Familienpolitik in den USA

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Udo Lielischkies - USA Weltspiegel ARD - Familienpolitik in den USA

Einen Einblick in die verheerende Notlage vieler amerikanischer Familien zeigte der ARD-Bericht (1) „USA:  Der 24-Stundenkindergarten“ am Sonntag, 11. März 2012. (Filmdokumentation am Ende des Artikels)

Es ist haarsträubend wie Mütter, Väter, junge Frauen mit drei oder sogar vier Jobs am Tag ihre Existenz gerade so finanziell absichern können. Und selbst dann ist noch ein Zuschuss für Kinderbetreuung nötig!

Familienpolitik -das Leben der Eltern mit ihren Kindern- ist einer der brisanten Themen, die die Gesellschaft der USA von der einfachen Arbeiterfamilie bis zu Mittelschicht bewegt. „Women Occupy“ und „Occupy-Wallstreet“ in den USA sehen die gesamte Gesellschaft durch das Finanz- und Bankwesen in seinen Grundfesten erschüttert und sozial und moralisch untergraben.  In der Dokumentation beleuchtet Udo Lielischkies die konkreten familiären Folgen der „neuen“ Arbeits-, Familien- und Sozialpolitik in den USA und rückt die Kinder in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen:

In der Dokumentation von Udo Lielischkies sieht der 24-Stundentag für Kind und Familie so aus, dass Kinder abends um 23:00 in Kleidern Schlafen gelegt werden, damit sie 4:00 Uhr morgens, noch vor dem ersten Job in den 24-Stunden-Kindergarten gefahren werden können. Dort sitzen sie vor einer Glotze mit 30 anderen Kindern herum, oder verbringen ihre Zeit auf Pritschen liegend. Bereits halbe Säuglinge ab 1/2 Jahr, erleiden das gleiche Schicksal, weil auch die Jobsituation deren Eltern 2, 3 oder 4 Mini-Arbeitsstellen vorsieht! Etwas später werden die „älteren“ Kinder in die Schule gebracht, gefolgt von einer Mahlzeit,. Danach werden sie dann kurz wieder nach Hause geholt und wieder nachmittags um 16:00 Uhr zurück in die „Verwahrungsstation“ gebracht. Nach dem dritten Job (!) wird das Kind dann von dort wieder nach Hause gebracht und wieder mit Kleidern eingepackt auf den nächsten Morgen um 4:00 Uhr vorbereitet !

Hier geht es zur ARD Filmdokumentation.

Der Zuschauer, gewohnt einen USA-Bericht vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sehen, ist von diesen Berichten des US-Alltags schockiert. Die USA von heute zeigen ein dramatisches Bild von Armut und tiefen sozialen Gegensätzen zwischen arm und reich.

Es wird das ganze Ausmaß an gesellschaftlichen Mißständen sichtbar, die durch die grenzenlose ökonomische Versklavung unter die Knute des Marktes und des obersten Credo – Wirtschaftswachstum sei das Wichtigste – entstanden sind. Der Film weist darauf hin, dass auch in Deutschland die ersten Parallelen zu dieser Entwicklung der „24-Stunden Kinderbetreuung“ entstehen.

Sollte die Wirtschaft ursprünglich dem Menschen dienen, so ist durch die absolute Vorherrschaft des Wirtschafts- und Finanzprofits das Zusammenleben der Menschen zweitrangig geworden. Zuende gedacht wird so aus einem frohen und gesunden Familienleben eine irre „Anstalt“, in der die Menschen wie in einem Hamsterrad funktionieren müssen.

Kommentar zu einem Filmbeitrag im Weltspiegel von Udo Lielischkies.
Seine Reportagen im Weltspiegel des ARD sind  sehr empfehlenswert !

Hier geht es zur ARD Filmdokumentation.

(1)  ARD Weltspiegel
http://www.daserste.de/weltspiegel/beitrag_dyn~uid,9ktw0m31p7g02l4t~cm.asp

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