Banken, Banker, Bankster, brauchen wir einen Aufstand der Rentner ?

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bankia Foto von Luis García (Zaqarbal) wikipedia

Ganz unverhohlen betreibt die europäische und Bundespolitik unter dem Titel „Beruhigung der Finanzmärkte“ sogenannte Sparprogramme für die Bevölkerungen, um die entstehenden „Erlöse“ in in den Topf der EU-Schuldenpolitik von ESM und EZB zu überführen.

Doch diese Gelder werden nicht in die Sanierung der Volkswirtschaften investiert, sondern als „Sanierung“ der nationalen Großbanken (siehe Bankia, die „schiefen Türme“ von Spanien) und in die Entschuldung der Staatshaushalte gesteckt, damit diese Staaten wiederum ihre Schulden an die privaten nationalen und internationalen Banken zurückzahlen.

Unterm Strich bedeutet dies, dass Politik und Finanzwelt direkt zusammen arbeiten.

Die „öffentlichen Kassen“, die Gemeindehaushalte bluten aus und die sozialen Einrichtungen und Standards werden dramatisch gekürzt. Über Jahrzehnte hinweg hat sich die Finanzwirtschaft von einem „Motor der Wirtschaft“ zu der zentralen Schaltstelle der Ökonomie entwickelt. Die Politik von Schröder und Eichel ermöglichte eine weitere „Liberalisierung der Finanzmärkte“ und zugleich eine drastische Senkung der sozialen Leistungen unseres Staates. (1) Derzeit versucht sich die Politik Merkel nach dem ersten „Schröder-Sparprogramm“ für Arbeitslose nun an der nächsten Gruppe, den Rentnern.

Der ARTE-Film „Banken, Banker, Bankster“ zeigt, wie die internationale Finanzwelt zusammen mit der Politik unsere Gesellschaften für den Reibach der Superreichen umgestaltet und wie sie Wohlstand in Krise und Krieg umwandeln.

(1) Hans Eichel und seine SPD-Grünen  http://bundes.blog.de/2012/05/15/suenden-spd-gruenen-deregulierung-finanzmaerkte-13685227/

Hier der Kommentar zum ARTE Film  –  Samstag, 20. Oktober 2012 um 10.45 Uhr
(Quelle:
http://www.arte.tv/de/programm/244,broadcastingNum=1382564,day=1,week=43,year=2012.html 

Als Anfang der 80er Jahre konservative Politiker in Großbritannien und den USA die Regierung übernehmen, ändert sich auch das Gesicht des Kapitalismus. Zunehmende Deregulierung lässt Großbanken und Finanzinstitute immer mächtiger werden. Das freie Spiel der Kräfte drängt den sozialen Aspekt der Marktwirtschaft ins Abseits. Es entsteht ein Spekulationskapitalismus, dessen Akteure auch vor sehr riskanten Geschäften nicht zurückschrecken. Die Gefahr einer Finanzblase steigt. 2007 platzen zunächst zahlreiche Immobilienkredite. Die Folge ist eine weltweite Finanzkrise. Der Themenabend zeichnet die dramatischen Ereignisse in einem zweiteiligen Dokumentarfilm nach.

Mit der Regierungsübernahme Margaret Thatchers in Großbritannien 1979 und Ronald Reagans in den USA 1981 beginnt eine „neoliberale Revolution“, den Kapitalismus zu verändern. Die Politik verzichtet zunehmend auf ihren regulierenden Einfluss zugunsten eines freien Spiels der wirtschaftlichen Kräfte. Damit verliert der Kapitalismus immer mehr seine sozialen Aspekte. Deregulierung lässt die Banken immer mächtiger werden, und aus dem Investitionskapitalismus wird ein hemmungsloser Spekulationskapitalismus. Überall werden neue Finanzinstrumente erfunden, deren Nutzen mehr als fragwürdig ist. Risiken werden kleingeredet, um die Bevölkerung zu beruhigen. Grenzenlose Verschuldung privater wie öffentlicher Haushalte wird zum Regelfall. Geschäftsbanken, Hedgefonds und Versicherungen gehen ungeahnte Risiken ein. Geld bewegt sich immer schneller rund um die Welt. Ob Rohstoffe, Immobilien oder undurchschaubar gewordene Finanzinstrumente — die Spekulanten machen vor nichts halt, sofern Profit angesagt ist. Nichts kann sie aufhalten. Und dann platzen im Jahr 2007 zunächst in den USA die Immobilienkredite und eine weltweite Finanzkrise setzt ein, die bis heute nicht ausgestanden ist. Mit einem zweiteiligen Dokumentarfilm von Jean-Michel Meurice und Fabrizio Calvi zeichnet der Themenabend die dramatische Entwicklung der letzten Jahrzehnte nach.

Vorankündigung eines weiteren Arte Film und Artikels von TV-ORANGE:
„Der Tanz der Geier“ ARTE: Samstag, 20. Oktober 2012 um 11.55 Uhr

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