Wir stehen auf Seite der Demokratiebewegung in der Türkei

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Am 16.6. aktualisierte Rede vom 12.6. [auf der Türkei-Solidaritäts-Demonstration im Essener Stadtgarten]: Die Demokratiebewegung in der Türkei leidet unter der brutalen Gewalt, gegen die sie sich aufbäumt.

Erdogan lässt mit Gewalt sein Versprechen platzen, Demokratie und sein Verständnis von Islam zu vereinen.

Max am Gezi Park Essen am 12.6.2013 Wir haben den Stadtgarten am Opernhaus symbolisch umbenannt.

Max am Gezi Park Essen am 12.6.2013 Wir haben den Stadtgarten am Opernhaus symbolisch umbenannt.

Er nimmt Demokraten mit Tränengasbomben die Luft zum Atmen. Ein Tagesthemensprecher, der in deutlichem Abstand vom Geschehen berichtete, musste seine Worte am 11.6. abbrechen, da das Gas ihm dort – noch in deutlichem Abstand zum Geschehen – die Stimme verschlug. Tage später wurden sogar Menschen, die sich in einem Hotel aufhielten, mit Tränengas nach draußen getrieben, wie es in den Tagesthemen am 15.6. hieß.

Menschen vor Ort  riskieren ihr Leben beziehungsweise ihre Gesundheit für unsere Vision von einer demokratischen Gesellschaft. Die junge Welt online schreibt am 16.6. „Im Divan-Hotel habe …eine Ärztin berichtet, dass es zwar zum Glück keine Toten gegeben habe, aber sehr viele Verletzte, darunter auch Kinder. „

Wenn Europa jetzt nicht aufschreit, verletzt der diesjährige Friedensnobelpreisträger EU alles, wofür er seinen Worten nach nach außen stehen will.

Die Demokratiebewegung in der Türkei blieb friedlich. Sie hat unseren Respekt auch dafür.

Die Türkei ist eines der Hauptempfängerländer deutscher Rüstungsexporte.

Der Profit der Aktionäre – gilt immer offensichtlicher mehr als Menschenrechte. Wir fordern den sofortigen Stopp von Waffen in alle Spannungsgebiete. Keine Waffen für Menschenrechtsverbrecher!

Unsere Solidarität gilt allen, die sich für Frieden und Demokratie einsetzen.

Taksin-Platz und Gezi-Park  gleichen nach Berichten der öffentlichen Nachrichten-Sender einem Schlachtfeld. Die Frankfurter Rundschau online vom 16.6. schreibt: Ein „Krankenhaus wird mit Wasserwerfern attackiert, Gasgeschosse von Brücken auf die Straßen gefeuert. Die Menschen in Istanbul und anderen Großstädten wie Ankara, Izmir und Adana haben von Samstag auf Sonntag kein Auge zugetan. Hunderttausende Menschen sind in Istanbul mitten in der Nacht auf der Straße, wollen zum Taksim-Platz. Die Polizei sperrt die Autobahnbrücken, Busse und Schifffahrten sind gestoppt.“ Mit brutaler Härte, mit Tränengasbomben und Gummigeschossen gegen Demokraten geht die Regierung eines Nato-Staates gegen sogenannte ‚Provokateure‘ und ‚Terroristen‘ vor. Unangekündigt eröffneten Polizisten kriegsähnliche Gewalt bei der Räumung der Demonstrationsorte. Tausende sind Opfer. Die Polizei nimmt nicht einmal gegen Ärzte Rücksicht.

Dieser Menschenrechts- und Völkerrechtsbruch bedeutet, Nato und Europäische Vereinigung hören auf, eine Wertegemeinschaft zu sein, wenn jetzt nicht aller Einfluss geltend gemacht wird, dass die Regierung der Türkei ihre Brutalität stoppt.

Nicht nur unsere türkischen Mitbürger wollen eine demokratische Politik:

Alle Menschen sollen die Menschenrechte haben, die in der Uno-Charta verankert sind.

Eskalierende Gewalt erleben Demokraten in gewissem Ausmaß auch hierzulande, sodass es unsere Aufgabe ist, den Anfängen zu wehren.

 

Bernhard Trautvetter, Mitglied im Sprecherkreis des Essener Friedensforums

1 comment for “Wir stehen auf Seite der Demokratiebewegung in der Türkei

  1. 16. Juni 2013 at 16:21

    Für mich ist das überhaupt keine Frage! Respekt

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