Der Witz der Woche – Bankenaufsicht durch die EZB

Katastrophal ist die Entscheidung nicht zu bezeichnen, denn sie reiht sich nahtlos in die Gesetzesverstösse auf EU-Ebene ein. Schlimm wäre es, wenn Demokratie abgebaut würde, aber in diesem Fall ist es nur der logische nächste Schritt einer Finanzpolitik, die im Grund nichts mit Demokratie der EU-Bürger zu tun hat.

Auch der französische Ökonom NICOLAS VERÓN, Mitarbeiter im Brüsseler Think Tank Bruegel sowie  im „Washingtoner Peterson Institute for International Economics“ gesteht auf die Frage der TAZ ein:

Wird die EZB nicht auch vor Interessenkonflikten stehen, wenn sie die Aufsicht übernimmt? VERÓN:Ich war kein Fan davon, die europäische Bankenaufsicht in der EZB zu platzieren. Aber es ist trotzdem viel besser, als was wir zurzeit haben. Mittelfristig sehe ich die EZB als eine Art Brutkasten für Aufsichtsfunktionen, die wahrscheinlich in Zukunft unabhängiger von der Zentralbank gemacht werden müssen – genau wegen dieses Interessenkonfliktes. Aber erst einmal muss dieser europäische Aufseher gegründet werden. Deswegen sind die Vorschläge ein großer Schritt nach vorne.“  (Quelle:Taz)

Eine Aufsicht sollte beaufsichtigen und kontrollieren. Aber diese Bankenaufsicht kontrolliert ja nur die eigenen Interessen. Die Zusammensetzung der EZB gleicht der Summe der Vertreter von Großbanken, allen voran die mit den besten Beziehungen zu Goldman+Sachs. Stellen Sie sich vor, sie gehen als Kunde mit einer Klage zu einer Schiedsstelle des Handwerks. Sie sitzen ganz alleine gegenüber 99% Handwerksvertretern. Guten Tag und auf Wiedersehen.

Und auch die Financial Times erklärt, dass die Bestückung der EZB mit der Funktion Bankenaufsicht, den bestehenden EU-Verträgen widerspricht. Wie auch anders? Erst jüngst hat sich die EZB unter Mario Draghi (Ex Goldman-Sachs) zusammen mit seinen anderen Ex-Kollegen von Goldman+Sachs&Co selbst ermächtigt, direkt mit einzelnen EU-Ländern Finanzgeschäfte abzuwickeln.

Merkel freut sich, Schäuble freut sich. Warum?

Das erklärten die Gebrüder Rothschild, London, bereits am 28.Juni 1863 an US-Geschäftspartner:

„Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.“

Es ist genau so,
wenn der Bock zum Gärtner gemacht wird,
oder ein Pyromane zum Leiter der Feuerwehr.

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