Die Gedanken der Herrschenden sind die herrschenden Gedanken

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Das, was Karl Marx 1845 philosophierte, drückte Henry Ford wenig später ganz praktisch aus. „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“ So Henry Ford (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company. 

Also stellt sich die Frage, wie werden wir gedacht ?

FaceBook Gruppe Volksabstimmung – für Banken, die den Menschen dienen

„Bei uns zahlen sie 0 €uro Girokosten“ , „keine Kontoführungsgebühren“ Die Werbung der Bankriesen hört sich gut an, denn jeder dreht heute sein Geld zweimal um und kalkuliert. Wir machen uns über diese verlockenden Angebote in der Regel keine weiteren Gedanken. Irgendwie ist es gut, wenn man Geld sparen kann, mag doch ein Dagobert-Duck-System dahinterstecken. Egal, es ist einfach gut für den Geldbeutel.

Anders sieht es für die aus, die einen Kredit aufnehmen

Sie vergleichen, wo ist der niedrigste Zins und wie kann ich die Zinsbelastung senken. Schließlich stellt man bei der Abbezahlung eines größeren Kaufes, z.B. eines Hauses fest, dass man in der Regel das 1,5 Fache an die Geldverleiher zurückzahlt. Nun ja, Geld kostet Geld – diese Erkenntnis geht runter wie salziges Wasser. Aber wieso soviel Zins?

Im großen Massstab bedeutet dies Zins-Methode bei armen Ländern, oder auch den verschuldeten EU-Ländern, dass sie aus der Schuldenfalle ihrer Gläubiger, den internationalen Banken nicht mehr herauskommen. Sie bemühen sich überall einzusparen und Gewinne zu erzielen und am Ende können sie gerade oder nicht einmal die Zinsen des Kredites zurückzahlen.

Bei vielen Unternehmen bedeutet dies letztlich Konkurs. Und ein nicht unbeträchtlicher Teil der Mittellosen in Deutschland sind denn auch die, deren Haut über die Ohren gezogen wurde, Insolvenz beantragten oder einen Offenbarungseid leisteten und letztlich nicht einmal mehr eine Wohnung bezahlen können. Auch wenn in vielen Fällen H4 und Wohnungsgeld noch etwas helfen kann, so ist es schon ein Unding, dass eine „Wachstumsgesellschaft“ wie der „Exportweltmeister“ diese Existenzfallen jeden Tag neu erzeugt. Zum Wohle der Kreditverleiher.

Das Ganze ergibt aber einen Sinn für die Profiteure, denn die anfallenden Sozialkosten zahlt ja nicht die Bank, sondern wieder die Allgemeinheit. Den Vorteil ziehen alleine private Einrichtungen: die Banken und „Geldverleiher“. 

Mithilfe von Kreditvergabe im Kleinen wie im grossen Massstab streichen diese Banken Milliarden € ein und durch zusätzliche Finanzspekulation Profite im Handel, bei der Nahrungsmittel- und auch der gesamten Produktion von Gütern. Dass hierbei zusätzliche Turbulenzen sogenannte platzende Investitionsblasen entstehen, ist normal in solch einem System. Diese Finanzmethode ist ein nicht-soziales, ein antisoziales „Assi-System“.

Es ist also kein Dagobert-Duck-System sondern das „Spiel“ der Gewinner und Verlierer und derer, die ein paar Brösel vom großen Kuchen „Rekordgewinn der Bank XYZ“ abbekommen. Die Brösel – das sind die Anreize, mit denen uns die Banken mit den tollen Slogans  „0 Euro Kontoführungskosten, kostenloses Girokonto“ usw. anlocken.

Legen wir mit 2 oder 3 % unser Geld an, lassen wir unser Gehalt auf die Girokonten vom Arbeitgeber überweisen, just in diesem Moment wird die riesige Summe der Millionen von „kleinen“ Beträgen als Kredite durch die Banken mit Zinsbeträgen von 7 bis 16 Prozent verliehen. Etwas das 5 bis 10 fache erzielt also eine Bank durch die Zinserhebung bei denen, die Kredite erhalten. Obendrauf kommen dann eben noch die ganzen windigen Finanzspekulationsgeschäfte, die nach dem gleichen Prinzip verlaufen: irgendwo zahlt immer der Letzte, der Kreditnehmer alles das, was diese Banken als Gewinn verzeichnen. Aus dem Geld-Mangel der Einen macht also der Andere seinen Riesengewinn. Und die kleinen Brösel verteilt der Nutzniesser dann gerne, um dieses assoziale Geld-System der Allgemeinheit schmackhaft zu machen.

