Ein für alle Mal – ein Kommentar von Uri Avnery aus Israel

EmailFacebookTwitterPrintFriendlyGoogle+LinkedInBlogger PostWordPressin weitere Soziale Netzwerke verteilen

DAS MANTRA dieser Runde war Ein für alle Mal. „Wir müssen dem ein Ende setzen (den Raketen, der Hamas, den Palästinensern, den Arabern) ein für alle Mal!“ Dieser Schrei aus tiefstem Herzen  wurde Dutzende Male im Fernsehen von den geplagten Bewohnern aus Israels betroffenen Städten und Dörfern  des Südens gehört. Es hat den Slogan ersetzt, der Jahrzehnte lang herrschte: „Beng und Schluss!“ Beng ist ein mundartlicher Slangausdruck für einen harten Schlag. Er hat nichts bewirkt.

DER GROSSE Gewinner, der aus den Wolken auftaucht, ist die Hamas. Bis zu dieser Runde hatte die Hamas eine machtvolle Präsenz im Gazastreifen, aber praktisch keinen internationalen Rang. Das internationale Gesicht des palästinensischen Volkes war Mahmoud Abbas’ Palästinensische Nationalbehörde. Nun nicht mehr.

Die Operation Wolkensäule hat dem  Hamas-Ministaat im Gazastreifen weite internationale Anerkennung gegeben. (Wolkensäule ist der offizielle hebräische Name, auch wenn der Militärsprecher anordnete, dass der englische Name für den ausländischen Gebrauch „Säule der Verteidigung“ sein sollte). Staatshäupter und eine Schar anderer ausländischer Würdenträger machten ihre Pilgerreise in den Gazastreifen. Der erste war der mächtige und immens reiche Emir von Qatar, Besitzer von Aljazeera. Er war das erste Staatsoberhaupt, das jemals den Gazastreifen betrat. Dann kam der ägyptische Ministerpräsident, der tunesische Außenminister, der Generalsekretär der Arabischen Liga und die versammelten arabischen Außenminister ( außer dem aus Ramallah). Bei allen diplomatischen Beratungen wurde der Gazastreifen wie ein de-facto-Staat mit einer de facto-Regierung (Hamas) behandelt. Die israelischen Medien waren keine Ausnahme. Es war für die Israelis klar, dass jedes Abkommen mit der Hamas geführt werden muss, wenn es effektiv sein soll. Innerhalb des palästinensischen Volkes wuchs die Stellung der Hamas himmelhoch. Der winzige Gazastreifen stand allein gegen die mächtige israelische Kriegsmaschinerie auf, eine der größten und wirksamsten der Welt. Es hat sich nicht gebeugt. Das militärische Resultat wird bestenfalls unentschieden sein. Ein Unentschieden zwischen dem winzigen Gaza und dem mächtigen Israel bedeutet einen Sieg für Gaza.

WO bleibt  Mahmoud Abbas? tatsächlich nirgends. Wer erinnert sich noch an Ehud Baraks Erklärung mitten im Krieg: „ Wir werden nicht aufhören, bis Hamas auf die Knie fällt und um einen Waffenstillstand bettelt.“ Für einen einfachen Palästinenser – ob in Nablus, Gaza oder Beirut – ist der Unterschied eklatant. Die Hamas ist mutig, stolz, aufrecht, während die Fatah hilflos, gedemütigt  und verachtet ist. Stolz und Ehre spielen eine zentrale Rolle in der arabischen Kultur. Nach mehr als einem halben Jahrhundert Demütigung ist jeder Palästinenser, der gegen die Besatzung  aufsteht, ein Held der arabischen Massen innerhalb und außerhalb des Landes. Abbas wird nur mit der engen Kooperation seiner Sicherheitskräfte mit der gehassten israelischen Besatzungsarmee identifiziert. Und die wichtigste Tatsache: Abbas hat nichts vorzuzeigen.

