Vanunu – was nicht gesagt werden darf – Israels Atomprogramm

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... Verschleppung, erneute Inhaftierung

... Verschleppung, erneute Inhaftierung

Mordechai Vanunu, Israeli, Nukleartechniker, deckte das Atomprogramm Israels bereits 1980 auf.

Das was Günter Grass heute sagen muss, wurde Vananu zum Verhängnis. Entführung durch den Geheimdienst Israels, Verschleppung, jahrzehntelange Inhaftierung und Isolation.

Nachfolgend ein Abdruck aus WIKIPEDIA (1):

 

Mordechai Vanunu (2) (hebräisch ‏מרדכי ואנונו‎‎, * 13. Oktober 1954 in Marrakesch) ist ein israelischer Nukleartechniker, der 1985 die Existenz des bis dahin geheimgehaltenen Nuklearforschungsprogrammes Israels und damit die faktische atomare Bewaffnung des Landes aufdeckte.

Vanunu ist Sohn jüdisch-marokkanischer Einwanderer. Sein Vater war Rabbiner in Beerscheba. Nach dem Militärdienst studierte Vanunu zunächst ein Jahr lang Physik, bevor er das Studium aus finanziellen Gründen abbrechen musste. Vanunu arbeitete von 1976 an als Techniker im von der israelischen Regierung lange geheim gehaltenen Dimona Nuclear Research Center im Negev, 90 km südlich von Jerusalem, bis er 1985 entlassen wurde.

Vanunu besuchte mehrere asiatische Länder. Während einer Australienreise 1986 trat er zum Christentum über. Bald darauf ging er mit der Behauptung, dass Israel Atommacht geworden war, an die Öffentlichkeit. Er kontaktierte zunächst den Daily Mirror, dessen Verleger Robert Maxwell die Fotografien an Israel weiterleitete.

Dimona ? auf www.Vananu.com

Noch bevor die Londoner Sunday Times Vanunus Hinweise nach gründlicher Prüfung durch den britischen Atomexperten Frank Barnaby in einem Artikel am 5. Oktober 1986 veröffentlichte, wurde Vanunu am 30. September 1986 unter Zuhilfenahme eines weiblichen Lockvogels des israelischen Geheimdienstes Mossad nach Rom gelockt, entführt und von dort per Schiff nach Ashdod in Israel gebracht. Die Agentin ist eine Amerikanerin namens „Cindy Hanin Bentov“ (siehe Cheryl Ben Tov). Sie lebt heute in Orlando. Die Entführung erfolgte ohne Einverständnis des Gastlandes Italien.

Sechs Wochen lang leugnete die Regierung, etwas über Vanunus Verbleib zu wissen, bis es ihm gelang, aus einem Polizeibus heraus Journalisten eine Nachricht zukommen zu lassen, indem er eine heimlich auf seine Handinnenfläche geschriebene Nachricht „Vanunu M – was hijacked – in Rome ITL – 30.9.86 – came to Rome – by BA Fly 504” an die Fensterscheibe hielt. Wegen Landesverrats und Spionage wurde er zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er etwa 11 Jahre in Isolationshaft verbrachte, in Aschkelon, heute „Gefängnis von Schikma”.

Israels Nuclear Program auf www.vananu.com

Am 21. April 2004 wurde Vanunu unter strengen Auflagen freigelassen. Unter anderem darf er Israel nicht verlassen, darf sich keiner ausländischen Botschaft nähern und muss über geplante Ortswechsel Rechenschaft ablegen. Außerdem darf er weder das Internet noch Handys benutzen, und jeder Kontakt mit ausländischen Journalisten ist ihm verboten. Er befindet sich gewissermaßen immer noch in einer abgeschwächten „Incommunicado-Haft”. Trotz der Auflagen hat er bereits über 100 Interviews gegeben, weswegen er mehrmals inhaftiert wurde. Zurzeit lebt er im Gästehaus der St. Georgs-Basilika in Jerusalem.

Am 11. November 2004 meldete Ha’aretz die Festnahme von Vanunu. Er habe geheime Informationen weitergegeben. Er wurde jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt, die strengen Auflagen wurden allerdings für ein weiteres Jahr verlängert. Zusätzlich wurde gegen ihn im Zusammenhang mit der erneuten Festnahme Anklage in 21 Punkten erhoben.

Am 2. Juli 2007 entschied ein israelisches Gericht, dass Vanunu wieder für sechs Monate ins Gefängnis muss. Es hatte ihn schon im April schuldig befunden, Kontakt zu Ausländern gehabt und damit gegen Auflagen der Justiz verstoßen zu haben. Er legte Berufung ein, seine Strafe wurde auf drei Monate gesenkt.

Am 28. Dezember 2009 wurde Mordechai Vanunu erneut in Haft genommen und am nächsten Tag in einen Hausarrest entlassen.

