Tag der Einheit der Gegensätze

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Seehofer, Merkel rufen: Es lebe die Einheit Deutschlands.

OCCUPY meint zur Einheit:  99% der Bevölkerung stehen den 1% der Superreichen gegenüber.

Michael Moore sagt: 400 US-Amerikaner verfügen über 60% des gesamten US-Vermögens.

Amtliche Zahlen der Bundesregierung besagen:  10% der Gesellschaft, Wohlhabende und sehr gut Verdienende besitzen laut amtlicher Zahlen der Bundesregierung mehr als 53 Prozent des Nettogesamtvermögens.

Schon Heraklit philosophierte über die Einheit der Gegensätze. Eine unendliche Geschichte, der Antrieb jeder Entwicklung. Bild:Wikipedia

Laotse sagte einmal:

„Dem, [dessen Macht] geschmälert werden soll,
muß man zuvor gestatten, sich auszudehnen.
Wer geschwächt werden soll,
muß vorerst gestärkt werden.
Wer erniedrigt werden soll,
muß vorerst zur Macht erhöht werden.
Wem genommen werden soll,
muß vorerst gegeben werden.
Das heißt – das geheime Licht.“

Außer Laotse machten sich Hegel, Marx und viele andere Philosophen Gedanken über die Einheit der Gegensätze, die sich scheinbar ausschließen, aber doch gegenseitig bedingen. Subjektiv vom Standpunkt der Armen ist die Existenz des Finanzadels ungerecht. Vom Standpunkt des Finanzadels gesehen aber gerecht und nützlich.

Dieser Umstand legt den Gedanken nahe: Jeder Zustand beinhaltet auch den Drang zur Veränderung. In einer Gesellschaft, die sich auf den Gegensatz von 1% zu 99% gründet, entsteht so die Voraussetzung, dass nach Lösung dieses Gegensatzes in Zukunft nicht 99 % gegen 1% stehen werden, sondern dass eine neue Qualität des Zusammenlebens entstehen wird. Durch Beseitigung des Überlebten, Untragbaren. Und es besagt auch, dass sich die Sichtweise auf die Dinge und das Verhalten der Menschen untereinander und zu sich selbst einer Veränderung unterworfen ist.

Weiterführende Literatur in Wikipedia bei der Suche nach der Einheit der Gegensätze.

 

 

1 comment for “Tag der Einheit der Gegensätze

  1. 24. November 2014 at 01:37

    Meinung zum 25. Jahrestag des sogenannten „Mauerfalls“
    Dem Jubelgeschrei der deutschen Presse, des Rundfunks und Fernsehens zum „Mauerfall“ vor 25 Jahren stimmen gut und gerne die Hälfte der Bevölkerung in Ost und West nicht zu !
    Das belegen nicht zuletzt die jungsten Landtagswahlen, denen jeder 2. Bürger in Deutschland fern blieb.
    Auf jeden Fall kann man mit Fug und Recht sagen, dass die meisten ehemaligen DDR-Bürger weder die nunmehr von regierungsamtlicher Seite verordnete Bezeichnung“Unrechtsstaat DDR“ mittragen, noch die Ergebnisse dieser “Einheit“ gutheißen !
    Hat doch die „Einheit:
    1. den Arbeitern hierzulande Arbeitslosigkeit und Erniedrigung gebracht;
    2. den Frauen ungleiche Behandlung und ungleiche Bezahlung im Beruf ( sie bekommen ca. 25-30 % weniger Geld als die Männer ), von einer Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper ganz zu schweigen;
    3. den Jugendlichen nach einem Schul-bzw. Universitätsabschluss kaum Aussicht auf einen sicheren Job. Im Gegenteil ! Viele Jugendliche arbeiten in manchen Branchen umsonst, mit einer vom Arbeitgeber versprochenen festen Anstellung bei Zufriedenheit, oder sie wandern in den „goldenen Westen“ aus, in dem nicht flächendeckend wie bei uns auf dem Territorium der DDR, ganze Industriezweige „platt gemacht“ wurden;
    4. den Rentnern der DDR nach 25 Jahren „Einheit“ immer noch niedrigere Renten im Vergleich zu „ihren Brüdern und Schwestern“ im Westteil des Landes gebracht;
    Die Würdenträger der DDR, wie der ehemalige Armeegeneral Keßler, Botschafter Dr. Seidel u.a. aber bekommen nur 1/10 bis zu 1/15 der gezahlten Renten für vergleichbare Berufe im Westen. Damit soll den Menschen in ganz Deutschland gedroht werden:“ Nie wieder sollt ihr einen sozialistischen Versuch wagen !“
    Diesen Unkenrufen zum Trotz aber sagen wir: Dem Sozialismus gehört die Zukunft !!
    Es gab im Sozialismus keine Kriege weltweit, die nur dem kapitalistischen System wesenseigen sind !
    Es gab keinen großen Unterschied in der Bezahlung zwischen den Regierenden und dem Volk!
    Und was die von einigen Apologeten des Kapitals immer wieder herangezogene, nämlich die Äußerung Lenins zur Arbeitsproduktivität als Maßstab für die bessere Gesellschaftsordnung anbelangt: Ist eine Null-Bezahlung für eine spätere In-Aussichtstellung eines Arbeitsplatzes etwa nachahmenswerte Arbeitsproduktivität, oder nur ein Rückwärtsgang HINTER die Sklavenhalterordnung, die ihren Sklaven damals wenigstens noch Essen und Trinken zugebilligt hat ?!!!
    Ein weiter so, geht nicht, sondern nur ein Kampf gegen die Missstände in diesem Lande und wie ein Lied aus der DDR aussagt:“Arbeit Brot und Völkerfrieden, das ist uns’re Welt !“
    Brigitte Queck
    http://www.muetter-gegen-den-krieg-berlin.de

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