Auf dem Seniorentag warb Herr Gauck für flexiblen Übergang in die Rente und trat dafür ein, dass Jung und Alt sich auch gegenseitig mehr unterstützen sollten, was nicht von der Hand zu weisen ist. „Warum teilen wir all diese Tätigkeiten, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionieren würde, nicht besser zwischen den Generationen und Geschlechtern – die Sorge um Kinder oder ältere Angehörige, die Arbeit im Haushalt, das Engagement in der Nachbarschaft, in der Zivilgesellschaft und in Ehrenämtern?“ Allerdings sollte der Status der Rente aber nicht angetastet werden. „Deshalb wünsche ich mir auch: Niemandem sollte Unzumutbares zugemutet werden….”
Was aber fehlte Herr Gauck bei Ihrer Rede?
Es gibt Altersarmut. Frauen und Männer die 45 Jahre lang arbeiten und eine Rente von 145 € zu erwarten haben. Ausgelöst durch das System der Mini-Jobber. (1) Es gibt Tausende von Rentnern und Rentnerinnen, die breits heute weit unter der Armrutsgrenze leben. Obwohl sie gearbeitet haben. Ist dies ein Kennzeichen eines menschlichen Sozialstaat ?
Warum sprechen Sie nicht von einem verträglichen Ausgleich zwischen Superrenten und Armutsrenten. Sind wir denn ein Land der absoluten gegenseitigen Konkurrenz, oder ein Land in dem sich die Menschen gegenseitig helfen sollten ?
„Deshalb wünsche ich mir auch: Niemandem sollte Unzumutbares zugemutet werden….”Wenn Sie diesen Satz auch in diesen Zusammenhang stellen, dann sollten Sie die Regierungspolitik der Altersarmut tadeln. Denn dieser Zustand verträgt sich nicht mit ihrem Werben für Freiheit und Demokratie.
(1) http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,824163,00.html
(2) Einschätzungen von http://www.armut-und-alter.de/
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Tags: Altersarmut, Gauck, Rente, Seniorentag