Geld kann nicht arbeiten – aber Spekulation kann Leben töten

14. Mai 2012
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“Lassen sie ihr Geld für sich arbeiten”.  Haben sie schon mal Geld…

  • am Fließband stehen
  • oder Klo putzen
  • Strassenlöcher asphaltieren
  • oder Patienten pflegen  sehen ? 

Was meinen diese Leute mit diesen komischen Sprüchen?

Sie meinen damit, dass sie etwas Geld anlegen und für dieses Geld arbeiten lassen können. Das, was die- oder derjenige dann mit seiner bezahlten Arbeit verrichtet, wird einkassiert, abzüglich der Herstellungskosten. Und dieser Gewinn bildet die Grundlage für die Redite ihrer Geldanlage. Die einen nennen dies ein lukratives Geschäft, die anderen nennen es Teilhabe am Profit des Unternehmens. Profit ist ja nun ein gesellschaftsfähiger, nicht übel riechender Begriff. Schließlich ergeht es Ihnen zumindest im Angestellten- oder Arbeitsverhältnis ja auch nicht anders. Diese Feststellung will nicht mit dem moralischen Finger belehren, dass es Ausbeutung gibt. Sie weist nur sachlich darauf hin, dass weder eine Münze, noch ein Geldschein, noch eine Aktie oder ein anderes Stück Papier etwas schaffen kann. Es ist immer der Mensch.

Ausbeutung hin oder her, manche beuten sich ja selbst aus. Aber wird es einem nicht mulmig, wenn dieses angelegte Geld von Finanzjongleuren als Aktie, Fond oder ähnliches zur Spekulation eingesetzt wird? Zum Beispiel bei Nahrungsmittelspekulation. Die Spekulanten kaufen riesige Mengen an Reis, Mais oder Soja, warten bis die Nachfrage immer höher steigt, erzielen einen Spitzenpreis. Dieses Spiel hat nur einen Nachteil: es findet wirklich statt und führt dazu, dass vorwiegend in den Ländern Afrikas Hungersnöte ausbrechen. Ja sie lesen richtig. In Afrika kann man sich dann keinen Reis oder Mais mehr kaufen, weil der Weltmarktpreis durch Nahrungsmittelspekulation künstlich in die Höhe getrieben wird. Ist Ihnen das Ihr Geld wert ?

Spekulation führt auch dazu, ganze Volkswirtschaften einbrechen zu lassen. So haben die US-Amerikanischen Banken und Investoren den US-Mais so stark subventioniert, dass sie mit Billigpreisen den mexikanischen Maisanbau überschwemmen. Nach dem Motto – ich bin doch nicht blöd, kaufen die Billigheimer bei Billigheim. Schließlich ist der Wohlstand für alle da und da muss man schon ein bißchen egoistisch sein, denn: Unterm Strich zähl ich.

Es gibt viele Wege, die nach Rom führen. Die Finanzberater erklären Ihnen sogar: Gewinne sind auch in der Krise möglich! Da liest man: “Die Aktienmärkte sind in den letzten 5 Wochen erheblich eingebrochen. Der positive Trend vom Jahresbeginn ist endgültig vorbei – die Krise ist zurück. Deutlich zeigt das der DAX, der inzwischen unter 6450 Punkten steht. Sämtliche Aufwärtstrends sind gebrochen…Mit besonderen Depots schlagen sie dem DAX ein Schnippchen. Sie fahren einen Gewinn von 20-30 % ein, während der DAX um mehr als 500 Punkte fällt.” Juchheissassa- jubeln da die Spekulateure. Und man sieht diese Spekulations-Betreiber dann auch im US- oder deutschen Fernsehen am Tagesabschluß grinsen und in die Hände klatschen. Der “Sinn” dieser Geldanlage besteht darin, mit der Krise Profit zu machen. Das Chaos, der Bankrott der Wirtschaft wird so für Einige zum Gewinn. Solch eine Finanzwirtschaft dürfte wohl für Volkswirtschaften keine Perspektive bieten.

Dies sind ein paar Tips für Geldanleger, die auch nach der Lektüre dieser Zeilen noch keine Gewissensbisse plagen.
Oder es ist eine Empfehlung, Banken zu wählen, die sich nicht an Spekulationsgeschäften beteiligen.

Jeder kann frei entscheiden. Wir empfehlen:

WECHSLE DEINE BANK!

Warum?    http://tv-orange.de/2012/05/gegen-spekulation-lassen-wir-unsere-kroeten-wandern-fuer-bankwechsel/

Wieso?        http://tv-orange.de/2012/05/baenkchen-wechsle-dich/

Wohin?      http://tv-orange.de/2012/05/alternative-banken-eine-uebersicht-von-attac-sehr-hilfreich/


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