Wenn Abbas wenigstens eine größere politische Errungenschaft  hätte vorzeigen können, könnte die Situation  anders sein. Die Palästinenser sind ein sensibles Volk, und wenn Abbas nur einen Schritt näher an einen palästinensischen Staat gekommen wäre, würden die meisten Palästinenser wahrscheinlich gesagt haben: „ Nun er mag nicht glamourös sein, aber er liefert die Ware.“ Aber das Gegenteil geschieht. Die gewalttätige Hamas  erringt Erfolge, der gewaltlose Abbas erreicht nichts. Wie ein Palästinenser zu mir  sagte: „Er (Abbas) hat euch (den Israelis) alles gegeben, Ruhe und Sicherheit, und was hat er dafür bekommen?  Ihr spuckt ihm ins Gesicht!“ Diese Runde wird nur eine Grundüberzeugung der Palästinenser stärken: „Die Israelis verstehen nur die Sprache der Gewalt.“ (Die Israelis sagen natürlich genau dasselbe über die Palästinenser.)

Falls die USA Abbas wenigstens erlauben würden, eine UN-Resolution zu bekommen, die Palästina als Nicht-Mitgliedstaat anerkennt, könnte er sich gegenüber der Hamas halten. Aber die israelische Regierung ist entschlossen, dies mit allen  erreichbaren Mitteln zu verhindern. Barack Obamas Entscheidung – selbst nach der Wiederwahl – die palästinensische Bemühung zu blockieren, ist eine direkte Unterstützung für die Hamas und ein Schlag ins Gesicht der „Moderaten“. Hillary Clintons flüchtiger Besuch in Ramallah in dieser Woche wurde in diesem Kontext gesehen. Von außen her gesehen, sieht dies wie reiner Wahnsinn aus. Warum werden die „Moderaten“, die bereit und in der Lage sind, Frieden zu schließen, unterminiert?  Warum wird den „Extremisten“, die gegen den Frieden sind, geholfen ? Die Antwort wird offen von Avigdor Lieberman, jetzt Netanjahus offizielle politische Nummer zwei, gegeben: er wünscht, Abbas zu zerstören, um die Westbank zu annektieren und den Weg für die Siedler freizumachen.

NACH DER Hamas ist Muhamad Morsi der große Gewinner. Dies ist eine fast unglaubliche Geschichte. Als Morsi zum Präsidenten Ägyptens gewählt wurde, wurde das offizielle Israel hysterisch. Wie schrecklich! Die islamistischen Extremisten haben das  wichtigste arabische Land übernommen! Unser Friedensvertrag mit unserm größten Nachbarn geht zum Teufel! Die Reaktionen der USA waren fast dieselben. Und jetzt – weniger als vier Monate später – hängen wir an jedem Wort, das Morsi äußert. Er ist der Man, der dem gegenseitigen Töten und Zerstören ein Ende gemacht hat! Er ist der große Friedensmacher! Er ist die einzige Person, die zwischen Israel und der Hamas vermitteln kann! Er muss das Abkommen über die Feuerpause garantieren! Kann dies sein? Kann dies derselbe Morsi sein? Die selbe Muslimbruderschaft?

Der 61 Jahre alte Morsi (sein voller Name  ist Muhamad Morsi Isa al-Ayyad. Isa ist die arabische Form für Jesus, der im Islam als Prophet angesehen wird) ist ein absoluter Neuling auf der politischen Weltbühne. Doch in diesem Augenblick verlassen sich die Führer der Welt auf ihn. Als ich den Arabischen Frühling  voll und ganz begrüßte, hatte ich an Menschen wie ihn gedacht. Jetzt loben fast alle israelischen Kommentatoren, Ex-Generäle und Politiker, die damals unheilvolle Warnungen von sich gaben, seinen Erfolg beim Erreichen des Waffenstillstandes.

