Wenn Nebeneinkünfte zu Haupteinkünften werden – die Ethik der Berufspolitiker

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Michel in sichtlich erregtem Zustand

Michel ist wieder mal am Telefon. An seiner Stimme erahne ich schon seine Zornesröte über das „Lügenpack“, wie er die Klasse der Berufspolitiker so gerne nennt:

„Die frohlocken mal wieder in Berlin über ihre weisse Weste. Selbstbeweihräucherung nenn ich das. Was soll das Geschwätz, jeder weiss doch dass tausende von Lobbyisten denen die Bude einrennen. Mir geht es nicht alleine darum, dass sie verheimlichen. Mir stinkt, dass sie überhaupt zu ihrem Grundeinkommen oben drauf noch Nachschlag wollen.

Was soll das: Nebeneinkünfte in einem politischen Amt, das unbestechlich das Wohl der Gemeinschaft und Gesellschaft im Auge haben will? Nebeneinkünfte, die um das zig-fache das vereinbarte Gehalt von 7.000 bis 10.000 € übersteigen?
Was nutzt einem betrogenen Volk die Forderung des Nachweises auf Heller und Pfennig? Mir reicht kein Nachweis, ich will etwas von Verzicht hören.
Wenn Rentner etwa 1000.-€  und Arbeitslose etwa 500€.- kriegen, was braucht dann ein Berufspolitiker mehr als 10.000€, um sich seiner überzeugten Leidenschaft zu widmen. So selbstlos präsentieren die sich doch immer …. „

Peng. Hörer aufgelegt. Na eher draufgeknallt, Michel halt.

Aber an dem was Michel so von sich gibt, ist vielleicht schon was dran. Warum eigentlich wollen Berufspolitiker, die vorgeblich das Wohl und Wehe der gesamten Gesellschaft und der menschlichen Gemeinschaft im Auge haben und eben nicht den persönlichen materiellen Vorteil in der Politik suchen, Nebeneinkünfte in solch irren Größenordnungen überhaupt hinzuverdienen.

Die ganzen Einkünfte, die sie mit Vorträgen erzielen und ihre sonstigen Gagen, die sie für ihre Auftritte erhalten, sollten sie eigentlich in einen großen Topf abführen (müssen). Für das Gemeinwohl, in eine soziale Kasse der solidarischen Gemeinschaft. Das stünde einem demokratischen Politiker besser zu Gesicht.  

1 comment for “Wenn Nebeneinkünfte zu Haupteinkünften werden – die Ethik der Berufspolitiker

  1. eve
    7. November 2012 at 11:19

    Einkommen zählt eben schon immer etwas anders bei der „gehobenen Klasse von Mensch“. Bezahlt dafür, dem Volk zu dienen, fühlt sich dort oben niemand oder selten jemand! Schade, dass Politik immer mehr in den Verruf kommt. Versprechen werden nicht eingehalten, es lebe die Industrie, die die heimliche Regierung ist!
    Wo bleibt die Ethik und die Moral??!

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