In einem weiteren Artikel möchte ich beschreiben, was für mich bei einem Bankwesen normal wäre. Die Kosten und Unkosten, über Sparen und Kredit.

Ein kurzer Ausflug zu deutschen Philosophen

Wie sehr uns doch ein wirtschaftliches Gefüge und sein politischer Zustand in unserem Denken lenkt und leitet beschrieb Karl Marx bereits 1845. Schlimm ist, was man alles aus „Marx“ machte. Er selbst wandte sich als Philosoph gegen Personenkult, Phrasendrescherei und unüberlegtes Nachplappern. Selbst sagte er, er ist kein Marxist. Denn das wäre Dogmatismus. Wie recht hatte er !

 Karl Marx / Friedrich Engels: Die deutsche Ideologie (1845/46) (1)

[…] Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche herrschende Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht. Die Klasse, die die Mittel zur materiellen Produktion zu ihrer Verfügung hat, disponiert damit zugleich über die Mittel zur geistigen Produktion, so daß ihr damit zugleich im Durchschnitt die Gedanken derer, denen die Mittel zur geistigen Produktion abgehen, unterworfen sind. Die herrschenden Gedanken sind weiter Nichts als der ideelle Ausdruck der herrschenden materiellen Verhältnisse, die als Gedanken gefaßten herrschenden materiellen Verhältnisse; also der Verhältnisse, die eben die eine Klasse zur herrschenden machen, also die Gedanken ihrer Herrschaft. Die Individuen, welche die herrschende Klasse ausmachen, haben unter Anderem auch Bewußtsein und denken daher; insofern sie also als Klasse herrschen und den ganzen Umfang einer Geschichtsepoche bestimmen, versteht es sich von selbst, daß sie dies in ihrer ganzen Ausdehnung tun, also unter Anderm auch als Denkende, als Produzenten von Gedanken herrschen, die Produktion und Distribution der Gedanken ihrer Zeit regeln; daß also ihre Gedanken die herrschenden Gedanken der Epoche sind. Zu einer Zeit z.B. und in einem Lande, wo königliche Macht, Aristokratie und Bourgeoisie sich um die Herrschaft streiten, wo also die Herrschaft geteilt ist, zeigt sich als herrschender Gedanke die Doktrin von der Teilung der Gewalten, die nun als ein „ewiges Gesetz“ ausgesprochen wird. […]

(1) Ein kurzer Ausflug in die Welt der deutschen Denker: „Ce qu’il y a de certain c’est que moi, je ne suis pas Marxiste.“ „Eines ist sicher (was mich betrifft), ich bin kein Marxist.“ Dies schrieb Karl Marx an Bernstein und Schmidt. Marx selbst erkannte, dass sein Denken und seine Analyse im direkten Zusammenhang der Geschichte steht. Damit wandt er sich selbst gegen Dogmatiker, die historische Erkenntnisse als ewige Wahrheiten verkaufen wollen. Jene Dogmatiker, die blind gegenüber der Realität sind und alles daran setzen, dass Vorbilder zu Göttern erhoben werden. Wir kennen ja alle den schlimmen Personenkult um Lenin, Stalin, MaoTsetung. Wenn man die Menschen nur nachbeten lässt, verdummen sie. Ein geeignetes Instrument um sie unselbstständig und hörig zu machen.

Bitte unterstützen Sie die Initiative für Volksabstimmung.
Für Banken , die den Menschen dienen.

In der FaceBook-Gruppe: http://www.facebook.com/groups/456432461044223/
Mit der Email an Bundxespräsident J.Gauck und Fraktrionsvorsitzende des Bundestages in: http://tv-orange.de/2012/08/volksabstimmung-fuer-banken-die-den-menschen-dienen-2/

Ein kleiner Film zum Geld

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt

http://youtu.be/9BrLrwbkQWQ

1 comment for “Die Gedanken der Herrschenden sind die herrschenden Gedanken

  1. 9. August 2012 at 15:19

    Superbanken vergesellschaften – oder sich mit den „Bröseln“ zufrieden geben ?

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