Mario Draghis Auftakt zu Europas vorletztem Akt

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Die EZB hat sich nun selbst das politische und wirtschaftliche Recht gegeben, verschuldete europäische Staaten unter festgelegten Auflagen zu stützen. Gegen alle gesetzlichen Vorgaben der EU. Mario Draghi hat es geschafft. Hört sich erst einmal schön an: Es werde den „Schuldenstaaten“ geholfen! Doch was steckt dahinter?

Tiziano Vecellio ( aus Wikipedia) Der Raub der EUROPA

Draghi, Monti, Prodi und andere Mitglieder der EZB kommen aus der Banker-Schule Goldmann&Sachs. „Goldmann und Sachs“ war als führende Bank daran beteiligt, die Bilanzen Griechenlands zur Zeit seiner EU-Aufnahme durch Schummelei im großen Stil schön zu färben.

Eine maroder Staatshaushalt wurde schön bilanziert. Das Erwachen der EU-Minister kam danach. Marodes für gut zu verkaufen, darauf versteht sich diese Bank. Es ist eine Taktik in ihrer Marktstrategie.  So verkaufte Goldmann Sachs auch „hochriskante“, zum Scheitern verurteilte Papiere selbst an ihren eigenen Anleger, um nach dem Zerfall dieser wertlosen Anlagen deren investiertes Geld abzukassieren. (Siehe arte-Film) (1)

Im großen Stil wird diese Bankster-Methode nun auf staatlicher und sogar EU-Ebene angewandt. Unter dem Motto „die Finanzmärkte positiv stimmen“ , die Banken dieser Länder vor dem Crash zu bewahren, wurden und werden hunderte Milliarden Euro der europäischen Bürger mittels Entschuldung der „Schuldenstaaten“ in die Taschen der leihenden Banken zurückgepumpt. Eine riesige Enteignung der arbeitenden Bevölkerung und des Mittelstandes Europas. Umverteilung der Staatshaushalte an Superbanken mit der EZB als Schaltstelle.

Nun klatschen die EZB-Vertreter dieser „Schuldenstaaten“ erfreut in die Hände, denn Draghi hat ihnen ein finanzielles Leckerli versprochen. Staatsanleihen dieser Saaten durch die EZB, was sie rechtlich gar nicht dürfte. Aber wen stören schon diese Rechtsverstösse, wer hat die politische Macht und ein Interesse dagegen aufzustehen? Merkel und Schäuble gegen Goldmann und Sachs? Ein Schalk, wer dies erhofft.

Diesen Schachzug Draghis möchte ich als vorletzten Akt des Schauspiels „Europa“ bezeichnen. Und er ist ja nicht alleine in der EZB, fast alles Liierte der Hochfinanz,  Monti, Prodi,… „Ehemalige“ von Goldmann und Sachs. Hauptakteure, Schauspieler und Komparsen so kann man die Rollen verteilen. Merkel und Schäuble dürften mittlerweile mit ihrer EZB-Kritik mehr als Komparsen gelten. Gute Miene zum bösen Spiel. Auch Hollande als Euro-solidarischer Heilsbote dürfte nicht über die Rolle des Schauspielers hinaus kommen.

Monti, Prodi, Draghi fällt zweifellos die Hauptrolle zu.  Und die, denen Draghi Vorteil verspricht, sind die nächsten Opfer. Denn er wird diese Auflagen der EZB an die „Schuldenstaaten“ so rigoros durchziehen, dass ihnen Hören und Sehen und der Anspruch auf ihr eigenes Land bald vergehen wird. Im Auftrag der Superbanken und seiner Finanzwelt wird er Privatisierungen und finanzielle Verstrickung soweit treiben, dass den Griechen nur noch der abgebröckelte Sand der Akropolis bleibt. Die Finanzwelt wird sich Griechenland, seine Unternehmen und Infrastruktur wie ein wertloses Papier einverleiben. Indirekt durch ein riesiges Spinnennetz von Eignern und Finanziers.  Dann haben die griechischen und später portugiesischen, italienischen Beifallklatscher, die jetzt noch Draghi huldigen, ausgespielt. Game over.

