Klitschko, die EM2012 und das Martyrium der Tiere

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Harald von Fehr, Thür. Landesvorsitzender der Tierschutzpartei, richtet folgenden Appell an die Gebrüder Klitschko, anläßlich der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine: “… Wir sind der festen Überzeugung, daß die Brüder Klitschko, wenn sie erfahren, welche Greueltaten in ihrer Heimat, von ihren Landsleuten gegenüber unschuldigen Tieren verübt werden, mit all ihren Möglichkeiten dafür sorgen, daß diese Scheußlichkeiten sofort beendet werden. Die Brüder Klitschko wollen ganz sicher im nächsten Jahr keine Weltmeisterschaft in ihrer Heimat erleben, derentwegen Tausende unschuldiger Tiere auf bestialischste Weise sterben mußten…“

EM 2012

In 2012 findet in der Ukraine und Polen die Fußball Europameisterschaft statt. Dieses sportliche Ereignis hat aber auch eine düstere Seite.

Vor allem in der Ukraine leben viele Hunde auf der Straße. Hunde werden nicht freiwillig zum Streuner. Es ist der Mensch, der Schuld ist. Sie haben die Tiere zuerst ausgesetzt, der Rest wird von der Natur erledigt, zumal sich Streuner unkontrolliert vermehren.

clip_image004Nur damit die vielen erwarteten Besucher/Touristen während der Fußball-EM 2012 nicht mit Streunern konfrontiert werden sollen, werden die wehrlosen Tiere zu Tode geschlagen, vergiftet oder mit mobilen Krematorien bei lebendigem Leib verbrannt, damit die Straßen zur EM 2012 sauber sind. Es handelt sich hier um eine alte Sowjet-Methode die barbarisch ist und zudem auch völlig wirkungslos. Die Firma, die beauftragt wurde um die Hunde in Kiew zu töten, hat den merkwürdigen Namen „Tierheim für Stadthunde“. Jährlich werden von der Stadtverwaltung große Geldsummen vom Stadtbudget freigegeben, aber auch die UEFA hat Euro 9.000,- zur Verfügung gestellt um die Straßen „streunerfrei“ zu bekommen.

clip_image006Die Alternative heißt CNVR „catch, neuter, vaccinate and release“ (Fangen, Kastrieren, Impfen und wieder freilassen). Eine Methode die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahre 1990 wissenschaftlich als Lösung gegen die Überbevölkerung von Hunden nachgewiesen wurde. In Länder wie Bosnien und in der Türkei, wo es auch große Hundepopulationen gibt, haben schon erfolgreiche CNVR Projekte stattgefunden.

Internationale Organisationen haben jahrelang versucht die Streunerprobleme in der Ukraine auf eine tierfreundliche Art und Weise zu lösen, aber sie sind aufgrund schlechter Ausführung und Misswirtschaft gescheitert.

Der Staat sagt, dass er das Problem lösen möchte, behauptet aber dass die CNVR-Methode nicht wirkt. Die Realität ist aber, dass korrupte Behörden mit dem „Räumen“ der Streuner sehr viel Geld verdienen und auf diese Art und Weise das System in Stand halten.

clip_image008Obwohl es seit 2006 ein Tierschutzgesetz gibt, werden die Streuner nach wie vor weiter vergiftet, trotzdem es strafbar ist. Auch werden Hunde die einen Eigentümer haben vergiftet und auch die Hunde, die ein rotes Halsband tragen, zum Zeichen das sie sterilisiert sind.

Die EU sagt (ungerechterweise) keinen Druck ausüben zu können, da die Ukraine kein Mitglied der EU ist, obwohl die Ukraine Mitglied der OIE (World Organisation for Animal Health) ist. Viele Organisationen, auch außerhalb der Ukraine, setzen sich für den Tierschutz ein, aber sind machtlos gegenüber einem korrupten Staat.

Wenn die Ukraine nach Europa will, so sollte sie die europäischen Spielregeln einhalten. Um dies zu unterstreichen arbeitet Animal Foundation Platform, eine niederländische Organisation, eng zusammen mit Naturewatch, einer englischen Tierschutzorganisation, die schon sehr lange in der Ukraine aktiv ist. Unser Ziel ist es, die Ukraine zu fördern, um deren Streunerproblem mit humanen und verantwortungsbewussten Methoden zu lösen. Naturewatch hat vor Kurzem einen ausführlichen Bericht veröffentlicht.

Sie können diese Aktion unterstützen in dem Sie einen Brief oder Email an ein EU Mitglied schicken:

http://www.europarl.europa.eu/members/public/geoSearch/search.do?country=NL&language=EN

und einen Brief zu unterschreiben an Mr. Bernard Vallat von der World Organisation for Animal Health (OIE).

http://www.naturewatch.eu/pdf/Letter_BernardVallat.pdf

http://www.facebook.com/animalfoundationplatform#!/afpnl http://a-f-p.hyves.nl/

 

Fakten EM 2012

Teilnehmende Städten in Polen: Gdansk, Warsaw, Poznan und Wroclaw

Teilnehmende Städte in der Ukraine: Kiew, Kharkiv, Donetsk und Lviv

Kosten Organisation EURO 2012 für Polen: 21,4 Milliarden Euro

Kosten Organisation EURO 2012 für die Ukraine: 10,2 Milliarden Euro

Gewinn für UEFA: 116 Millionen Euro

Zur Verfügung gestellt durch die UEFA zum „Reinigen der Straßen“: 9.000 Euro

Anzahl der Organisationen weltweit, die in der Ukraine aktiv sind: 37

Quelle:

Rapport WHO / WSPA: Guidelines for dog population management

http://www.icam-coalition.org/downloads/WHO-WSPA%20dog%20population%20management.pdf

Rapport Naturewatch: Ukraine is not ready. http://www.naturewatch.eu/pdf/UkraineIsNotReady_NaturewatchSep2011.pdf

Marchi Trust / WVS Veterinary Support Team: Assessment of Capture-Neuter-Release Programme

http://www.naturewatch.eu/pdf/Resources/Ukraine_Report_Council_Text_21_12.pdf

1 comment for “Klitschko, die EM2012 und das Martyrium der Tiere

  1. 2. Mai 2012 at 12:48

    wenn Herr von Fehr jetzt aktuell appeliert hat, muss ich sagen: die Herren wissen das. Bereits vor Monaten sind sie von vielen darauf hingewiesen worden. Gebracht hat es bis heute nichts, ausser einer kurzen Erklärung, das man das nicht gut findet…das war es… Wer sich informieren möchte ist gerne eingeladen, dies bei uns zu tun : https://www.facebook.com/#!/Stop.Killing.Dogs.EURO2012

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