Julian Bielicki über rote SA-Schläger – Zum Zustand der Partei „die Linke.“

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2011 : Vor dem Konferenzort der Rosa-Luxemburg in Berlin werden Menschen zusammengeschlagen. Nicht von Neonazis, sondern von  sich links bezeichnenden Leuten, die von Teilnehmern dieser Konferenz sogar Unterstützung erhalten. Die Opfer des Überfalls sind ehemalige politische Häftlinge der DDR.

Vera Lengsfeld, selbst Bürgerrechtlerin in der DDR berichtet mit eigenen Augen was da geschah.„… Die Verfolgten des DDR-Regimes und Opfer der Stasi protestierten gegen die Verharmlosung kommunistischer Verbrechen in der DDR. Sofort nach ihrem Eintreffen wurden sie gezielt und brutal von linken Schlägern angegriffen…

Was würde Rosa Luxemburg über rote SA-Schläger sagen ? Bild von http://de.wikipedia.org/wiki/Rosa_Luxemburg "gemeinfrei"

In der ersten Angriffswelle wurden die Männer zu Boden gerissen und mit Schlägen ins Gesicht und in die Seite traktiert. Dr. Frieder Weiße, ein Mann um die 60, wurde von jungen Männern Anfang zwanzig so zugerichtet, dass er ins Martin-Luther-Krankenhaus eingewiesen werden musste. Ein anderer älterer Herr, Rainer Buchwald, erhielt mehrere Faustschläge ins Gesicht und in die Seite. Einem dritten ehemaligen Häftling wurde bei einem Schlag ins Gesicht die Brille zerstört. Er hatte noch Glück, dass seine Augen verschont blieben. Beim ersten Angriff waren nicht alle mitgeführten Protest-Schilder zerstört worden.

Als ich mich bückte, um ein unversehrt gebliebenes Schild aufzuheben, kam eine zweite Angriffswelle. Diesmal rückten schwarz gekleidete Vermummte vor, vier in einer Reihe, gut trainiert und im Kickboxen erfahren. Einer davon griff mich an und zielte mit seinen Stahlkappenschuhen auf meinen Bauch. Zwei  Mal konnte ich zurückspringen, beim dritten mal erwischte er mich, weil ich gegen einen Menschen prallte. Zum Glück kam endlich die Polizei angerannt und verhinderte Schlimmeres. Die Schläger suchten feige Schutz im Haus der Konferenz. Die draussen herumstehenden Linken hatten nicht einen Finger gerührt, um uns zu helfen. Im Gegenteil. Sie gaben den Schlägern die nötige Deckung und verhinderten deren Festnahme…“ (1)

Dieses brutale Vorgehen von „Linken“ gegen Opfer des Ulbricht und Honecker-Regimes war auch für Herr Julian Bielicki ein Schock. Was er von der Gewalt der Nazis wusste, hatte er nun von Leuten erlebt, die seinen Freunden bei der „Linke.“ nahe standen. Julian Bielicki ist Psychotherapeut und Diplom-Ingenieur. Er war bis 2011 Mitglied der Linke. (2)

Er teilte der damaligen Vorsitzenden Frau Gesine Lötzsch seinen Austritt in einem Brief mit. Hier in Auszügen.

„Mein Austritt aus der Partei Die Linke

Liebe Gesine,

das krankenhausreife Zusammenschlagen von alten Menschen, der ehemaligen politischen Häftlinge der DDR bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin gestern, hat meinen Entschluss hervorgerufen, aus der Partei Die Linke mit sofortiger Wirkung auszutreten.

Ich bin der Partei Die Linke vor einigen Jahren in dem Glauben beigetreten, daß diese Partei als Ziel hat, vom marxistischen Standpunkt aus für mehr Solidarität, mehr Chancengleichheit und mehr Gerechtigkeit einzutreten. Ich wurde bitter enttäuscht. Die Kommunistische Plattform dieser Partei, die ja die Speerspitze des von Dir diese Tage propagierten Neuaufbruchs auf dem Weg zum Kommunismus sein müßte, ist eine kleine, straff stalinistisch geführte Truppe, die jede Kritik mit sofortigem Ausschluß aus der KPF, ohne jede Diskussion, unterdrückt. Frau Wagenknecht und Herr Kotulla hier in Hessen sind solche stalinistischen Typen. Das Organ der KPF in der Partei die Linke schwärmt in den monatlich erscheinenden Mitteilungen der KPF von Stalin, von der DDR und von der SED.