Und dieses ist der erste Streich Draghis und der zweite folgt sogleich.

Man spricht ja schon von Inflation, und es liegt auch so klar auf der Hand, dass durch massenhaftes Gelddrucken nichts anderes entstehen kann als eine Entwertung des Euro. Da braucht der „deutsche Michel“ keinen Wirtschaftsspezialisten zu fragen, das dürfte jedem sein eigener Verstand sagen.

Inflation ja und? Nun die Strategie ist klar. Die EZB hat sich nun die Oberhoheit über den Euro verschafft und ebenso den direkten wirtschaftlichen Eingriff durch die „Entschuldungen“ und Verpflichtungen – nennen wir sie mal Pfandregelungen – gegenüber den Schuldenstaaten. Und jeder Staat, auch die BRD ist diesen Regeln unterworfen. Da kann Merkel noch so ein saures Gesicht machen oder Schäuble noch so aufgeregt auf seinem Stuhl rumrutschen. Diese Politiker sind der Finanzoligarchie so gefällig, mittels Zustimmung zu ESM und Fiskalpakt auch noch gesetzlich die einzelstaatliche Souveränität über den eigenen Haushalt aufzugeben und zusätzlich „Finanz-Gouverneure“ auf EU-Ebene einzusetzen, die weder von den Bürgern gewählt noch irgendwie kontrolliert werden können. Deutschland sitzt genauso wie Frankreich, Finnland, Niederlande und andere „Geberländer“ in der Falle. In der Falle der EZB und eines Finanzgouvernements.

Denn…

… das immer neu gedruckte Geld der EZB für die „Schuldenstaaten“ fließt unversehens in die Taschen ihrer Geldleiher, eben die Superbanken, an ihrer Spitze Goldmann und Sachs. Die EZB darf dann gemäß ESM und Fiskalpakt in jeden Haushalt einzelner EU-Länder eingreifen und Geld abziehen, natürlich auch dem deutschen – wir sind da auch nichts Besonderes. Und der Moloch des Schuldenausgleiches der Schuldnerstaaten macht die „Geberländer“ zu Geldscheißenden Eseln – wie im Märchen. Gleichzeitig erwirbt Goldmann und Sachs mit seinen ganzen liierten Finanzfreunden die Schlüsselstellungen der Wirtschaften der „Schuldenstaaten“ und kann den Geldhahn nach eigenem Ermessen aufdrehen, die „Geberländer“ zahlen es. Das sind WIR !

Der Übergang zum letzten Akt

Und im Übergang des vorletzten zum letzten Akt Europas dürfte unter anderem das Mittel der Inflation den Euro so stark treffen, dass nicht nur die US-Dollar als Weltleitwährung von Rockefeller und Goldmann-Sachs siegt, sondern der Ramsch-Euro zum Startsignal des Komplettausverkaufes europäischer Wirtschaften führen wird. Wer wird kaufen? Goldmann und Sachs und die mit ihre liierte Finanzwelt – wer sonst?

Der Fall Dominique Strauss-Kahn

Dominique Strauss-Kahn war dabei im IWF die führende Rolle des US-Dollar in Frage zu stellen. So nimmt es nicht Wunder, dass der „in New York wegen angeblich versuchter Vergewaltigung eines Zimmermädchens verhaftete, ehemalige Direktor des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, galt als Gegner einer Beibehaltung des US-Dollars als internationale Leitwährung.  (2)

Es gibt keinen Mittelweg in der Finanz- und Eurokrise,…

FaceBook Gruppe Volksabstimmung – für Banken, die den Menschen dienen

…der die Dinge retten und so erhalten könnte, wie sie waren. Der Finanzmoloch ist beim grossen Fressen. Es gibt nur einen Ausweg und dies ist ein politischer. Europas Bürger müssen sich gemeinsam gegen die MAFIA der Finanzwelt zusammentun. Sie dürfen sich nicht gegenseitig ausspielen und aufeinander hetzen lassen. Divide et impera, teile und herrsche ist schon immer der Leitspruch der Herrschenden.