WÄHREND DER Operation tat ich, was ich in solchen Situationen immer tue: ich wechselte ständig zwischen dem israelischen Fernsehsender und Aljazeera. Manchmal, wenn ich in Gedanken war, war ich für einen Augenblick unsicher, welchen Sender ich ansah. Weinende Frauen,  Verletzte werden weggetragen, Häuser in Trümmern, Kinderschuhe lagen herum, fliehende und bepackte Familien. Hier wie dort. Spiegelbilder. Obwohl natürlich die palästinensischen Todesfälle (163)  34mal höher als die der Israelis waren – zum Teil wegen des unglaublichen Erfolgs des Iron Dome, (der die Raketen im Anflug zerstörte) und der Schutzräume, während die Palästinenser praktisch hilf- und schutzlos waren. Am Donnerstag wurde ich zu einem Interview von  Israels Kanal 2 eingeladen, dem populärsten ( und patriotischsten) israelischen  Fernsehsender. Die Einladung wurde natürlich im letzten Augenblick widerrufen. Hätte ich dort reden können , hätte ich meinen Landsleuten eine einfache Frage gestellt: War es dies wert? All das Leiden, die Getöteten, die Verletzten, die Zerstörung, die Stunden und Tage des Terrors, die traumatisierten Kinder?

Und ich möchte hinzufügen: der ununterbrochene TV-Bericht rund um die Uhr mit einer Legion von Ex-Generälen, die auf dem Schirm erschienen und die Botschaft aus dem Büro des Ministerpräsidenten deklamierten. Und die blutrünstigen Drohungen von Politikern und anderen Trotteln, einschließlich des Sohnes von Ariel Sharon, der vorschlug, einen ganzen Stadtteil von Gazastadt oder besser noch den ganzen Streifen platt zu machen. Jetzt, wo dies alles vorbei ist, sind wir fast genau dort, wo wir vorher waren. Die Operation – in Israel gemeinhin als  die „neue Runde“  bezeichnet –  war tatsächlich  rund. Sie führte dorthin zurück, wo sie angefangen hat. Die Hamas wird fest die Kontrolle über den Gazastreifen haben, wenn nicht gar fester.  Die Bevölkerung des Gazastreifens wird Israel noch mehr als vorher hassen. Viele der Bewohner der Westbank, die während des Krieges zu Tausenden zu Demonstrationen für die Hamas herauskamen, werden bei den nächsten Wahlen noch mehr für die Hamas stimmen. Die israelischen Wähler werden in zwei Monaten die wählen, für die  sie auch vorher stimmen wollten. Jede der beiden Seiten feiert jetzt ihren Sieg. Man könnte eine Menge Geld sparen, wenn sie gemeinsam feiern würden.

WIE SEHEN die politischen Schlussfolgerungen aus? Die offensichtlichste ist: mit der Hamas reden. Direkt. Von Angesicht zu Angesicht. Yitzhak Rabin sagte einmal zu mir, wie er zu dem Schluss kam, dass er mit der PLO reden müsse: Nach Jahren der Zurückweisung, wurde ihm klar, dass sie die einzige Kraft war, die zählte. „Also war es lächerlich, mit ihnen über Vermittler zu reden.“ Dasselbe trifft jetzt auf die Hamas zu. Sie sind da. Sie werden nicht weggehen. Es ist für die israelischen Unterhändler lächerlich, in einem Raum des ägyptischen Geheimdienstes  in der Nähe Kairos zu sitzen, währen die Hamas-Unterhändler in einem anderen Raum nur wenige Meter entfernt sitzen, und die höflichen Ägypter gehen hin und her. Gleichzeitig  und parallel sollten ernsthafte Bemühungen in Richtung Frieden gestartet werden. Man sollte Abbas retten; vorläufig gibt es für ihn  keinen Ersatz. Gebt ihm einen unmittelbaren Sieg, um die Errungenschaften der Hamas auszubalancieren!  Stimmt für den palästinensischen  Antrag für Staatlichkeit in der UN-Vollversammlung! Bewegt euch mit dem ganzen palästinensischen Volk, einschließlich  Fatah und Hamas in Richtung Frieden – dann können wir wirklich  den endlosen Kriegen ein Ende setzen –

 Ein für alle Mal.

