Hedgefonds und Nebeneinkünfte, Bankster und Politiker

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In diesen Tagen regen sich allerlei „Öffentliche Personen“ über Korruption, Finanzskandale, persönliche Vorteilsannahmen im Amt, unlautere Nebeneinkünfte auf. So wie der „Pimp a Kanzlerkandidat“(1) Peer Steinbrück (SPD)  auch Herr Smith aus dem Bankster-System, der seinen Austritt aus Goldman-Sachs mit einem Artikel bei der NewYork Times und einem Büchlein krönt. Smith zeigt auf, wie die Methoden bei Banken wie Goldman Sachs mittlerweile darauf abzielen, die eigenen Kunden bis auf das Hemd auszuziehen. Er kritisiert hierbei wie mittels Hedgefonds und Derivaten (Spekulationsanlagen) übelste Kunden-Fleddereien vollzogen werden.

Allerdings verwirft Herr Smith, als Anhänger des Modern Financement und Investment nicht die Ursachen, sondern nur die Spitze des Eisberges. Hedgefonds, Derivatenhandel, all diese Geschäfte, die die Finanzwelt in die Lage versetzen, Wirtschaft und Gesellschaft nach ihren Finanzinteressen zu organisieren, stehen bei ihm außer Frage.

Hier endet nun mal die Einsicht der Finanzmanager. Schließlich leben sie von dem Prinzip: mit Geld mehr Geld machen. Und dies ist wohl das Wurzel allen Übels. Denn private  Notenbanken (FED in den USA) und private Banken profitieren von jedem Kredit des Staates, des einzelnen Menschen oder Unternehmens. Mit jedem Kredit erzeugen sie neues Geld, das sie in Wirklichkeit gar nicht haben (!!), verleihen dasselbe und erzielen dann auch mit dem Mittel des Zinses exponentielles Wachstum. Deshalb gibt es eben die Aufspaltung der Gesellschaft in Superreiche (1 Prozent der Gesellschaft)  und dem Rest. Deshalb umkreisen die Weltkugel zig Billionen Dollar, Euro, die aber mit harter Währung höchstens noch zu einem Zehntel wirklich gedeckt sind.

 

Diese Kritik der Bankster an den Zockern, findet seine Parallele in der Politik in einem Disput über Nebeneinkünfte von Politikern, was sie denn eigentlich zu offenbaren hätten. Wenn da ein Politiker, der eigentlich seine Tätigkeit als Dienst an der Gesellschaft sehen sollte, nicht mit den vereinbarten Einkünften als Abgeordneter zufrieden ist, sondern mittels seiner Funktion Nebeneinkünfte in Millionen erzielt, dann versteht er seinen Auftrag nicht mehr als  „res publica“ (Öffentliche Angelegenheit) , sondern als private Bereicherung.

Politiker kriegt ihr den Hals nicht voll? Euer Gehalt, Spesen und Diäten reichen vollkommen aus. Was soll ein Rentner oder Arbeitsloser mit unter 1000 € da sagen?  Wer also der „res publica“ wirklich dient, sollte dafür sorgen, dass solche privaten Nebeneinkünfte von Politikern, genauso wie bei Beamten und Beschäftigten des öffentlichen Dienstes behandelt werden.

Beschließt doch einmal ein Gesetz, wenn ihr wirklich für das Volk seid, dass eure Nebeneinkünfte automatisch in eine öffentliche Kasse abgeführt werden als Mittel für die Gesellschaft und Soziales. Und wenn ihr auf eure Nebeneinkünfte nicht verzichten wollt, dann quittiert euren Dienst.

Solche Politiker brauchen wir nicht!

(1) Zitat Oliver Welke http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/760014#/beitrag/video/1766560/heute-show-vom-02112012

(2) Bericht ARD http://www.tagesschau.de/wirtschaft/goldmansachs134.html

(3) Bericht New York Times http://www.nytimes.com/2012/03/14/opinion/why-i-am-leaving-goldman-sachs.html?ref=business

1 comment for “Hedgefonds und Nebeneinkünfte, Bankster und Politiker

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