Es gibt nur einen Weg, den der demokratischen Erneuerung Europas durch seine Bürger selbst. Die Superbanken, die sowohl das menschliche Zusammenleben, Volkswirtschaften, ganze Staaten und auch Natur- und Lebensbedingungen durch ihre Spekulation und Geldfeilscherei an den Rand des Abgrundes treiben, müssen beseitigt werden und zu Genossenschaftsbanken unter Kontrolle und Teilhabe der Bürger umgewandelt werden. In diesem Zusammenhang sei auf die Initiative hingewiesen: „Volksabstimmung – Für Banken, die den Menschen dienen!“

Bilderberger,  G30 und viele andere Begegnungsstätten der Hochfinanz

die G30 – Näheres auf Wikipedia – siehe Ende des Artikels

Draghi ist Mitglied in der Group of Thirty (G30) (3) , einer privaten Lobbyorganisation der Großbanken. Aus diesem Grund wird ihm ein Interessenkonflikt als EZB-Chef vorgeworfen. Zudem gibt es Stimmen, die insbesondere auch Draghis vormalige Tätigkeit bei Goldman Sachs als Interessenkonflikt werten und seine Rolle bei der von der Bank durchgeführten einträglichen Verschleierung der Schulden Griechenlands höchst fragwürdig finden… (4) Draghi ist Vertreter des internationalen Finanzimperiums und in Kontakt zu Goldmann und Sachs. Goldmann und Sachs gilt als stärkste Bank, die mittels aller spekulativen Finanzmarktpraktiken, andere Konkurrenten aus dem Markt (Lehmann-Bank, IKB…) fegt, Banken und Staaten kollabieren läßt und sogar mittels selbst empfohlener Schrottpapier-Anlagen andere Finanzeigner in den Ruin treibt. (1)

Schon beim Amtsantritt gab es Diskussionen über seine Vergangenheit bei der US-Investmentbank Goldman Sachs – nun hat Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, Probleme mit dem EU-Ombudsmann. Es geht um die Mitgliedschaft in einer einflussreichen Bankenlobby-Organisation.“ schreibt der Spiegel. (5)

 

Über Verschwörungen und Verschwörungstheorien

Dieses Thema wurde diskutiert in 3sat. (6) Es lohnt sich dies anzusehen. Keiner der wissenschaftlich beschlagenen Teilnehmer bezweifelt, dass es heute Verschwörungen größten Ausmasses gibt. Als Verschwörungstheorie wurde eingeschätzt, wenn in die vielen äußerst trickreichen und teilweise auch stümperhaften Aktivitäten politischer und wirtschaftlicher Vorgänge das Wirken EINER allmächtigen Instanz hineininterpretiert wird, die gleich einer teuflischen, satanischen Weltmacht unantastbar und unangreifbar wäre.

Die Ohnmacht der Öffentlichkeit liege in der Entpolitisierung, der Entmündigung, und im mangelnden Selbstbewußtsein der Menschen, sich und dem eigenen Verstand nicht selbst zu trauen. Dem kann ich nur beipflichten und meine:

Habe Mut zum Denken,
traue deinem eigenen Verstand,
habe keine Scheu, dich und die Dinge zu ändern!