Wegen der Verurteilung aus dem Jahre 2007 musste er am 23. Mai 2010 eine dreimonatige Haftstrafe antreten. Er hatte die Wahl, drei Monate ins Gefängnis zu gehen oder gemeinnützige Arbeit zu verrichten. Vanunu wollte die gemeinnützige Arbeit im arabischen Ostteil von Jerusalem verrichten, da er sich im jüdisch-bevölkerten Westteil Jerusalems durch Attacken von wütenden Israelis bedroht fühlte. Dies wurde ihm untersagt, sodass er am 23. Mai 2010 eine dreimonatige Haftstrafe antreten musste. …

 

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Mordechai_Vanunu

(2) Persönliche Seite von Herrn Vananu http://www.vanunu.com/

Hinweis auf der Seite “www.vananu.com” weitere Dokumente in Bild und Ton:
http://www.vanunu.com/videos/index.html

Geschichte und Hintergründe des israelischen Nuklearprogramms auf “www.vananu.com”
http://www.vanunu.com/history/index.html

Wikipedia über Dimona http://de.wikipedia.org/wiki/Dimona

1 comment for “Vanunu – was nicht gesagt werden darf – Israels Atomprogramm

  1. Theodor Lay
    5. Mai 2012 at 13:48

    Gehen wir den Tatsachen der heutigen Politik und der israelischen Geschichte auf den Grund, so fallen jedem sachlichen Analytiker, unübersehbare Zwiespältigkeit und schwerste, verhängnisvolle Verletzungen der international, anerkannte Menschenrechte, auf.
    Seltsamerweise in einem Volk, indem sich Christus, der erstgeschaute Sohn Gottes, das größte menschliche Vorbild, als Mensch Jesus eingeboren hat.
    Wie kaum ein anderer, erbrachte er den Beweis, wie eine friedvolle Lebensgemeinschaft, durch die konsequente Erfüllung aller Gebote Gottes, entstehen und dauerhaft am Leben gehalten werden kann. Er unterwies seine sogenannten Nachfolger zu einem absolut gewaltlosen Leben, durch die praktizierte Gottes und Nächstenliebe, die sogar die Feindesliebe einschloss.
    Normalerweise müsste es doch besonders den Personen, die an der Spitze des israelischen Volkes stehen, eine besondere Ehre und Motivation sein, vorbildlich diesem großen Friedensfürst in Wort und Tat nachzufolgen.
    Doch das dem nicht so ist, zeigt allein schon die jahrelang gepflegte Feindschaft und Brutalität den Palästinenser gegenüber.
    Hat nicht Jesus selbst bewiesen und aufgezeigt, dass jede Form der Gewalt stets nur immer neue Gewalt schafft und gebiert und demnach auch verstärkt über den Verursacher kommen wird?
    Sie wird von jedem angezogen von dem Gewalt ausgeht, denn gleiches zieht immer wieder gleiches an.
    Das lehrt auch die Menschheitsgeschichte selbst, doch bei all jenen in denen im Inneren durch entsprechendes Empfinden, Denken und Verhalten, Gewalt entsteht und hervorgerufen wird, scheint eine geistige Blindheit und Alzheimer vorzuliegen.
    Selbsterkenntnis, Reue, die Bitte um Vergebung, Wiedergutmachung und besonders das nicht mehr tun, scheint eine unverständliche, fremdländische Sprache zu sein, die von ihnen nicht zu verstehen ist.
    Denn wie sonst ist es zu verstehen, wenn ein so ein genialer Friedensfürst wie Jesus im eigenen Volk weder angenommen noch aufgenommen und auch im gegenwärtigen Handeln erneut gekreuzigt wird?
    Um das Maß noch voll zu machen, schaffte man auf raffinierte Weise durch das Wort Antisemitismus eine Zauberformel, indem die berechtigste Kritik zum Schweigen und jeden Kritiker selbst zum Abschuss frei gestellt werden kann.
    Das hat kürzlich Günter Grass und auf besonders schmerzliche Weise, Mordechai Vanunu in Erfahrung bringen können.

    Jesus gab auch zu verstehen, dass ein vollkommener ewiger Gott nur das Gute ist und geschaffen hat.
    Demnach kann das Böse nur von der Menschheit selbst geschaffen sein und muss folglich von dieser auch wieder bereinigt und umgewandelt werden.
    Auch das Wie, hat er ausführlich gelehrt und gezeigt.
    So sagte er auch, alles was den Keim einer Zerstörung in sich trägt ist nicht Göttlich, sondern gegensätzlich und muss umgewandelt werden.
    Demnach ist auch die vom Menschen, künstlich geschaffene Radioaktivität gegen Gott und ein schweres Vergehen gegenüber der Natur und allem Leben.
    Wird diese nicht bereinigt und umgewandelt, so werden nach dem Gesetz von Saat und Ernte die verhängnisvollen Wirkungen über die Menschheit und ganz besonders all jene treffen, die sie geschaffen und unterstützt haben.

    Theodor Lay

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