Jüdische und christliche Menschen und Initiativen rufen zum Kaufverzicht israelischer Siedlungsprodukte auf !

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Die israelische Regierung pfercht Palästinenser in ihren verbliebenen Ansiedelungen in der Westbank mit 10 Meter (!) hohen Mauern und durch scharf schießende Soldaten immer mehr ein. Mitten durch palästinensisches Gebiet. International erhebt sich nun großer Widerstand gegen diese menschenverachtende Expansions- und Einschüchterungspolitik der israelischen Regierung. Auch Handelsgesellschaften und Unternehmen aus der Wirtschaft unterstützen diesen Protest.

In Deutschland hat nun PAX CHRISTI , internationale katholische Friedensbewegung eine Initiative gestartet: „Besatzung schmeckt bitter“. Sie fordert zu einem Kaufverzicht auf von Produkten, die auf ungesetzlichen Ansiedlungen Israels auf palästinensischem Gebiet hergestellt werden.

In den USA hat Peter Beinart am 18.3. in der New York Times 18.3. zum Boycott von israelischen Siedlungsprodukten aufgerufen.  – um Israel zur Änderung seiner politischen Ziele zu bringen.

Peter Beinart Foto aus http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7a/Peter_Beinart.jpg

Um Israel aus einer mörderischen Konfrontationspolitik zu bringen und den Weg einer friedlichen Verständigung mit den Nachbarn einzuschlagen. Denn der bisherige Kurs der Konfrontation durch die israelische Regierung wird zu einem Desaster für alle Juden führen.

Peter Beinart (* 1971) ist ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Journalist. Er ist Associate Professor für Journalismus und Politikwissenschaften an der City University of New York und orthodoxer Jude. Er vertritt die Position, Israel müsse sich aus den besetzten Gebieten zurückziehen.

 

Rolf Verleger (2)  informiert in einem Rundschreiben, dass dieser Vorschlag von einer Reihe von Firmen und Unternehmen bereits umgesetzt wird.

„Die britische Supermarktkette coop hat vor einigen Wochen alle Handelskontakte zu Lieferanten abgebrochen hat, die Produkte exportieren, die in den „Siedlungen“ der Westbank hergestellt wurden.  Der dänische Aussenminister Villy Sovndal plant, den Supermärkten seines Landes zu gestatten, Produkte aus Westbank-„Siedlungen“ mit einer besonderen Etikette zu versehen. Mit dieser Ankündigung verhält Dänemark sich gleich wie Südafrika, das dieser Tage eine ähnliche Initiative lanciert hatte. „Dieser Schritt“, erklärte Sovndal in einem Zeitungsinterview, „zeigt den Konsumenten klar, dass diese Produkte unter Bedingungen hergestellt werden, die nicht nur die dänische Regierung sondern auch andere europäische Regierungen nicht gut heissen. Es bleibt dann den Konsumenten überlassen, die betreffenden Produkte zu kaufen oder nicht.“

Rolf Verleger ist auch als Direktoriumsmitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland und als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holsteinbekannt geworden.

PAX CHRISTI hat unter dem Motto „Besatzung schmeckt bitter“ eine Initiative gestartet.(3)

Die Aktion wurde von Pax Christi ab Februar 2012 an alle großen deutschen Einzelhandelsketten, Discounter und Biomarkt-Ketten, die Lebensmittel mit der Herkunftsangabe „Israel“ verkaufen, vorbereitet. Die Nahost-Kommission hat außerdem über zahlreiche Produktmeldungen und eine Forumsanfrage das Thema bereits im Verbraucherportal (www.lebensmittelklarheit.de) verankert. Nun geht es darum, dass ganz rasch viele andere Verbraucherinnen und Verbraucher sich mit Rückfragen an ihre Händler und mit Produktmeldungen im Netz anschließen. Hier geht es zum Aufruf von PAX CHRISTI.

