Von Reformation und Revolution, vom Antichrist und von Bankstern

Die verkürzte Würdigung der Geschichte der Reformation, der Schilderung des Wirkens Luthers verweist vornehmlich auf die Teilung der Kirche in Katholizismus und Protestantismus. Doch es war weit mehr als der „inszenierte“ Anschlag der Thesen an der Kirche von Wittenberg. Die Enthüllungen Luthers versetzten die Menschen in die Lage, die Ausplünderung durch die Obrigkeit und den Papst, und ihre Armut und Elend zu hinterfragen. Das 16.Jahrhundert wurde zur Zeit des Aufstandes der Unterworfenen, die Bauernkriege flammten auf gegen Adel und Papsttum.

Was hat der Papst, der Antichrist mit den Falschmünzern und Bankstern gemein ?

Thomas Münzer in der Zeit der Bauernkriege

Luther geißelte den Papst als den Antichristen. Er demaskierte die geschürte Angst vor dem Fegefeuer und vor ewiger Verdammnis als Mittel, um das Volk gefügig zu machen. In diesen Jahren fuhren Paffen übers Land und verkauften einen Ablass. Ein Stück Papier, das von Sünde befreie und dessen Erlös in die Taschen der Kirchen-Clique und des Papstes landete.  „Warum baut der Papst, der heute reicher ist als der reichste Crassus, nicht wenigstens die eine Kirche St. Peter lieber von seinem eigenen Geld als dem der armen Gläubigen?“

Und Luther griff den Mißbrauch des naiven unschuldigen Glaubens der Menschen durch den Papst als ein Werk der Habgier und des Teufels an. Und schließlich in seinem Aufruf an die Christen, „daß sie ihrem Haupt Christus durch Strafen, Tod und Hölle nachzufolgen trachten und daß die lieber darauf trauen, durch viele Trübsale ins Himmelreich einzugehen, als sich in falscher geistlicher Sicherheit zu beruhigen“.

Wenn heute der Glaube an das Geld die Religion ersetzt, was dann ?

Nehmen wir heute einen Kredit auf, dann sind wir „Schuldner“, die anderen sind die „Gläubiger“. Und am bitteren Ende steht der  „Offenbarungseid“ als Offenbarung und der Erlös als Erlösung. Alles Begriffe aus der Religion, nicht wahr. Nur das Konstrukt der Macht hat sich gewandelt. Luthers Antichrist, der Papst hat seine Macht verloren, ebenso wie der Adel der Fürsten und Könige. An ihre Stelle ist der Finanzadel getreten, die internationale Finanzoligarchie, die mittels des Neuen Gottes „Geld“ und mittels des Glaubens der Menschen, dass Geld das unverrückbare Maß aller Dinge in der Welt sei. Das Fegefeuer und die Verdammnis von heute ist Armut und Ausgrenzung durch Alters- und Kindesarmut, berufliches Scheitern, Insolvenz und Pleite des Unternehmens.

Die Privatbanken und ihre Eigner, ihre Lakaien und Finanzpfaffen, denen durch ESM-Vertrag und EZB und durch eine elitäre Politikerkaste ähnlich wie zu Luthers Zeiten unser Geld, unsere Abgaben und Ablässe ihre modernen Gotteshäuser, die Hochhäuser und Wolkenkratzer erbauen läßt und ihren parasitären Luxus möglich macht.

Ihre Macht besteht darin, dass wir an ihr Prinzip des Geldes
und des Zinseszinses glauben.

Das was die aufständischen Bauern im 16. Jahrhundert nicht erreichten, führte immer wieder zu neuen Erhebungen der Menschen. Emanzipation des Menschen, die Befreiung von gedanklichen und weltlichen Fesseln steht weiter auf der Tagesordnung. Und so wie sich die Dinge entwickeln, werden die nächsten Monate und Jahre und letztendlich die 500 jährige Wiederkehr eine grundlegende Veränderung unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens bewirken. Damals war es die Schrift und die Übersetzung in die deutsche Sprache. Heute ist es auch mittels des Internet die freie Kommunikation der Menschen und die unabhängige Bewegung in tausenden von unabhängigen, Regierungs- und Parteifreien Initiativen, welche die Frage nach Macht und Freiheit neu stellt.

Eine von vielen Initiativen geschieht gerade mit der Petition
zur Reformierung des Bankwesens.

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 (1) Bauernkriege http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg
http://de.wikipedia.org/wiki/Bauernkrieg

 

 

 

 

 

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