Stimmen sie für die Sonne – Protest gegen Röslers Gesetze !

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Die Bundesregierung versucht die Politik für alternative Energie auszubremsen!

In den nächsten acht Jahren sollen in Deutschland insgesamt nur noch so viele Photovoltaik-Anlagen installiert werden wie die Bürgerinnen und Bürger allein im letzten Dezember auf ihre Dächer schraubten. Dies sieht ein Gesetzesentwurf vor, den ausgerechnet der Wirtschaftsminister in den nächsten Wochen durch den Bundestag boxen will.

Wir unterstützen diesen Aufruf von Franz Alt und bitten Sie, massiv zu protestieren.  Protestliste weiter unten !

„Hat nicht derselbe Minister nach Fukushima die Energiewende mit beschlossen?

Das hat er – aber die einmalige Erfolgsgeschichte der deutschen Solarindustrie seit dem Inkrafttreten des Erneuerbaren Energiegesetzes soll dennoch kaputt gemacht werden.

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Das Gesetz hat nur einen Fehler: Die Bürgerinnen und Bürger haben es ernst genommen.

Ich habe in den letzten Jahren in Indien und China, in Korea und Japan und Taiwan, in Südafrika und Ägypten für dieses Gesetz geworben. Auf der ganzen Welt wird das deutsche Erneuerbare Energien-Gesetz als erfolgreich im Kampf gegen den Klimawandel gefeiert.

Vier Dutzend Länder haben unser EEG in der Intention übernommen – allein 16 Staaten innerhalb der EU.

Bisher wurde argumentiert: Solarstrom sei zu teuer. Das ist jetzt auch Röslers wichtigstes Argument.

Richtig ist, dass die Kilowattstunde Solarstrom vor 20 Jahren noch einen Euro gekostet hat, aber heute sind wir bei 22 Cent. Das ist noch so viel wie der Haushaltstrom aus der Steckdose.

Herr Wirtschaftsminister, sollen die vielen Milliarden, die wir bisher alle in den Ausbau und Aufbau der Solarindustrie gesteckt haben, umsonst gewesen sein?

In den Branchen der erneuerbaren Energien sind 400.000 zukunftsfähige Arbeitsplätze entstanden. Warum soll ausgerechnet jetzt, wo der Solarstrom Preisparität mit dem Haushaltstrom erreicht hat, eine so erfolgreiche Branche kaputt gemacht werden?

Rational ist das nicht zu erklären. Welche Erklärung aber gibt es dann? –Warum, Philipp Rösler spielen Sie den Wirtschaftsverhinderungsminister? Warum dieser ökologische und ökonomische Unsinn? Warum denken Sie so kurzsichtig?

Oder denkt der FDP-Chef in Ihnen doch weitsichtiger als wir bisher angenommen haben? Ich habe eine Vermutung und eine Befürchtung. Sehr wahrscheinlich kommt die Drei-Prozent-FDP 2013 nicht mehr in den Bundestag. Und dann will es Philipp Rösler vielleicht so machen wie zwei seiner Vorgänger. Sowohl der frühere Wirtschaftsminister Werner Müller wie auch Wolfgang Clement sind nach ihrem Ausscheiden aus der Politik bei der alten Energiewirtschaft eingestiegen und erhielten dort lukrative Posten.

Was Sie zurzeit treiben, Herr Rösler, ist nämlich nichts anderes als schlichte Klientel-Politik im Sinne der alten Energiewirtschaft, die sich an der beschlossenen Energiewende ganz simpel rächen will.

Die alte Energiewirtschaft verstehe ich rational noch, aber der Wirtschaftsminister hat schließlich seinen Eid auf das Wohlergehen des gesamten Volkes geleistet. Und diesen Amtseid verraten Sie schändlich. Ausgerechnet Sie als junger Minister verraten die Zukunft unserer Kinder und Enkel.

Was also tun, liebe Umwelt- und Sonnenfreunde?

Hermann Scheer hat in solchen Situationen zweimal erfolgreich empfohlen, die Öffentlichkeit zu mobilisieren. Gegen frühere Versuche, die Erneuerbaren zu stoppen, haben in Bonn einmal 6.000 und in Berlin 10.000 Menschen demonstriert. Der Erfolg lag vor allem darin, dass wir eine einmalige Koalition von Umweltverbänden, Gewerkschaften, Kirchen, Umweltpolitikern aller Parteien und der erneuerbaren Energiewirtschaft zusammengebracht haben.

Ich schlage erneut eine Großdemonstration vor. Das scheint die einzige Sprache zu sein, welche verantwortungslose und profilierungssüchtige Machtpolitiker, die sich um jeden Preis der Atomlobby andienen wollen, noch verstehen.

Die Frage heißt, wer hat mehr Freunde:

Der gegenwärtige Wirtschaftsminister oder die Sonne?