 

(1)     Rolf Verleger  http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Verleger

(2)   Peter Beinart, eines seiner Bücher:“ The crisis of Zionism“  http://peter-beinart.com/

(3)   Initiative von PAX CHRISTI   http://www.paxchristi.de

Hier erfahren Sie alle Einzelheiten über die Initiative Kaufverzicht:
http://www.paxchristi.de/nahost.infos.2/nahost.partner.2/nahost.infos.2.2/nahost.infos.2.2.3/index.html

 

Ein erstes Zwischenfazit von PAX CHRISTI
bezüglich der Firmen-Rückmeldungen lautet:

Ein Teil der Handelsketten antwortet gar nicht oder gibt an, sich nicht politisch engagieren oder festlegen zu wollen. Andere verweisen darauf, dass nur ihre Lieferanten Informationen über den genauen Warenursprung hätten. „Einige Ketten haben signalisiert, die Sache zu überprüfen und weitere Informationen zu schicken. Nur ein kleiner Teil der angeschriebenen Handelsketten gibt an, ausschließlich Produkte aus dem Staatsgebiet Israels zu beziehen. Einige von ihnen haben uns schriftliche Erklärungen ihrer Zulieferer vorgelegt, dass sie nur Waren aus dem israelischen Staatsgebiet an die entsprechende deutsche Handelskette liefern. Die Tatsache, dass solche Erklärungen abgegeben werden, zeigt: Das Anliegen wird von den Unternehmen ernstgenommen und es gibt eine gewisse Sensibilisierung.

Überprüfen können wir die Zusicherungen der Unternehmen nicht, da wir keinen Zugang zu Zolldokumenten haben. Auch ist nicht klar, ob die Zulieferer darüber informiert sind, dass Produkte aus Siedlungen und aus Israel teilweise in den Verpackungsfirmen vermischt werden. Wir sind daher nicht in der Lage, eine verlässliche „Positivliste“ der Handelsketten vorzustellen, die keine Siedlungsprodukte in ihrem Sortiment führen. Wir möchten Sie aber im Folgenden auf die Firmen hinweisen, die uns gegenüber erklärt haben, ausschließlich Waren aus dem Staatsgebiet Israels zu beziehen:

–          Kaufland
–          Dennree (denn’s biomarkt, Füllhorn, BioFrischeMarkt)
–          Basis (Bio-Supermarktkette)
–          Dohle Handelsgruppe
–          SuperBioMarkt (Großhändler Weiling)

Was bedeutet das für geplante Aktionen?

Wirkliche Klarheit kann uns als Verbrauchern/innen nur eine eindeutige Kennzeichnung geben, die sich an den zolltechnischen Angaben zu den Waren orientiert. Wir sollten also die genannten Unternehmen motivieren, sich für eine klare Kennzeichnung einzusetzen. Sie können dazu einen Beitrag leisten, indem Sie von den genannten Unternehmen schriftliche Erklärungen erbitten, dass sie tatsächlich keine Siedlungsprodukte führen. Die Unternehmen werden wenig Interesse daran haben, zahlreiche Einzelanfragen zum Thema zu bearbeiten. Ein klares Argument dafür, weshalb eine einheitliche Kennzeichnung her muss! Das zuständige Bundesministerium (BMELV) ist gefragt, eine solche Kennzeichnungspflicht für Siedlungsprodukte einzuführen – das ist im Interesse der Verbraucher/innen und der Unternehmen.

Mit der Obsttüten-Aktion möchten wir aber vor allem diejenigen Unternehmen erreichen, die über das Problem der irreführend gekennzeichneten Produkte noch nicht informiert sind oder es ignorieren. Und natürlich geht es darum, ein klares Signal an die Verbraucherzentralen und das BMELV zu senden, dass eine zunehmende Zahl von Verbrauchern/innen für Klarheit und eine verantwortliche Kaufentscheidung im Einklang mit geltenden Menschen- und Völkerrechtsstandards ist. Nutzen Sie deshalb in jedem Fall parallel zu Ihren Aktionen vor Ort das Verbraucherportal www.lebensmittelklarheit.de. “ Zitat von PAX Christi/Informationsdienst

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