Über Geschmack lässt sich streiten, über Ausbeutung nicht – auch nicht bei billig, auch und gerade nicht an Weihnachten

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Unter dem Motto „Über Geschmack lässt sich streiten, über Ausbeutung nicht“, hat die Blockupy –AG Karlsruhe am Samstag, den 30.11.2013 vor Primark eine Protest- und Öffentlichkeitsaktion durchgeführt. „Profit geht über Leichen“ – wer unbedingt bei Primark einkaufen wollte, musste u. A. an diesem Transparent vorbei und symbolisch über die am Boden liegenden AktivistInnen steigen.

Nicht nur Primark, auch andere Bekleidungsfirmen wie C&A, KIK, Zara, um nur einige zu nennen, lassen in „Billiglohnländern“ u. A. in Bangladesch, Kambodscha, Vietnam produzieren. Wer ein T-Shirt für 3.-Euro verkauft oder kauft weiß, dass dies nur aufgrund unmenschlicher Arbeitsverhältnisse und im wahrsten Sinne des Wortes grenzenloser Ausbeutung möglich ist. Durch Einsatz von Chemikalien sind die Textilien in der Regel stark toxisch belastet und gefährden die Gesundheit der NäherInnen, aber auch der Beschäftigten hier und der KundInnen.

Ehemalige Beschäftigte von Primark informierten spontan während der Aktion darüber, dass sie bereits nach wenigen Wochen massive Hautprobleme bekommen hatten, und beklagten sich über die Arbeitsbedingungen und den ständigen Druck von oben.

Weitere Fotos und Doku auf https://linksunten.indymedia.org/de/node/100537

Die Aktion vor Primark war gleichzeitig eine Solidaritätsaktion mit den derzeit streikenden TextilarbeiterInnen in Bangladesch, die für höhere Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen kämpfen. Für die Beschäftigten bei Primark forderten die Blockupy-AktivistInnen endlich Tarifverträge, existenz-sichernde Löhne und bessere und gesundheitsverträgliche Arbeitsbedingungen.

Die Blockupy-AG hat weitere Aktionen angekündigt und wird „Ausbeuterbetriebe“ auch zukünftig besuchen.

AG Blockupy Karlsruhe – 30-11-2013

 Foto: https://linksunten.indymedia.org/de/node/100537

1 comment for “Über Geschmack lässt sich streiten, über Ausbeutung nicht – auch nicht bei billig, auch und gerade nicht an Weihnachten

  1. Pri-Macker
    2. Dezember 2013 at 18:51

    Also ich war ein einziges mal letzte Woche in diesem Laden. Hatte ungelogen Atembeschwerden, als ich von der oberen Etage kam. Schätze, sämtliche Konservierungsstoffe sind da konzentriert. So etwas gehört verboten – das gefährdet Gesundheit und Anstand und Würde.

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