Opel ist ein deutsches Werk – warum nicht verstaatlichen?

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Foto aus http://opelaner.forumprofi.de/

Die Adam Opel AG war einst der größte deutsche Automobilhersteller. Die durch die US-Finanzwirtschaft ausgelöste Weltwirtschaftskrise der Wallstreet traf Deutschland besonders hart. Reparationszahlungen und die ausländische Besetzung deutscher Gebiete als Folgen des 1. Weltkrieges taten ihr Übriges. Die Inflation trieb den Brotpreis in Milliardenhöhe. Im Zuge des Wirtschafts- und Währungszusammenbruches von Deutschland kaufte sich General Motors dick ein. Erst 60 %. 1931 übernahm GM das Unternehmen dann vollständig. Nebenbei bemerkt: Hitler, der sich als Verteidiger der „deutschen Nation“ aufspielte, ließ seine Opel-LKWs für den Krieg in schöner Allianz und Kooperation „mit dem Feind“, mit den USA, durch General Motors bauen! 

Es ist zu konstatieren, dass sowohl die technische Leistung aller Opel-Beschäftigten, die Arbeit von Ingenieuren und Mechanikern nicht besser sein konnte, als der Ruf, dem man in den letzten Jahren – vielleicht sogar absichtlich – geschadet hat.

Und es ist festzustellen, dass General Motors dem Unternehmen Opel untersagte (!) , in die Märkte Fernost vor zu stossen. Dort verkaufte der Mutterkonzern General Motors lieber selbst!

 Es liegt also nicht irgendein Fehler des Managements vor, wie uns Rösler&Co sagen, sondern es ist die Folge des aggressiven Profitstrebens des US-Konzerns General Motors. Die Bundespolitik wäre an dieser Stelle gefordert, die Interessen der gesamten Belegschaft wahrzunehmen. Ein wirklicher Schutz deutscher Interessen durch die Politik bestünde darin, den gesamten Opel Konzern zu verstaatlichen.

Es wäre sehr zu empfehlen einen Schnitt der Eigentumsverhältnisse des US-Konzerns vorzunehmen und den Opel Konzern in eine deutsche Beteiligungsgesellschaft zurück zu wandeln. Keine Aktiengesellschaft mit Börsengang, sondern eine Teilhabergesellschaft von Beschäftigten und festen Investoren.

Gleichzeitig bestünde die Möglichkeit der Technikmarke Opel dadurch Rechnung zu tragen, hier verstärkt innovative Fahrzeuge mit modernen Motoren, alternativem Antrieb staatlich unterstützt, voran zu treiben.  Deutschland wäre so in der Lage, nicht nur im Bereich der Solar- Wind- und alternativer Energie, sondern auch im Bereich Automobil eine Spitzenposition einzunehmen.

Aber wie immer zu erwarten, reicht die Phantasie der Politik wohl nicht dazu.
Und Mumm in den Knochen haben sie alle mal nicht.
Lieber ist man der dumme Dackel US-amerikanischer Multikonzerne.

Oder drehen diesmal unsere Politiker durch ?

1 comment for “Opel ist ein deutsches Werk – warum nicht verstaatlichen?

  1. 13. Dezember 2012 at 20:50

    Leider wurden schon die führenden Kopfe aus der Entwicklungsabteilung Rüsselsheim schon von GM vereinnahmt – per Arbeitsvertrag u in die USA exportiert – siehe Ampera – in den USA heisst er Volt

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