Freihandelsabkommen EU-USA ist ein weiterer Putsch der Hochfinanz

EmailFacebookTwitterPrintFriendlyGoogle+LinkedInBlogger PostWordPressin weitere Soziale Netzwerke verteilen

Lori Wallach schreibt in „Le Monde diplomatic“ über die Inhalte dieses Abkommens, die der Öffentlichkeit verschwiegen werden. Dadurch wird auch klar, warum ein Schutz für Whistleblower wie Edward Snowden für die EU-Regierungen nicht denkbar ist. Es würde ihre Aufgabe als Strippenzieher internationaler Hochfinanz gefährden !

Aufgeregte Politiker von Berlin bis Brüssel sehen durch den NSA-Skandal das Transatlantische Freihandelsabkommen in Gefahr. Über das, was in dem angestrebten Vertrag stehen soll, reden sie nicht so gern. Ein Blick auf die ersten Blaupausen lässt ahnen, was Europas Bürger nicht zu früh erfahren sollen.

Bereits vor fünfzehn Jahren versuchten Großunternehmen bei den Verhandlungen über das Multilaterale Investitionsabkommen (MAI) ihre Macht heimlich still und leise in unvorstellbarem Maße auszuweiten. Damals scheiterte das Projekt am hartnäckigen Widerstand der Öffentlichkeit und der Parlamente. Damit wurde unter anderem verhindert, dass sich einzelne Konzerne denselben Rechtsstatus wie Nationalstaaten verschaffen konnten. Das hätte etwa bedeutet, dass Unternehmen eine Regierung verklagen können, „entgangene Gewinne“ aus Steuergeldern auszugleichen.

Jetzt aber kommen diese Pläne erneut auf den Tisch, und zwar in deutlich verschärfter Fassung. Der Vampir-krakeoffizielle Name des neuen Projekts lautet „Transatlantic Trade and Investment Partnership“, abgekürzt TTIP. Dieses transatlantische Handels- und Investitionsabkommen soll, ähnlich wie früher das MAI, die Privilegien von Konzernen und Investoren absichern und sogar noch ausweiten. So wollen die EU und die USA ihre jeweiligen Standards in „nicht handelspolitischen“ Bereichen vereinheitlichen. Diese angestrebte „Harmonisierung“ orientiert sich erwartungsgemäß an den Interessen der Konzerne und Investoren. Werden deren Standards nicht erfüllt, können zeitlich unbegrenzte Handelssanktionen verhängt werden. Oder es werden gigantische Entschädigungen für die Unternehmen fällig.

Weiter lesen: http://www.monde-diplomatique.de/pm/2013/11/08/a0003.text

3 comments for “Freihandelsabkommen EU-USA ist ein weiterer Putsch der Hochfinanz

  1. Melanie G.
    11. November 2013 at 11:16

    Freihandelsabkommen… alle wollen es, also wird es kommen.
    Alle glauben, dann kommt das Paradies, was für eine Illusion.
    Es ist der nächste Schritt ins Abseits.
    Die USA werden wissen, wie sie uns kassieren.., mit Monsanto überrollen und ruinieren.
    Aber, die Eiten der EU wollen es so, sie werden sehen, was ihnen dabei blüht.
    Zumindest das Volk wird davon langfristig nicht profitieren.

    Aber, die Mutti von Europa und der Vater von den USA werden es schon richten,,,,
    oder uns vernichten, je nach Betrachtungsweise.

  2. 9. November 2013 at 20:58

    also genauer betrachtet können dann in naher Zukunft Kapital und Industrie Spielregeln unsere nationalen Gesetze aushebeln was für Global-Player gut is aber für den Rest weniger

  3. 9. November 2013 at 11:47

    Wir sind alle nur Sklaven der Elite! Wir zahlen „Jetzt“ und Zukunft die Zeche für diese sogenannte „Elite“!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *