Nicht grün mit Frau Roth

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Kurz vor dem Parteiengipfel in Berlin, der sich morgen mit dem Endlagersuchgesetz befasst, versucht die Grünen-Parteivorsitzende Claudia Roth gegenüber der Umweltbewegung zu punkten. Mit der Aussage, Gorleben als Referenzstandort nicht zu akzeptieren, suggeriert sie, auf einer Linie mit den Kritikern des Standorts zu sein. Einen kompletten Ausschluss Gorlebens aus dem Suchverfahren fordert sie indes nicht und hält damit weiter am Kurs ihrer Partei fest.

„Dass die Grünen- Spitze sich auf die Tricksereien eines Herrn Röttgen einlässt, zeigt deutlich, wie weit sie sich von der eigenen Basis entfernt hat“, meint die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Die Verhandlungsführer unterscheiden sich aber kaum in ihren Positionen:

„Röttgen will Gorleben als Referenzstandort, die Grünen wollen den Vergleich anderer Standorte mit Gorleben“, beklagt die BI. Solange Gorleben nicht endgültig vom Tisch ist, bestehe die große Gefahr, dass der marode Salzstock am Ende wieder gesund gerechnet wird. Für die Atomlobby gäbe es viel zu verlieren. Immerhin sind schon 1,6 Mrd. Euro im Salz vergraben worden, rechnet die BI vor. Die Frage nach der Lagerung von hochgiftigem Atommüll, dürfe jedoch nicht nach den finanziellen Interessen einzelner Akteure entschieden werden. Es muss das Prinzip der größtmöglichen Sicherheit unter Anwendung von streng wissenschaftlichen Verfahren gelten. „Anstatt aus den schwerwiegenden Fehlern der Vergangenheit zu lernen, wird weiter hinter verschlossenen Türen und ohne Beteiligung von Umweltverbänden und Initiativen geklüngelt,“ so der Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Deshalb werden die Gorleben-Gegner am 28.04 wieder auf die Straße gehen und mit einer Demonstration und einem großen Alarmschlagen am Salzstock in Gorleben ihren Standpunkt klarmachen.

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

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