Was hat der Papstbesuch mit der Schulden Griechenlands zu tun ?

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Es gab einmal einen Thomas von Aquin, der wie viele andere Christen von der Würde und der Gerechtigkeit unter den Menschen predigte und auch so lebte. Heute haben wir einen Papst-Apparat, der sich mit Einnahmen und Ausgaben durchaus mit kleineren europäischen Staaten messen kann.

Nicht dass ich mich aufrege, dass der Papst im Bundestag sprach – im Gegenteil.

Es ist notwendig am Ort der Sünde die Vision von der Herrlichkeit der Schöpfung und der Ehrlichkeit des Menschen zu predigen. Höchst befremdlich und widerlich hingegen ist, was auch Eugen Drewermann anmahnt, die Tatsache, dass dieser Papst sich mit militärischen Ehren empfangen läßt und die Reihen des Militärs abschreitet. Das verträgt sich einfach nicht mit seinen Aufrufen gegen Gewalt und Krieg.

Nichts hat es damit zu tun – außer dass es ein unmoralisches Verhalten ist …

Ebenso unmoralisch erscheint es auch, dass der Papstbesuch, nach Angaben des Erzbistums Freiburg, 23,3 Millionen Euro Kosten verursachte. In einer zeit, da überall in der Welt und auch in Europa, das Ein- und Auskommen der einfachen Bürger klamm wird.

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Download Video  Eugen Drewermann zum Papstbesuch 2011

Die „Morgenpost“ hat eine Aufstellung gemacht, was den Bürgern Griechenlands aufgebürdet wird, um Schulden auszugleichen, die nicht durch sie selbst verursacht wurden. (2)  Die Eckpunkte des neuen Sparprogramms: 14 Milliarden Euro sparen, allein dieses Jahr sollen es 3,1 Milliarden Euro sein. Nachfolgend eine Aufstellung der Morgenpost:

Bis 2015 sollen 150 000 Staatsbedienstete gehen. Noch in diesem Jahr sollen 15 000 entlassen werden. Der Beamtenstatus für staatlich kontrollierte Betriebe, wie die Elektrizitätsgesellschaft (DEI) wird aufgehoben.

– Zum Teil noch strittig sind die Rentenkürzungen. Vorgesehen ist, dass alle Zusatzrenten um 15 Prozent gekürzt werden. Sie entsprechen etwa 20 Prozent des Einkommens der Ruheständler. Die Renten von bisher als privilegiert geltenden Rentenkassen wie beispielsweise der Elektrizitätsgesellschaft, zahlreicher Banken und der Telefongesellschaft sollen um 15 Prozent gekappt werden. Die Ruhestandsbezüge der Seeleute sollen um 7 Prozent sinken.

Der Mindestlohn im privaten Bereich soll um 22 Prozent von heute 751 Euro brutto auf 586 Euro verringert werden. Noch härter sind die Einschnitte für junge Beschäftigte unter 25 Jahren, der Mindestlohn soll um 32 Prozent sinken. Der Tageslohn für Arbeiter wird von 33,57 Euro auf 26,19 Euro verringert. Der Mindestlohn ist in Griechenland von besonderer Bedeutung, da an ihn das Arbeitslosengeld gekoppelt ist. Es sinkt von heute 461,50 Euro auf 322,34 Euro.

Die meisten Lohnzuschüsse abgesehen vom Familiengeld und dem sogenannten Bildungsgeld für Uni- und Fachhochschulabsolventen werden abgeschafft. Damit sinkt beispielsweise der Lohn eines Angestellten im Handel von heute 1374,87 Euro auf 962 Euro.

Alle Löhne werden eingefroren, bis die Arbeitslosigkeit von heute 19,2 auf 10 Prozent fällt.

Privatisierungen: Bis 2015 sollen insgesamt 19 Milliarden Euro in die Staatskassen fließen. Unter anderem sollen die Staatliche Lotterie (OPAP), die Gaswerke (DEPA) und die Staatlichen Raffinerien (ELPE) privatisiert werden.

Bilanz des Sparprogrammes Griechenland:

Kürzungen um 20% aller Gehälter Leistungen und Renten,
Massenentlassungen,
Privatisierungen.

Wolfgang Theophil

(1) Jürgen Drewermann in Radio Bremen http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/120205_nachtstudio_nst.asx

http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Drewermann 

(2) http://www.morgenpost.de/newstickrer/dpa_nt/infoline_nt/thema_nt/article1901973/Eckpunkte-des-griechischen-Sparprogramms.html

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