Kreativer Widerstand gegen Rösler Ihre Stimme für die Sonne

© Franz Alt 2012 – www.sonnenseite.com

5 comments for “Stimmen sie für die Sonne – Protest gegen Röslers Gesetze !

  1. Michael Gredke
    17. Februar 2012 at 00:38

    Bevor Fukushima passierte sagte ich noch zu dem Herrn der uns die Solaranlage für unser Haus geplant hat, „wenn die Module oder der Wechselrichter kaputt gehen ist das nicht so gefährlich als wenn irgendwo ein Atomkraftwerk in die Luft geht!“ Und was ist !! Fukushima ist passiert…. Als wenn ich es geahnt hätte! Da hat es sich auf jeden fall gelohnt das Geld in eine Photovoltaik-Anlage zu investieren. Ohne Staatliche Förderung, alles aus eigens angespartem Geld!

  2. Sonne Für Jeden!
    5. Februar 2012 at 13:35

    Für eine Energiewende die dem ganzen Volk nutzt! Es reicht nicht die Photo-zelle auf den Dächern der Besser verdienenden. Man subventioniere stromsparende Geräte, damit sich die Menschen diese auch leisten können! Strom- und energiesparende Geräte und Autos sind ein Luxus. Hier ist der Hebel anzusetzen !

  3. Sonnenkind
    5. Februar 2012 at 13:25

    Nicht jeder ist Hausbesitzer oder kann sich Photovoltaik-Anlagen leisten. Manche erhalten auch keinen Kredit, um eine rentable Anlage aufzubauen. So beliben massenhaft gute Flächen ungenutzt.
    Zig Millionen Mieter können auch nicht teilnehmen oder profitieren, mangels Möglichkeit.
    Und das sind die, die mit den erhöhten Strompreisen das zahlen, was sich Begünstigtere in dieser Gesellschaft auf die Dächer schrauben können, um davon zu profitieren – und einen Umweltbeitrag zu liefern, den andere leisten müssen. Derartige Zwangsbeglückung reisst eine erhebliche Gerechtigkeits- und Solidariätslücke auf. An anderer Stelle ist auf TV-Orange dies zu lesen: „Wer Photovoltaik-Anlagen baut, sollte solidarisch sein“ http://bit.ly/fTXgQO

    • 5. Februar 2012 at 17:54

      Ich beschäftige mich auch schon länger mit diesem Problem. Jetzt habe ich eine Lösung gefunden und möchte diese auch bekannt machen. Wer sich heute keine Anlagen leisten kann, aber eine geeignete (Dach-)Fläche zur Verfügung stellen kann, bekommt eine anständige Miete und kann sich nach 13 Jahren entscheiden, ob er die Anlage dann zum Restwert kaufen möchte, oder lieber die doppelte Miete, oder die bisherige Miete und eine Strompreisreduktion haben möchte. Damit wird PV zur Volksanlage und bringt allen Vorteile!!!

  4. 4. Februar 2012 at 23:15

    „Ich habe eine Vermutung und eine Befürchtung. Sehr wahrscheinlich kommt die Drei-Prozent-FDP 2013 nicht mehr in den Bundestag. Und dann will es Philipp Rösler vielleicht so machen wie zwei seiner Vorgänger. Sowohl der frühere Wirtschaftsminister Werner Müller wie auch Wolfgang Clement sind nach ihrem Ausscheiden aus der Politik bei der alten Energiewirtschaft eingestiegen und erhielten dort lukrative Posten.“

    Ich schließe mich dieser „Vermutung und Befürchtung“ von Franz Alt uneingeschränkt an.
    Auch nach meiner Einschätzung will Rösler die Energiewende in ihren dezentralen Möglichkeiten ‚einsacken‘ und den angestammten ‚Versorgern‘ mit gesetzlich ‚entsorgter‘ Konkurrenz vor die Füße legen.
    Denn dass die Energiewende unumgänglich ist, hat man bis die Vorstandsetagen der großen Energiekonzerne verstanden. Die drohende Energieautonomie, die nirgendwo so massiv möglich ist wie mit der Photovoltaik, förmlich der Bevölkerung wieder auszubläuen und schnellstens die von der Photovoltaik ‚bereinigten‘ Erneuerbaren strukturell in die Großtechniken und zentralen Vertriebsstrukturen der großen EVU einzubinden, wird derzeit mit massivsten Mitteln betrieben. ( U.a. mit Solarbashing auf allen medialen Kanälen der sogenannten Leitmedien)
    Und in genau diese Vorstandsetagen möchte sich der Wirtschaftsminister Rösler nach seiner kurzen Amtszeit mit Vollzugsmeldung der ’solaren Gefahrenbereinigung‘ zum gediegenen Salärbezug anempfehlen.
    Ich gäbe viel drum, wenn ich mich da täuschen würde…..

    trotzdem
    oder gerade deswegen
    sonnige Grüße
    Wilfried Michalski

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