Rabiate Polizeigewalt in den USA gegen Demonstration zum Internationalen Frauentag

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Am Samstag, den 3. März 2012 versammelte sich eine Gruppe von Demonstranten, darunter Occupy-Aktivisten aus Richmond und besetzten friedlich die Stufen des „Virginia State Capitols“ um gegen die neuesten Angriffe auf die Rechte der Frauen zu protestieren. Die Veranstaltung fand im Vorfeld zum Internationalen Tag der Frauen statt.

Die Demonstranten  wurden schnell von Bereitschaftspolizei umzingelt. Einige schleppten sie weg. Ein SWAT-Team -bewaffnet mit automatischen Waffen- sichterte die Aktion der Polizei. „Eine bemerkenswerte Erinnerung daran, dass der „Krieg gegen Frauen“ nicht einfach leere Rhetorik ist.“ schreibt die OWS auf ihrer Website erzürnt nach diesem Erlebnis.

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„In den Vereinigten Staaten sind die Rechte der Frau unter Beschuss. Mit immer scheinheiligeren Tricks wird die öffentliche Aufmerksamkeit von der wachsenden Kluft zwischen Reichtum und Armut abgelenkt“
, sagen sie und schreiben dazu weiter: „Agenten der 1 %, vertreten in Regierung und Medien, starten einen Kreuzzug mit frischem Elan und Eifer gegen:  Abtreibung, Geburtenkontrolle und Homosexualität, Ehebruch, usw. . Durch die erneute Belebung eines Kultur-Kriegs gegen Frauen und Menschen aus dem Personenkreis LGBT* der Lesben, Schwulen und Transsexuellen und anderer schutzbedürftige Gemeinschaften, hoffen sie, die 99 % der Bevölkerung auseinander zu bringen.“

[TV-Orange berichtete bereits über die in Europa bizarr anmuntenden Thesen der Erzkonservativen und der Tea-Party-Bewegung – siehe Propaganda und Thesen, Forderungen und Gesetzesvorlagen:  Christine O’Donnell, Michele Bachmann  ua.: Artikel: (1) und (2)]

„Man wird uns nicht auseinander dividieren.“ Occupy Wall Street steht in der Solidarität mit Frauen und allen unterdrückten Menschen, die durch staatliche Kontrolle und wirtschaftliche Gewalt ins Visir geraten sind, schreiben die Aktivisten dazu.

Am 8. März war Internationaler Frauentag. Der Internationale Frauentag ist fest verwurzelt mit dem Kampf für soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit. Aus lokalen Demonstrationen von Arbeitnehmerinnen erwachsen Forderungen nach kürzerer, besser bezahlter Arbeit, nach Mitspracherecht, und einem Ende der Diskriminierung. Tausende von Veranstaltungen werden auf der ganzen Welt stattfinden. Occupy-Aktionen in Städten und Gemeinden auf der ganzen Welt begleiteten das Ereignis mit einer Vielzahl von Veranstaltungen.

In den Vereinigten Staaten -und der ganzen Welt-  stehen Frauen und den Personenkreisen der LGBT* immer noch zahlreiche Hürden im Weg, die ihnen ein Überleben in dieser Wirtschaft noch zusätzlich erschwert.

Frauen machen 51 Prozent der Weltbevölkerung, aber auch 70 Prozent der Armen dieser Welt aus. Sie führen 66 Prozent der Arbeiten weltweit aus, produzieren 50 Prozent der Lebensmittel, aber verdienen 10 % des Einkommens und besitzen weniger als 1 Prozent des Weltvermögens. Frauen und LGBT* leiden unverhältnismäßig unter einem System der wirtschaftlichen Ungleichheit, sie müssen überall an den Frontlinien für soziale Gerechtigkeit kämpfen.

„Women Occupy“ hat die gesamte Occupy-Bewegung aufgerufen, sich gegen die  „Bank of America“ zu erheben, um die ökologische und ökonomische Gewalt zu stoppen, die von dieser Bank ausgehe. Die Occupy-Bewegung wirft der Bank eine Politik und Maßnahmen vor, die in Ihrer Ausrichtung rassistisch oder räuberisch seien. Nur so können deren Kreditvergabepraktiken genannt werden. Z.B. ihre Investitionen in ökologisch zerstörende Techniken wie der Tagebergbau. Die Krise und deren Auswirkungen seien bei dieser Bank unverhältnismäßig auf Frauen und LGBT* abgewälzt worden. Es sei an der Zeit sich gegen die Bank of America zu wehren samt des patriarchalischen Wirtschaftssystems, das diese repräsentiere.

In den Vereinigten Staaten unterstützen Women Occupy  gemeinsame Aktionen von Occupy Aktivisten, besonders die Frauen-geführten Kampagnen: Public Citizen und Rainforest Action Network, Aktionen gegen die Bank of America – die größte der Grossbanken –  „Gegen eine räuberische Wirtschaftspolitik,  die unsere Familien und Gemeinschaften zerstört.“ sagen sie.

Dies ist ein Bericht mit ausführlichen Zitaten aus dem Artikel
Occupy With International Women’s Day

Ein Thema von „Women Occupy“ und „Occupy Wallstreet“ ist auch die verheerende Arbeitsmarkt- und Familienpolitik in den USA. 2,3 und 4 fach Nebenjobs veranlassen Eltern und junge Mütter ihre Kleinsten in 24-Stunden-Kindergärten unter zu bringen. (3)

 

Weiterführende Informationen:

über Women Occupy und deren Aktionen sind hier zu finden: http://bit.ly/wv21lA

Information zu LGBT : http://de.wikipedia.org/wiki/LGBT

Public Citizen: http://www.citizen.org/Page.aspx?pid=183

Rainforest Action Network: http://ran.org/

Proteste gegen die Bank of America:
http://www.womenoccupy.org/2012/03/women-bust-bank-of-america-ceo-brian-moynihan/

 

Weiterführende Artikel auf TV-O:

(1) Tea-Party in den USA
http://tv-orange.de/2011/09/tea-party-die-us-prsidentenwahl-mit-rick-perry-oder-co-zurck-in-die-50ger/

(2) Erzkonservative in den USA
http://tv-orange.de/2011/08/usa-wie-faschistoides-gedankengut-amerikas-establishment-durchdringt/

(3) USA der 24-Stunden Kindergarten Artikel von TV-ORANGE:
http://tv-orange.de/2012/03/familienpolitik-in-den-usa/

 

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