Die transatlantischen Beziehungen des Kaiser-Wilhelm-Eugenik-Instituts

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Ergänzend zu dem Artikel „Medikamentenversuche in der DDR – die Mengele sind unter uns !“ (1) schrieb uns der Leser FZ: „Schlimm genug, was hier aufgedeckt wurde. Worüber aber ein noch dichterer Mantel des Schweigens gebreitet wird, ist die Kontinuität – z.T. sogar personelle Kontinuität! – der Nazi-Eugeniker in der BRD, sowie in anderen westlichen Ländern, v.a. in den USA. 

Viele Fälle, in denen bei der Entnazifizierung von Wissenschaftlern die Augen zugedrückt wurden, sind weithin bekannt. Weniger bekannt ist, dass dies auch bei hochrangigen „Rassenhygienikern“ der Fall war. So z.B. beim Doktorvater und späteren Vorgesetzten von Josef Mengele, Otmar Freiherr von Verschuer. Der konnte seine „wissenschaftliche“ Karriere nahezu ungebrochen fortsetzen. Er war nach dem Ende der Naziherrschaft einer der Protagonisten, welche die Eugenik verdeckt oder abgemildert fortführten. Eine parallele Entwicklung gab es in den USA, die (wer weiß das schon?) neben Deutschland eine der Hochburgen der Eugenik waren. Hier führte die Entwicklung fast nahtlos in die Technik der Genmanipulation.

Verschuer war ein Günstling von Rockefeller, sowohl in der Nazizeit, als auch danach. Er und sein Kaiser-Wilhelm-Eugenik-Institut wurden schon in der Nazizeit von Rockefeller finanziert. Danach arbeiteten Verschuer und Kollegen fast genauso weiter, wie zuvor, nur hieß die Eugenik dann Humangenetik, Anthropologie oder Bevölkerungstheorie – gemäß der von Rockefeller zu der Zeit ausgegebenen Devise (die Eugenik war nach den Nazis nicht mehr salonfähig). Diese ganzen unglaublichen Zusammenhänge dokumentiert F. William Engdahl in seinem sehr empfehlenswerten Buch „Saat der Zerstörung. Die dunkle Seite der Gen-Manipulation“ (ISBN-13: 978-3938516348).“

(1) http://tv-orange.de/2012/12/medikamentenversuche-in-der-ddr-die-mengele-sind-unter-uns/

1 comment for “Die transatlantischen Beziehungen des Kaiser-Wilhelm-Eugenik-Instituts

  1. Fx
    29. März 2013 at 02:56

    Passend dazu noch ein schönes Fundstück. Ein Bühnendialog von 1988 mit Dieter Hildebrandt & Urban Priol – über Nazi-Eugeniker und die Fortsetzung ihrer Karriere im Nachkriegsdeutschland (bzw. in den USA).
    http://www.youtube.com/watch?v=nySO4RnGkBM

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