Du hast ein sympathisches Gesicht, liebe Gesine, und Klaus auch, aber das reicht nicht, um eine marxistische Partei zu führen. Denn Dir fehlt offenbar die Kenntnis der Geschichte, du weißt offenbar nicht, was der real existierende Kommunismus war und noch in manchen Gegenden der Welt noch ist. Höre was dazu Inge Viett sagt, und sie sagt die Wahrheit, sie hat recht: der Kommunismus kam immer durch fürchterlichen Terror und hielt sich durch Terror an der Macht. Josip Wissarionowitsch Dschugaschwili, Stalin nannte sich in seiner Zeit „Koba“, als ein grusinischer Robin Hood mordete er und raubte Menschen und Banken aus. Das Geld lieferte er später Lenin, der im gemütlichen Finnland seine Frau Krupskaja die Millionen Rubel, die bis zu 10 Millionen Dollar entsprachen, zählen liess. Seit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts überzogen dutzende von Banden, die sich meistens irgendwie „links“ nannten, den Süden von Russland, wo die Staatsmacht schwächer war, als in Moskau oder St.Petersburg.

Es gab gar keine marxistische Revolution in Russland, Trotzki war gar kein Bolschewik, und erst in zwanziger Jahren auf Befehl von Stalin hat Bucharin dem Staatsstreich der Bolschewiki eine marxistische Begründung gegeben. Es gab auch keinen Sturm auf den Winterpalast. Der reale existierende Kommunismus macht aus Menschen Sklaven, macht aus ihnen tressierte Schweine und Hunde, die etwas gefüttert werden und das ist alles. Und wer kein Hund und Schwein sein will, der wird ermordet, verhaftet, gefoltert. Wenn man dem Menschen seine Freiheit, sich zu äußern nimmt, raubt man ihm seine Seele, man tötet ihn beim lebendigen Leibe, man macht ihn zum Zombie, zum „walking dead“. Und Die Linke wird von den Kommunisten, alten SED-Kadern, neuen Zombies, die sich nach einer strengen Erziehung sehnen, möglichst von einer hübschen Frau, immer mehr geprägt, immer mehr in ein Heer von Zombies verwandelt.

Die russische Revolution ist eine Dichtung, ein Märchen. …die Terroristin Inge Viett hatte recht: die Machtübernahme in einem Staat kann nur mit Gewalt, Terror, Mord und Raub geschehen. Nur so kann Kommunismus siegen. Und ich will es nicht! Ich will keine Gewalt, ich will nicht daß Menschen, die friedlich vor der Rosa-Luxemburg-Konferenz demonstrieren, von roten SA-Schlägern zusammengeschlagen werden!

Also trete ich hiermit aus dieser Partei Die Linke aus. … J.S.Bielicki

Julian S. Bielicki erhielt bis heute weder von Gesine Lötzsch, noch von irgendeinem anderen Mitglied der Partei „die Linke“ eine Antwort, geschweige denn eine Erklärung zu diesem brutalen Überfall vor der Konferenz der RSL (Rosa Luxemburg Stiftung).

Aller guten Dinge sind drei.

Drei Artikel zur Auflösung der Partei „die Linke.“

http://tv-orange.de/2012/05/nachruf-auf-die-linke-aufforderung-zum-austritt/

http://tv-orange.de/2012/05/julian-bielicki-ueber-rote-sa-schlaeger-zum-zustand-der-partei-die-linke/

http://tv-orange.de/2012/05/wasg-pds-sed-linke-3-teil-und-vorlaeufiges-ende/

 

(1)    Vera Lengsfeld 08.01.2011Rosa-Luxemburg-Konferenz: Politische Häftlinge der DDR krankenhausreif geschlagen   http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/politische_haeftlinge_der_ddr_am_rande_der_rosa_luxemburg_demonstration_kra/

(2)     Der Brief liegt in seiner ganzen Länge der Redaktion von TV-ORANGE vor.
http://www.jsbielicki.com/jsb-79.htm

 

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