Gewalteskalation in Karlsruhe bei Zwangsräumung

Soziologen, Gesellschaftswissenschaftler sowie verschiedenste humanitäre Institutionen weisen seit Jahren darauf hin, dass die Politik der „sozialen Schräglage“ begleitet von einer zunehmenden Gewaltkultur zu immer dramatischeren Konflikten führt. Bislang werden sie immer noch belächelt und die Geschehnisse verharmlost.

Eine Zwangsräumung war nun scheinbar der Anlaß in der Nordweststadt von Karlsruhe zu einer Schießerei mit mehreren Toten. Ein Mann brachte den Gerichtsvollzieher und weitere Menschen in seine Gewalt. Er eröffnet das Feuer, SEK-Einheiten sind im Einsatz, umliegende Gebäude, Kindergärten und Schulen sind abgeriegelt.

Nach Angaben des Polizeisprechers besteht eine Geiselnahme. Laut Polizei gebe drei bis vier Tote und auch Verletzte durch eine Schießerei. Seit dem Morgen verschanze sich der Täter mit einem Gerichtsvollzieher und weiteren Personen in einem Haus.

Hier geht es zu einer Übersicht aktueller Berichterstattungen.

Karlsruhe wird allgemein als eine ruhige, sozial ausgeglichene mittelgroße Stadt mit einem guten sozialen Klima und gutem kulturellen Angebot beschrieben. Bürgermeister und Gemeinderäte machen mit diesen Eigenschaften Werbung. Es zeigt sich aber, dass die allgemeine Entwicklung in unserer Gesellschaft auch nicht vor solchen heimeligen Provinzstädtchen halt macht. Und wahrscheinlich wird auch hier viel zu viel ignoriert. Was man nicht sehen will, wird halt verdrängt.

 

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