 

(1) Arte-Film über Goldmann und Sachs:
http://tv-orange.de/2012/09/goldmann-sachs-nicht-nur-eine-bank-regiert-die-welt/

(2) Es finden sich hierzu  mannigfaltige Quellen, wenn Sie bei der Google-Suche die Begriffe „Strauss Kahn IWF US              Dollar“ eingeben. http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/2675-strauss-kahn-sprach-sich-gegen-den-us-dollar-als-leitwaehrung-aus.html

(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Group_of_Thirty 
Mitglieder aktuell alle zu sehen auf http://www.group30.org/

(4)  http://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Draghi

(5) Spiegel  http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mario-draghi-eu-ombudsmann-ermittelt-gegen-ezb-chef-a-847235.html

(6) 3Sat  http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=32359

4 comments for “Mario Draghis Auftakt zu Europas vorletztem Akt

  1. 11. September 2012 at 21:26

    „Marodes für gut zu verkaufen, darauf versteht sich diese Bank,“ aber nicht nur diese Bank, sondern weitestgehend der gesamte Politikbetrieb. So wird das politischen Konstrukt Europa als Erfolg dargestellt, genauso wie das System des Kapitals, trotz der enormen Verwerfungen welche es permanent produziert und potenziert, als DAS ERFOLGSMODEL gepriesen wird. Letztlich ist diese Bankenpolitik, oder andersherum, diese Politik der Banken, nichts anderes als ein gigantischer Umverteilungsmechanismus gesellschaftlichen Reichtums. Nur sollte nicht vergessen werden, dass jeglicher Umverteilung Verteilung vorausgeht! Dabei geht es darum festzustellen, was verteilt wird, ja was überhaupt verteilt werden kann! Gegenwärtige Probleme am Treiben von Banken festzumachen lenkt von den eigentlichen Ursachen der beklagten Verwerfungen ab. Zwar möge mancher Widerspruch zu entschärfen sein, wenn Banken nicht mehr spekulieren dürften, den Menschen zu dienen hätten, die Widersprüche selbst würden so nicht verschwinden. In diesem Zusammenhang zu Fragen, warum Banken spekulieren, sollte nicht vergessen werden, Umverteilung gesellschaftlichen Reichtums ist da nur eine Motivation, eine andere, wesentliche wichtigere ist die Kapitalakkumulation. Mittels Verteilung und Umverteilung werden immer größere Mengen Kapital angehäuft, welche akkumulieren müssen und da dieses produktiv nicht im erforderlichem Maße möglich ist, akkumuliert es fiktiv und somit ist alles was im Moment in der EU und anderswo mit diversen Rettungsprogrammen versucht wird, das in den letzten Jahren angehäufte fiktive Kapital in reales zu verwandeln. … Mit der Kritik an den Banken, wird der Sack geschlagen und vermeint den Esel zu treffen!

  2. 8. September 2012 at 00:11

    Eine sehr gute Zusammenfassung.
    Gratulation dazu. Erwänenswert vieleicht noch das Goldmann Sachs mit dem ESM Vertrag gleich noch die FED auch einkasiert. Ohne Anleihenkäufe der Schuldenstaaten geht die Goldman Sachs pleite. Und Amerika kann sich nicht eine nochmalige Rettung dieser Bank leisten.
    Wenn wir dann Griechenland dazu bewegen können pleite zu gehen und dieses dann als ein geeintes Europa wieder helfen eine Wirtschaft auf zu bauen geht auch die FED in die Knie.
    Das währe dann eine ziemlich unwahrscheinliche aber gangbare Lösung.

  3. Doris
    7. September 2012 at 21:19

    Denn sie wissen nicht was sie tun !!!

  4. 7. September 2012 at 19:22

    Und dem deutschen Michel sei gesagt…

    Im Gegensatz zu dir zeichnet diese Finanz-Neurotiker im Grunde die Dummheit eines Rotzlümmels aus. Ihr Verstand reicht soweit wie ihr gieriges Auge sehen kann. Und wenn sie ganz Europa zum Schlußverkauf feil aufbereiten, wird Ihnen am Ende der Geschichte der Markt und Umsatzplatz ihres schnöden Mammon fehlen. Doch solch ein Weg ist grausam, er führt über Verarmung bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Man sollte also schon etwas tun, selbst denken und die Umstände verändern.

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