Spanien Februar 2013 – der Widerstand wächst

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Was unsere Medien nicht berichten, findet trotzdem statt. In Südeuropa werden die Lasten der „Rettung der privaten Banken“ mit voller Wucht auf die Bevölkerung abgewälzt. Während wir in Deutschland noch im Dornröschenschlaf gewogen werden, ist die Lage in Südeuropa dramatisch. Hier stellt sich immer dringender die Frage nach einer anderen Art und Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Lasst die privaten Bankster bankrott gehen, denn sie sind nur unsere Blutegel. Lasst mit Ihnen die politischen Handlager der politischen Parteien rechts liegen, denn wir wollen direkte Demokratie. Demokratie der Bürger.

Eine Politik, in der das Volk selbst entscheidet.

Auch in Italien kommt mit dem Erfolg der 5-Sterne-Bewegung von Beppo Grillo eins ganz klar zum Ausdruck. Die bisherigen Machtverhältnisse im Staat, das Treiben der Bankster und ihrer hörigen Politik kann nicht länger ertragen werden. So stellt sich immer deutlicher die Frage: 

Wie wollen wir zusammenleben – lass uns darüber sprechen. 

Lasst uns über unsere Zukunft reden. Occupy in Frankfurt Sommer 1012

Lasst uns über unsere Zukunft reden. Occupy in Frankfurt Sommer 1012

 Unser befreundetes Magazin UHUPARDO (1) aus Spanien berichtet am 23. Februar: 

Die Plaza de Neptuno in Madrid ist gesteckt voll heute Nachmittag. Wie in 60 Städten in ganz Spanien protestiert die Bevölkerung an diesem Samstag in der Hauptstadt gegen die Politik der konservativen Regierung von Ministerpräsindent Mariano Rajoy. Ein grosses “NO” mit einer Schere im “O” ist das meistgesehene Schild, das die Demonstranten hochhalten. “Basta ya” und “Hier ist die Mehrheit!” steht auf anderen Transparenten. Bisher stellen sich die Menschen nur mit Liedern und Parolen einem riesigen Polizeiaufgebot entgegen.

Alle Altersklassen, alle Gesellschaftsschichten sind versammelt heute in den Städten Spaniens. Die von der Korruption geschüttelte Regierung von Mariano Rajoy muss ich inzwischen von “Rücktritt!” bis “Ihr seid alle Kriminelle!” praktisch jeden Vorwurf gefallen lassen und hat sehr wenige Möglichkeiten, dem auch nur ansatzweise zu widersprechen. Zwar hatte Rajoy in der dieswöchigen Parlamentsdebatte zur Lage der Nation – die von der Bevölkerug sofort zur “Debatte zur Lage der Korruption” umgetauft worden war – Massnahmen gegen die Korruption angekündigt, doch in Spanien winkt man nur ab: “Er will sich jetzt selbst kontrollieren, nachdem klar ist, dass in seiner Partei die grössten Gauner sitzen?”

Die Demonstrationen richten sich in Madrid und anderswo dann heute auch nicht wirklich gegen Rajoy, selbst wenn der Rücktritt der Regierung das erste Ziel darstellt. Die meisten Menschen haben begriffen, dass der Austausch von Köpfen die Lage nicht regeln würde. Zwar wollen sie, dass die Korrupten für Ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden, doch in der Summe verlangen sie eine “Demokratisierung der gesamten Politik-Struktur”, die einen “Staatsstreich durch das Finanzsystem” verhindern soll. “Wir schulden nichts und wir zahlen nichts”, rufen sie auf der Plaza Neptuno und wenden sich gegen die brutalen Sparnassnahmen, die nur Banken retten und alle anderen ins Elend stürzen.

“Das sind keine Selbstmorde sondern Morde”, ruft die Menge in Bezug auf die Menschen, die sich wegen der Zwangsräumungen das Leben genommen haben.

Fazit des Tages, 22:30 Uhr:
Fast überall sind die Demonstrationen beendet. Viele tausende von Menschen protestierten heute in Spanien gegen Kürzungsprogramme und Korruption in ganz Spanien. Die meisten Teilnehmer gab es erwatungsgemäss in Madrid. Aber auch in Barcelona, Valencia, Sevilla, Bilbao, Valladolid, Palencia, Santander, Zaragoza, Leon, Burgos, Logrooño und in Las Palmas auf Gran Canaria, praktisch überall im Land forderten die Menschen den Rücktritt der Regierung Rajoy, “wirkliche Demokratie” und beschuldigten die PP als “Räuber und Kriminelle”.

In der Hauptstadt schirmten 1.400 Antidisturbios-Polizisten das Parlament und den Parteisitz der PP in der Calle Génova hermetisch ab. Überall blieb es bis auf ein paar Steinwürfe zu späterStunde fast durchweg friedlich. Die Veranstaltungen liefen, auch wenn das für Nordländer immer etwas seltsam aussehen mag, in einer Atmosphäre aus Protest und Volksfest ab. Damit der “trouble” nicht ganz ausbleibt, muss die Polizei die Madrider Demo am Ende des Abends natürlich “auflösen”, anstatt einfach zu warten, bis die Menschen von selbst heimgehen  – wobei es dann noch zu 45 Festnahmen kommt. Laut Polizei hatten einige Demonstranten Brandsätze dabei, wie sie auch in Griechenland benutzt wurden”.

Weiter lesen auf: 

(1) http://uhupardo.wordpress.com/2013/02/23/tausende-heute-bei-protesten-in-60-stadten-spaniens-live-bilder/

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