Auf Wunder ist kein Verlass

EmailFacebookTwitterPrintFriendlyGoogle+LinkedInBlogger PostWordPressin weitere Soziale Netzwerke verteilen

Ein Leser meint, dass wir uns in Sicherheit wiegen, weil wir das Wahrscheinliche nicht wahr haben wollen. Doch was nutzt es zu Verdrängen und die Augen zu verschließen?  Ein Leserbrief von Leonhard.

„Systembruch? Unmöglich! „Es wird nicht passieren“ – so höre ich immer wieder von Menschen, die nicht wahr haben wollen, was auf uns zukommt. Es wird nicht passieren, weil die Mehrheit den Zusammenbruch nicht will. Die Mehrheit mochte noch niemals einen Zusammenbruch, und trotzdem besteht die Geschichte aus einer Kette von Zusammenbrüchen. Zusammenbrüche entstehen aus systemischen Katastrophen oder werden aus machtpolitischem Kalkül von einer Minderheit inszeniert. Ereignisse werden uns demnächst überrollen:

● Inflation ●

Sobald die Spritpreise an den Tankstellen, die Heizölpreise, Strom und Gas – sämtliche Energiekosten steigen, beginnt die Stunde der Inflation. Eingeläutet ist die Inflation bereits, Reuters berichtet über Steigerungen von ca. 10 %. Auch dies kommt nicht überraschend, nachdem der IWF schon vor weiteren Sparmaßnahmen gewarnt hatte: „EU gibt Sparkurs auf und erlaubt Spanien weitere Verschuldung“. Weimar wir kommen!

● Zinsen ●

Der Zinsanstieg verstärkt die Inflation, ausgelöst durch den Anstieg der Zinsen für Staatsanleihen. Damit platzt die Seifenblase der sogenannten Schuldenbremse. Crash der Staatsanleihen.

● Steuern ●

Um der Falle der Zahlungsunfähigkeit zu entkommen, werden alle direkten und indirekten Steuern erhöht. Das würgt die Wirtschaft energisch ab. Die Rezession verstärkt sich. Inflationsbereinigt sinken die Steuereinnahmen. Staatliche Leistungen werden eingeschränkt. Wasserversorgung,Stromversorgung, alle noch öffentlichen Dienstleistungen werden in Kürze privatisiert, um auf diese Weise noch Almosen in die öffentlichen Kassen zuspülen. Die Versorgung wird leiden, Gebühren werden steigen. Diese indirekte Steuererhöhung ergänzt die direkten Erhöhungen.

● Die Privatsphäre●

Infolge der Entwicklung am Arbeitsmarkt,der Einschnitte bei Renten und Sozialhilfe bei gleichzeitig steigender Inflation brechen Unruhen aus, die durch drastische Repressionsmaßnahmen unter Kontrolle gebracht werden soll. Dem nächst wird dem Auge der Regierung nichts mehr entgehen. Kein Bürger – ausgenommen vielleicht die Eliten – wird von dieser jederzeit verfügbaren Kontrolle verschont sein. Die Überwachung aller öffentlichen Räume wird flächendeckend sein. Telefon, Computer, Unterhaltungen werden total überwacht werden. Die persönliche Sicherheit der Menschen wird dadurch nicht gewährleistet. Siehe Projekt Indect: Die volle Kontrolle! Internet-Kontrolle wird gleichfalls ausgebaut: Beispiel „Clean IT“.

● Kriminalität●

Zunehmende Armut, steigende Jugendarbeitslosigkeit, Restriktionen bei den Sozialleistungen – das ist der Nährboden für wachsende Kriminalität. Gleichzeitig wird die Polizei verstärkt für die Sicherung von Ruhe und Ordnung gebraucht. Kriminelle haben weniger zu fürchten.

● Korruption ●

Da die Einkommen der Inflationsentwicklung weit hinterher hinken werden, wird von den Menschen jede Gelegenheit genutzt,die Lage zu verbessern. Skandale und Korruptionsfälle nehmen dramatisch zu. Das wiederum schürt die Staatsverdrossenheit der Bürger und reduziert die Hemmschwellen,abzustauben wo es nur geht. ●Internationale Konflikte● Getreu der Geschichte werden die Politiker nach äußeren Konflikten suchen, um von den Missständen im Land abzulenken. Ob es daraus zu kriegerischen Entwicklungen kommt, haben die Politiker letztlich nicht mehr in der Hand.

● Eurozone ●

Die Widersprüche in der Eurozone lassen sich nicht mehr übertünchen. Dem Finanztransfer zwischen Nord und Süd werden durch die Bevölkerungen Grenzen gesetzt. Der Euro bricht auseinander. Wer den Anstoß gibt und wie die Folgen aussehen werden, ist angesichts der engen Verflechtung der Finanzinstitutionen schwer abzusehen. Die Verwerfungen werden gewaltig sein. Nigel Farage: Meine größte Sorge „Neuer Nazionalsozialismus und neuer Hitler…“

● Währungsreform ●

Unabhängig davon, ob es im Vorfeld der eskalierenden Euro-Krise bereits Umstellungen auf nationale Währungen gegeben hat, wird mit dem endgültigen Kollaps des Euro und dem Zusammenbruch des Weltfinanzsystems die eigentliche Entschuldung stattfinden. Um die horrenden Staats- und Bankschulden zu beseitigen, müssen die Gläubiger bluten, d.h. die Ersparnisse der Bürger werden auf alle erdenkliche Art und Weise „wegrasiert“ (hair-cut).Der Umfang des Währungsschnitts ist nicht absehbar, wird aber sehr, sehr hoch sein. Mit der Währungsreform erfolgen zusätzlich Vermögensabgaben und  Zwangshypotheken.

Einiges von dem was hier nacheinander aufgezählt wird, kann durchaus zeitgleich erfolgen,anderes dicht aufeinander. Der eigentliche Tiefpunkt Erst nach der Währungsreform und den damit verbundenen monetären Zwangsmaßnahmen beginnt die tiefste Phase des wirtschaftlichen Abstiegs der Bevölkerung. Wie schnell sich die Menschen aus diesem Loch wiederaufrichten werden, bleibt abzuwarten. 

Kann ein Wunder das alles verhindern?

 

1 comment for “Auf Wunder ist kein Verlass

  1. cashca
    3. Februar 2013 at 15:07

    Dieser Leserbrief beschreibt die Realität.
    Mögen sie viele zur Kenntnis nehmen.
    Kann ein Wunder all das verhindern?
    Wunder soll es ja manchmal geben, doch wer soll das verbringen?
    Ohne ein Wunder wird es so kommen, wie oben beschrieben. Dann erst beginnt die eigentlich Armut und die Not.
    Deutschland triebt sich wieder mal selbstverschuldet in den Abgrund.
    Ausbaden muß es der Bürger, die verantworlichen Eliten und Politiker setzen sich ab, wenn es an der Zeit ist, sie sind gut gepolstert.

    .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.