USA – Kriegsgericht für Enthüllungen und Veröffentlichungen

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Bradley Manning ist der US-Soldat, der das Video über den Horror-Angriff von „durchgeknallten“ US-Soldaten auf Zivilisten im Irak an die Öffentlichkeit brachte. Aus Hubschraubern heraus machten US-Soldaten Jagd auf Zivilisten und erschossen sie wahllos. Wir berichteten darüber. (1)

Aber Bradley Manning lieferte nicht nur diese Filme, sondern auch sehr viele geheime Militärdokumente über den Krieg der USA im Irak an die Enthüllungsplattform Wikipeaks. Manning sitzt schon viele Monate ohne Verurteilung im Gefängnis. Nun will das US-Militär „seinen“ Soldaten wegen „Unterstützung des Feindes“ vor das Militärgericht bringen. Damit droht ihm lebenslange Gefängnisstrafe. (2)

Die Anklage versucht nachzuweisen, dass das gestohlene Material – wenn auch nur indirekt – in die Hände von AlQuaida geraten sein könne. Daraus leitet sie die Begründung „Unterstützung des Feindes“ ab.

Gelingt der US-Militärjustiz eine Verurteilung mit dieser Vermutungsbegründung, dann erreicht sie damit auch gleichzeitig, Wikileaks  und andere Internetmedien, auf denen solche Video- und Geheimdokumente veröffentlicht werden, unter Generalverdacht zu stellen.  Auch sie stünden dann als Staatsfeinde – als Unterstützer des Feindes – am Pranger.

(1) http://tv-orange.de/2011/01/freiheit-fr-bradley-manning-internationale-aechtung-der-amerikanischen-kriegsverbrechen-nagasaki-indochinairak/

(2) http://www.sueddeutsche.de/digital/mutmasslicher-wikileaks-informant-manning-muss-vors-kriegsgericht-1.1275505

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