 Uri Avnery (Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser  autorisiert)

 

 

 

 

 

Uri Avnery  November 2012 

                                               Once And For All!

 

THE MANTRA of this round was Once And For All.  

We must put an end to this (the rockets, Hamas, the Palestinians, the Arabs?) Once and For All!” – this cry from the heart was heard dozens of times daily on TV from the harassed inhabitants of Israel’s battered towns and villages in the South.

It has displaced the slogan which dominated several decades: “Bang And Finish!”It did not quite work.

THE BIG winner emerging from the cloud is Hamas.

Until this round, Hamas had a powerful presence in the Gaza Strip, but practically no international standing. The international face of the Palestinian people was Mahmoud Abbas’ Palestinian National Authority.

No more.

Operation Pillar of Cloud has given the Hamas mini-state in Gaza wide international recognition. (Pillar of Cloud is the official Hebrew name, though the army spokesman decreed that the English name, for foreign consumption, should be Pillar of Defense.) Heads of state and droves of other foreign dignitaries made their pilgrimage to the Strip.

First was the powerful and immensely rich Emir of Qatar, owner of Aljazeera. He was the first head of state ever to enter the Gaza strip. Then came the Egyptian prime minister, the Tunisian foreign minister, the secretary of the Arab League and the collected Arab foreign ministers (except the one from Ramallah.)

In all diplomatic deliberations, Gaza was treated as a de facto state, with a de facto government (Hamas). The Israeli media were no exception. It was clear to Israelis that any deal, to be effective, must be concluded with Hamas.

Within the Palestinian people, the standing of Hamas shot sky-high. The Gaza Strip alone, smaller than an average American county, has stood up to the mighty Israeli war machine, one of the largest and most efficient in the world. It has not succumbed. The military outcome will be at best a draw.

A draw between tiny Gaza and the powerful Israel means a victory for Gaza.

Who remembers now Ehud Barak’s proud declaration in the middle of the war: “We shall not stop until Hamas gets on its knees and begs for a cease-fire!”

WHERE DOES that leave Mahmoud Abbas? Actually, nowhere.

For a simple Palestinian, whether in Nablus, Gaza or Beirut, the contrast is glaring. Hamas is courageous, proud, upright, while Fatah is helpless, submissive and despised. Pride and honor play a central role in Arab culture.

After more than half a century of humiliation, any Palestinian who stands up against the occupation is the hero of the Arab masses, in and outside the country. Abbas is identified only with the close cooperation of his security forces with the hated Israeli occupation army. And the most important fact: Abbas has nothing to show for it.

If Abbas could at least show a major political achievement for his pains, the situation might be different. The Palestinians are a sensible people, and if Abbas had come even one step closer to Palestinian statehood, most Palestinians would probably have said: he may not be glamorous, but he delivers the goods.

But the opposite is happening.  The violent Hamas is achieving results, the non-violent Abbas is not. As a Palestinian told me: “He (Abbas) has given them (the Israelis) everything, quiet and security, and what did [or “does”] he get in return? They spit in his face!”

This round will only reinforce a basic Palestinian conviction: “Israelis understand only the language of force!” (Israelis, of course, say exactly the same about the Palestinians.)

If at least the US had allowed Abbas to achieve a UN resolution recognizing Palestine as a non-member state, he might have held his own against Hamas. But the Israeli government is determined to prevent this by all available means. Barack Obama’s decision, even after re-election, to block the Palestinian effort is a direct support for Hamas and a slap in the face of the “moderates”. Hillary Clinton’s perfunctory visit to Ramallah this week was seen in this context.

Looked at from the outside, this looks like sheer lunacy. Why undermine the “moderates” who want and are able to make peace? Why elevate the “extremists”, who are opposed to peace?

