Peter Sloterdijks Blütenlese – dann verordne ich mir mal Urlaub

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Ein Philosoph muss auch stark kritikfähig sein. Selbstkritisches Denken ist Vorrausetzung für unbefangenes Denken. Deshalb betrachte ich diesen Artikel über Peter Sloterdijk nicht als eine persönliche Anmache, sondern als Anregung in jedem Lebensabschnitt, besonders im Alter, dem Anderen, dem anderen Menschen Gehör zu schenken. Ich bin auch voll überzeugt, Peter Sloterdijk findet dies anregend und befruchtend. „…Ein „Koloss der Ausdrucksgewalt, mündlich und schriftlich“, erzählt Bernhard Klein über den Gegenstand seiner Bewunderung, Peter Sloterdijk. Klein hat jene etwa 30 Interviews des Philosophen ausgewählt und herausgebracht, die unter dem Titel „Ausgewählte Übertreibungen“ jüngst erschienen sind. Nun versteht es sich, dass ein Herausgeber nicht in kritischer Distanz zu den Schriften seiner Wahl stehen muss. Aber er sollte sich auch nicht unbedingt als Epigone, als Nach- und Anbeter betätigen. Zumal Sloterdijk von Natur aus mit einem Selbstbewusstsein ausgestattet ist, das keiner Ermunterung bedarf. So einer trabt gern hoch: „Seit zwanzig Jahren dominiert bei mir die Lebensform Familie“, erzählt der Philosoph seinem Herausgeber, statt einfach zu sagen: Ich habe Frau und Kind. Und wenn er schon mal dabei ist, aus dem Hochtrab ins Vergallopieren zu geraten, dann macht er auch nicht einfach Urlaub, dann „gebe (ich) die Berechtigung des Urlaubs allmählich zu.“ Ich, Cäsar Sloterdijk, gewähre mir und allen anderen Urlaub. Statt los zu prusten schreibt Klein das tatsächlich auf …. „

Weiter Lesen Auf : http://www.rationalgalerie.de/archiv/index_2_425.html  Von Uli Gellermann

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