Wieder erhöhte Nickelwerte am Eyller Berg in Kamp-Lintfort

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Herr Lutz Malonek schreibt an Barbara Steffens Frau Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Sehr geehrte Frau Ministerin Steffens,

das höchste Gut der Menschen ist die Gesundheit, dass Sie als Gesundheitsministerin von NRW in der Raucherdebatte im Düsseldorfer LandtagKamp-lintfort schon richtig erkannt haben. Raucher werden vor Gesundheitsschäden massiv gewarnt, die Bewohner am Eyller Berg in Kamp-Lintfort werden aber täglich an der Giftmülldeponie mit grenzwertigen PCB und Schwermetallen in Luft und Boden konfrontiert.

Mehr als 5.000 Menschen leben in unmittelbarer Nähe dieser Deponie der höchsten Gefahrenklasse. Über 100 erlaubte und hoch toxische Stoffe dürfen unmittelbar an Wohngebieten auf diesem Berg offen abgekippt und eingelagert werden, diese Substanzen sind für die Anrainer und ganz besonders der Kinder genauso gefährlich wie das Rauchen.

Wer warnt die Menschen mit ihren Kindern, Frau Ministerin Steffens, vor diesen Gefahren mit Gesundheitsschäden? (im Anhang ein umweltmedizinisches Gutachten zu Ihrer Info vom 01.05.2013)

Hier an diesem Berg geht offenbar Profit vor Leben, das sagt uns einfach das Gefühl.

Wieder erhöhte Nickelwerte an der Giftmülldeponie in Kamp-Lintfort, so war es in den letzten Tagen in den Zeitungen zu lesen .
Wir haben mit unserem umweltmedizinischen Gutachten seit Februar 2013 schon mehrfach durch Bodenanalysen nachweisen können, dass die Zufahrtswege zur Deponie, auch im südlichen Teil der Eyller Straße in Richtung Rayen, mehrfache Grenzwertüberschreitungen von  Blei-, Aluminium-, Kupfer- und Nickelbelastungen aufweisen und die Anwohner doch stark belasten. Was wir im Boden nachweisen konnten, das haben wir auch durch Tests in den Körpern der Menschen am Eyller Berg in hohen Grenzwertüberschreitungen nachgewiesen.
Aus umweltmedizinischer Sicht muss man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit (über 95%) davon ausgehen, dass ein ursächlicher Zusammenhang von chronischen Erkrankungen und Krebs der Anwohner in nahe gelegenen Wohngebieten und an der Deponie und ihren Gifttransporten besteht. Die extrem hohen und vielfältigen Metallbelastungen im Urin, im Schneewasser und im Boden lassen keinen anderen Schluss zu. Im Urin und in den Bodenproben befinden sich die gleichen Metallbelastungen, nämlich: Cadmium, Zinn, Kupfer, Nickel und Arsen, ferner befinden sich im Schneewasser vom Februar 2013 und in den Bodenproben Blei.

Das alles kann kein Zufall sein!

Dieser Absatz befindet sich im Gutachten von dem von uns beauftragten Umweltmediziners, Dr.med. Walter Wortberg.
Von intensiven Kontrollen seitens der Bezirksregierung der Regierungspräsidentin, Frau Lütkes,  aus Düsseldorf kann hier vor Ort nicht mehr die Rede sein und auch der Umweltminister Remmel schweigt seit seinem Besuch in Kamp-Lintfort beharrlich dazu.
Sie alle drei, Frau Ministerin Steffens, sind in der Partei Bündnis90/Die Grünen zu hause und schauen offenbar in Ruhe zu, wie Menschen am Eyller Berg erkranken und an den Folgen auch versterben.
Politik von Ihrem Bündnis90/Die Grünen habe wir Anrainer einfach anders in Erinnerung!
Die Quelle der Belastungen könnte auf der Hand liegen aber eine Ursachenforschung ist behördenseitig nicht zu erkennen.
Wir können nur mit den mildesten Mitteln gegen die Betreiberin, die Eyller Berg Abfallbeseitigungsgesellschaft, vorgehen. Diese und ähnliche Worte sind von der Bezirksregierung zu hören. Sie erzürnen die Menschen maßlos an diesem Giftberg.

Zurzeit sind stattfindende Baggerarbeiten im südlichen Altlastenbereich dieser Deponie Hauptgrund und wahrscheinlich auch über Jahre die Quelle der Belastungen am Eyller Berg. (s.Foto im Anhang)
An diesem Ort werden jetzt schon vom Betreiber Fakten für die nächsten 5 Jahre geschaffen.
Warum bemerkt die Aufsichtsbehörde in Düsseldorf nichts davon?
Weil, so meinen wir, das Ergebnis der Mediation zwischen Betreiber und der Bezirksregierung vielleicht schon bekannt und im Vorfeld wieder alles gegen die Gesundheit der Anrainer genehmigt worden ist.

Armes Nordrhein-Westfalen – armes Deutschland ohne Umwelt und Bürgerschutz?

Mit freundlichen Grüßen und auf eine Antwort wartend

Lutz Malonek

Gutachten Dr. Wortberg

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