The answer is openly expressed by Avigdor Lieberman, now Netanyahu’s official political No. 2: he wants to destroy Abbas in order to annex the West Bank and clear the way for the settlers. 

AFTER HAMAS, the big winner is Mohamed Morsi.

This is an almost incredible tale. When Morsi was elected as the president of Egypt, official Israel was in hysteria. How terrible! The Islamist extremists have taken over the most important Arab country! Our peace treaty with our largest neighbor is going down the drain!

US reactions were almost the same.

And now – less than four months later – we hang on every word Morsi utters. He is the man who has put an end to the mutual killing and destruction! He is the great peacemaker! He is the only person who can mediate between Israel and Hamas! He must guarantee the cease-fire agreement!

Can it be? Can this be the same Morsi? The same Muslim Brotherhood?

The 61 year old Morsi (the full name is Mohamed Morsi Isa al-Ayyad. Isa being the Arab form of Jesus, who is regarded in Islam as a prophet) is a complete novice on the world stage. Yet at this moment, all the world’s leaders rely on him.

When I wholeheartedly welcomed the Arab Spring, I had people like him in mind. Now almost all the Israeli commentators, ex-generals and politicians, who uttered dire warnings at the time, are lauding his success in achieving a cease-fire.

THROUGHOUT THE operation I did what I always do in such situations: I switched constantly between Israeli TV and Aljazeera. Sometimes, when my thoughts wander, I am unsure for a moment which of the two I am looking at.

Women weeping, wounded being carried away, homes in shambles, children’s shoes strewn around, families packing and fleeing. Here and there. Mirror images. Though, of course, Palestinian casualties were 30  times higher than the Israeli ones – partly because of the incredible success of the Iron Dome interception missiles and home shelters, while the Palestinians were practically defenseless.

On Wednesday I was invited to air my views on Israel’s Channel 2, the most popular (and patriotic) Israeli outlet. The invitation was of course withdrawn at the last moment. Had I been on air, I would have posed to my compatriots one simple question:

Was It Worthwhile?

All the suffering, the killed, the injured, the destruction, the hours and days of terror, the children in trauma?

And, I might add, the endless TV coverage around the clock, with legions of ex-generals appearing on the screen and declaiming the message sheet of the prime minister’s office. And the blood-curdling threats of politicians and other nincompoops, including the son of Ariel Sharon, who proposed flattening neighborhoods in Gaza City, or even better, the whole Strip.

Now that it is over, we are almost exactly where we were before. The operation, commonly referred to in Israel as “another round”, was indeed round – leading nowhere than to where it started.

Hamas will be firmly in control of the Gaza Strip, if not more firmly. The Gazans will hate Israel even more than before. Many of the inhabitants of the West Bank, who throughout the war came out in their thousands in demonstrations for Hamas, will vote in even greater numbers for Hamas in the next elections. Israeli voters will vote in two months as they intended to vote anyhow, before the whole thing started.

Each of the two sides is now celebrating its great victory. If they organized just one joint celebration, a lot of money could be saved.

WHAT ARE the political conclusions?

The most obvious one is: talk with Hamas. Directly. Face to face.

Yitzhak Rabin once told me how he came to the conclusion that he must talk with the PLO: after years of opposing  it, he realized that they were the only force that counted. “So it was ridiculous to talk with them through intermediaries.” 

The same is now true for Hamas. They are there. They will not go away. It is ridiculous for the Israeli negotiators to sit in one room at the Egyptian intelligence service HQ near Cairo, while the Hamas negotiators sit in another room, just a few meters away, with the courteous Egyptians going to and fro.

Concurrently, activate the effort towards peace. Seriously.

Save Abbas. As of now, he has no replacement. Give him an immediate victory to balance the Hamas achievements. Vote for the Palestinian application for statehood in the UN General Assembly.

Move towards peace with the entire Palestinian people, including Fatah and Hamas – so we can really put an end to the violence,

ONCE AND FOR ALL! 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.