Empört euch, entfesselt euch, leistet Widerstand !

10% der Gesellschaft, Wohlhabende und sehr gut Verdienende besitzen laut amtlicher Zahlen der Bundesregierung mehr als 53 Prozent des Nettogesamtvermögens. 2008 waren es noch 45%.  Die untere Hälfte der Haushalte verfüge über nur gut ein Prozent des gesamten Nettovermögens!

Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer in der Bundesrepublik Deutschland.

Dies ist die Bilanz von rot-grüner und schwarz-gelber Regierung. Diese Bilanz dürfte jedem im Lande klar machen: Verdrängen, Ducken, dass es einen nicht trifft, Malochen mit 2. und 3. Nebenjob – das alles hilft nicht, um die Bundespolitik der Verarmung und Enteignung der Bevölkerung zu verhindern.

Vor einem Jahr entstand die OCCUPY-Bewegung aus der Erkenntnis, dass die „Schwarzgelackten“ der Wallstreet die Bankster, Finanzspekulanten und Global Player hinter dieser Strategie stecken.

In Griechenland, Portugal und Spanien protestieren Hunderttausende. Nachrichten, die hierzulande medial verdrängt werden durch Unterhaltungsshows, sucht den Superstar, wer wird Millionär, Verblödungstalkshows am laufenden Band, dass der Bauer seine Frau sucht und die Frauen getauscht werden. Alles inszenierte Filmchen, die die Masse der Bevölkerung vor der Realität täuschen sollen. Nicht umsonst erscheinen jeden Abend vor der Tagesschau die Börsennachrichten. Zwar hat kaum einer Aktien, aber suggeriert wird der Allgemeinheit, dass Aller Wohlergehen von den Kursen dieser Wechsel- und Spekulantenbude abhinge.

Widerstand ist gefordert, eine Streitbarkeit des „deutschen Michel“, der sich nicht weiter für dumm verkaufen lässt, der die Dinge bereit ist zu erkennen und nicht immer weiter zu verdrängen.

Frau van der Leyen meint, mehr Bildung und bessere Ausbildung helfe da. Aber was besagen diese hohlen Sprüche, bleibt doch die Politik der „oberen Zehntausend“ die gleiche. Europaweit und in Deutschland wird eine Politik betrieben, die das Einkommen der Erwerbstätigen zur Sanierung privater (!)  Banken mißbraucht. Sanierung ist hierbei nur ein anderer Begriff für Rekordgewinne der Finanzoligarchie. Egal wie die Bevölkerung unter der Krise blutet, die Politik sorgt dafür, dass der Gewinn an die Reichen und Superreichen geht.

Wie lange zieht noch das Mittel des Nachbarneids, des durch Karriere und durch Einkommen „besser“ zu sein, ein größeres und neueres Auto zu fahren als die anderen, der Scham nicht zusagen, dass man ruiniert oder entlassen ist und von Hartz4 lebt, oder dass das eigene kleine Unternehmen bankrott ist?

Wann wird erkannt, dass Schicki-Micki aus ist?
Dass es den anderen nicht besser geht als einem selbst.
Dass man nur zusammen die Dinge verändern kann?

Mit einem Wort: die Veränderung beginnt im Kopf!

Nur wer bereit ist, zu sich und den anderen ehrlich zu sein, und nichts mehr von Vorspiegelung falscher Tatsachen hält, kann sich von der lähmenden Fessel der „verordneten Ruhe und Gefügigkeit“, vom Selbstbetrug befreien. Deshalb steht nach der Empörung über die Zustände der nächste Schritt an:

Entfesselt euch!

Macht euch frei von gegenseitiger oberflächlicher Konkurrenz. Lasst euch nicht durch Scham, Nachrede, Geschwätz und Selbstzensur vom eigenen Denken abhalten. Seht die Dinge wie sie sind. Ja es ist schon eine Mentalitätsfrage, wenn die Menschen des Südens viel offener, direkter und auch spontaner auf Ungerechtigkeit reagieren. Während der „Deutsche“ zuerst denkt, hoffentlich geht mir dann nichts verloren. Aber anstatt irgendwann in blindem schwülstigen Gefühl „wir sind wer“ einem Führer und einer solchen Leitkultur zu folgen, genügt ein bisschen Verstand, genügt ein bisschen Besinnung, um zu erkennen, dass wir gerade durch dieses „Stillhalten“ schon jahrelang dabei sind etwas zu verlieren und schon verloren haben!

Und dieser Verlust ist nicht nur das Nettoeinkommen, sondern auch das Bewusstsein, dass der Mensch das wichtigste in der Gesellschaft ist und nicht der schnöde Mammon. Nicht das Schicki-Micki, und „besser sein“.

Wir sollten nicht „IN-sein“ sondern wir sollten in uns ruhen!

Und in dieser Ruhe liegt die Kraft

KenFM, ein befreundeter Fernsehkanal protestiert auch gegen diese Zustände und sagt: Werdet militant! „…Unter militant verstehen auch wir den maximalen passiven Widerstand gegen diese menschenverachtende Politik….“

KenFM auf Youtube: „Der aktuelle Bericht der Bundesregierung über Armut und Reichtum in diesem Land ist erschreckend, auch oder gerade weil das, was er offenbart, ein alter Hut ist. Die Reichen werden reicher, die Armen werden zahlreicher. Die Öffnung der Schere zwischen Superreich und Bitterarm hat eine neue Dimension angenommen. Auch in Deutschland ist es nur eine Frage der Zeit, wann diese ungerechten Vermögensverhältnisse den sozialen Frieden in diesem Land zerstören werden. Da die zuständigen Politiker dem Treiben entweder untätig zusehen oder selbst Mittäterschaft begehen, muss sich der mündige Bürger die Frage stellen, auf was er noch wartet. „Werdet militant!“, war die Kernbotschaft Stéphane Hessels in seinen Büchern „Empört euch!“ und „Engagiert euch!“.

Unter militant verstehen auch wir den maximalen passiven Widerstand gegen diese menschenverachtende Politik. Dieses Land lässt sich wohl nur mit einem umfassenden Boykott derer, die der Umverteilung tatenlos zusehen, oder ihr Vorschub leisten, verändern. Wer den sozialen Frieden in Deutschland dauerhaft gesichert sehen will, kommt um einen Generalstreik nicht herum. Der Worte sind genug gewechselt – nun lasset Taten folgen!“

http://www.kenfm.de
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3 comments for “Empört euch, entfesselt euch, leistet Widerstand !

  1. 8. Februar 2013 at 21:29

    Das Bürgergeld ist durchkalkuliert und möglich! Wann werden die Menschen endlich verstehen, welche Möglichkeiten darin stecken und die Politiker davon überzeugen können!!!!

  2. 8. Februar 2013 at 21:22

    !!!

  3. 17. November 2012 at 23:23

    Werdet nicht militant = gewaltvoll, sondern werdet RADIKAL !
    (lat.: radix ‚Wurzel‘, ‚Ursprung‘) sucht die Wurzel, die Ursachen des Übels; denkt selbst nach und handelt dann entsprechend…zusammen mit andern… Es gibt nachhaltige Alternativen. Lebt sie…im hier und j e t z t

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