Gorleben als Umschlagplatz für Atommüll – GNS hält an Ausbauplänen fest

Die Suche nach End- und Zwischenlager für Atommüll gestaltet sich genauso wie zu befürchten war. Keine klare Absage an Gorleben, obwohl dieser Ort bereits als geologisch bedenklich für eine Atom-Lagerung, eigentlich nicht zur Wahl steht. Ein schwindelnder Schängelkurs unter der Leitung des Umweltministers Röttgen, der sich zuletzt bei seiner Kandidatur in NRW als unzuverlässiges Wechselbäumchen outete. Aber auch der anderen Parteien, wie z.B. der Grünen, die durch ihre Sprachröhre Christa Roth dafür sorgte, dass Gorleben trotz bisheriger Erkenntnisse auf der Liste der möglichen Standorte für Atomlager blieb. Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg (1) schreibt hierzu:

“ Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) hält an den Ausbauplänen für Gorleben fest. Eine Konditionierungsanlage soll auf einer Grundfläche von 6.500 Quadratmetern errichtet werden. Die GNS begründet den Bauantrag mit der Notwendigkeit, dass schwach- und mittelradioaktive Abfälle endlagergerecht verpackt werden müssen, sie sollen ab dem Jahr 2019 zum Schacht Konrad transportiert werden.

Die Gorleben-Gegner sind skeptisch. „Welchen Sinn macht der Erweiterungsbau für 450 Container?“ fragt Lennart Müller, Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Zu befürchten sei, dass die Konditionierungsanlage in Gorleben Drehscheibe für weitere Atommülltransporte werde. Logisch sei, dass Atommüll an einem Endlager errichtet wird.

„Gorleben ist auch als Endlagerstandort nicht vom Tisch. Da in einem künftigen Endlager für hochradioaktive Abfälle auch der Müll gelagert werden soll, für den der Schacht Konrad bei Salzgitter nicht ausgelegt ist, schafft die GNS jetzt die Infrastruktur für ein Nukleares Entsorgungszentrum in Gorleben, damit soll der Standort zementiert werden“, sagte Wolfgang Ehmke (BI). Die Castor-Halle, das Fasslager, eine Pilot-Konditionierungsanlage für hochradioaktive Abfälle und die neue Verpackungsanlage würden mit Sicherheit bei der Abwägung, ob Gorleben Endlagerstandort wird oder nicht ins Feld geführt werden.

„Wir werden uns nicht zurücklehnen. Auf zahlreichen Informationsveranstaltungen stehe während der Kulturellen Landpartie (KLP) Gorleben im Fokus, für die vielen Besucherinnen und Besucher des Wendlands, die für die KLP anreisen, hat die BI eine Sonderausgabe der Gorleben Rundschau herausgegeben. „Wir müssen dem Eindruck entgegen treten, dass Gorleben eingemottet wird, das Gegenteil ist der Fall“, so Ehmke. „

Wolfgang Ehmke, Lennart Müller

(1) http://www.bi-luechow-dannenberg.de

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