweise die Meere als Müllhalde der Konsum-gesellschaft bereits entdeckt wurden. Die industrielle Fischerei zerstört zudem die gesamte Lebensgrundlage aller kleineren Länder, die vom Fischfang an ihrer Küste leben.

Darüberhinaus ist der sündhafte Umgang mit Pflanzen für Biosprit zu nennen. Sauber nannten die Öl-Konzerne die Zugabe oder den Ersatz durch Biosprit. Während in skandinavischen Ländern der Abfall der Holzproduktion zu Bio-Öl gewandelt wird, spezialisieren sich bei uns riesige Unternehmen darauf, die Pflanzen selbst gänzlich zu Öl zu verarbeiten. In Zentraleuropa wirbt man für den Anbau von Pflanzen, die ausschließlich zur Ölproduktion verwandt werden.

Dieses Unterfangen ist in zweierlei Hinsicht schädlich für Natur und Mensch. Und den schlauen EU-Politikern fliegt das Thema schon längst um die Ohren. Denn erstens beweisen wissenschaftliche Untersuchungen, dass solch gewonnenes Öl genau den umgekehrten Effekt hat. Siehe die Studie der UN ( http://www.oecd.org/trade/agricultural-trade/48152638.pdf ) und siehe auch Bericht in der Taz ( http://bewegung.taz.de/aktionen/eubiosprit/beschreibung ).

Rettet den Regenwald – Initiative von www.regenwald.org

Denn die Rodung der Natur (Regenwälder) gefährdet unser Klima und die Reduzierung von Anbauflächen für Lebensmittel treibt automatisch den Lebensmittelpreis in die Höhe. Es ist ferner ein Irrsinn, denn der Anbau von Öl-liefernden Pflanzen reduziert auch in Europa den Anbau von Lebensmitteln.  Ein ähnliches Phänomen, dass durch die Nahrunsgmittelproduktion für „Nutz“-Tiere – gemeint sind Kuh und schwein, die wir verfuttern – erreicht wird.

Es liegt erst ein paar Wochen zurück, dass selbst die Landesminister der norddeutschen Bundesländer eine Protestnote nach Berlin sandten, in der sie forderten, den verantwortungslos langsam vor sich gehenden Ausbau von Stromleitungen endlich zu beschleuigen. Da fragt man sich schon, was hindert die Politik eigentlich, sinnvolle Schritte zu unternehmen. Durch alternative Energie, insbesondere Windenergie und Speicherung derselben z.B. mittels Stausseen für Strom aus Wasserwerken, könnten wir schon längst ein Drittel und mehr des Energiebedarfs decken.

Wir sollten also nicht dabei stehen bleiben uns nur über weggeworfenes Brot aufzuregen, sondern von der Politik eine natur- und menschenfreundliche Energiepolitik einfordern. 

(1) http://tv-orange.de/2013/12/zweite-fuhre-frischer-backwaren-am-pfinz-kanal-in-karlsruhe-entsorgt/

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