Occupy Bewegung in den USA

13. Februar 2012
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Trotz der US-Präsidentschaftswahlen: Die Bewegung des Umbruchs wächst!

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Oakland-Proteste offenbaren sozialen Spannungen

Trotz der Verbote, sich zu Protesten auf der Strasse und auf öffentlichen Plätzen in camping-ähnlichen Behausungen einzurichten, wächst in den USA der Protest. Die Occupy-Bewegung wird nicht müde, das zu formulieren, was in den USA immer stärker wahrgenommen wird: „Die von den Firmen gesteuerten Medien desinformiert die Massen und schläfert sie ein“ (Corporate Media puts the Masses to sleep – siehe Foto)

Harsches Einschreiten

Blendgranaten, Kugeln, Keulen, Tränengas, und andere Waffen verwendet die Polizei gegen mehr als 6000 protestieren Menschen in Oakland, gegen eine Aktion der Bewegung Occupy Wallstreet (OWS). 400 von ihnen werden verhaftet.

Warum? OWS möchte ein leerstehendes Gebäude als Sozialzentrum umgestalten und protestiert gegen soziales Elend. „Essen, Wohnung und Gesundheit für alle“. Das sind zentrale Forderungen einer Bevölkerung, die sich ohne soziales Netz ins Elend abdriften sieht.

„In einer Welt, die durch die Armut, soziale Kahlschläge, und Bankenniedergang gekennzeichnet ist, hat OWS in der gemeinschaftlichen Aktion der Besetzung des Oakland-Gebäudes einen exemplarischen Versuch gestartet, ein aufgegebenes Gebäude in ein soziales Zentrum für die Bedürftigen umzufunktionieren. Dies sollte in der Allgemeinheit auf Zuspruch der 99% der Bevölkerung stoßen.“ Schreibt OWS auf ihrer Homepage.
(1)

„Bildung statt Ausverkauf“

… ist auf dem Plakat zu lesen, das ein junges Mädchen hochhält. Doch die gesellschaftliche Zukunft, auf die insbesondere die republikanischen Kandidaten die Bevölkerung vorbereiten wollen, sieht nicht nur Einschnitte, sondern Kahlschläge vor.

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Manipulierte Berichterstattung

Die Occupy-Bewegung kritisiert, dass über ihre Forderungen nach wirklicher Demokratie und ökonomischer Fairness nicht berichtet wird. Es herrsche in den Medien stattdessen nur „die müde Rhethorik und falsche Versprechungen der Republikaner und Demokraten“. Man wolle die OWS-Bewegung regelrecht tot-reden. Die Firmen-nahen Gazetten versuchten die Stimmung zu verbreiten, die Bewegung OWS schlafe ein.

Mit den harschen und brutalen Reaktionen der ausführenden Staatsorgane gegen die Protestbewegung der 99% (OWS) ist klar, wie bedrohlich die Bürgerbewegung von den in der USA dominierenden Konzernen und Firmen wahrgenommen wird. (Siehe Filmbericht vom Polizeieinsatz weiter unten: Occupy DC.)

Sogar die „Washington Post“ bekennt, der Protest in Okland habe Viele aus dem „Schlaf gerissen“. Sie lenkt das Augenmerk jedoch hauptsächlich auf Eskalation und Ausschreitungen und nicht auf den Inhalt und die berechtigten Forderungen einer Bewegung, die von denen getragen wird, die das Land zu einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft hin verändern wollen. (2)

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt  http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=M6VmmKrFkaY

„2012 wird der Protest noch viel größer“

… sagen die Occupy-Aktivisten und erklären ihren konsequenten Widerstand gegen die von den Firmen unterwanderte Demokratie und Entrechtung der Bevölkerungen. Sie sehen ihren Protest nicht auf die USA beschränkt, denn die wirtschaftlichen Entwicklungen und die Konsequenzen daraus seien in den meisten Ländern ähnlich. „Extreme ökonomische Ungerechtigkeit und wirkliche Demokratie konnen niemals ko-existieren.“ Es sei hier nur an das Freihandesabkommen NAFTA erinnert, womit die USA mit staatlich subventionierten Erzeugnissen, wie z.B. Mais, die Ökonomie Mexicos zerrüttet. (4)

Europa ist für US-Konservative sozialistisch

In Europa, insbesondere Deutschland sind die meisten Kühlschränke noch gefüllt, die Beschäftigungssituation noch vergleichsweise gut, die soziale Absicherung noch einigermaßen vorhanden. Und viele Bürger schlafen noch einen medial geförderten Verdrängungsschlaf.

Dazu passt der Kommentar von Newt Gingrich, einem republikanischen Präsidentschaftskandidaten, der die meisten Europäischen Länder als „sozialistisch“ ansieht. Damit meint er, dass Europa sich noch ein soziales Netz leisten kann. Dem national-stolzen Amerikaner wird das als unzumutbar, als staatliche Gängelung, als Unfreiheit und Kommunismus verkauft. Doch diese Tea-Party-Propaganda hat ihre Grenzen. Das Gesundheitssystem in den USA lässt viele Menschen ohne Hilfe. Für Arme und für Mittelschicht-Bürger, die nach Jobverlust ins finanzielle Aus geraten, kann Krankheit wortwörtlich das Ende bedeuten. „Keine Ärzte für die Armen“, keine düstere Prognose, sondern der Titel eines ARD-Zustandsberichts der USA von heute. (5)

Wie lange noch wird es dauern, bis es in Europa wie in den USA um Essen, Wohnung und Gesundheit geht? An den Rändern des Euro-Raumes bröckelt es schon. In den USA geht es heute vielen schon um die nackte Existenz.

Ein Bericht über die OWS-Bewegung von Hans-Udo Sattler

 

We shall overcome !  to Pete Seeger 90th Birthday Hochgeladen von iamcasecon am 13.08.2009

 

1- http://occupywallst.org/article/election-or-not-revolutionary-wave-grows/

2- Washington Post http://wapo.st/xzNvvN

3- Bildquellen: http://occupywallst.org/

4- NAFTA http://de.wikipedia.org/wiki/Nordamerikanisches_Freihandelsabkommen

5- Keine Ärzte für die Armen ARD vom 29.01.2012: http://bit.ly/yP0LqK -Direkt zum Filmbeitrag (10Min.):http://bit.ly/xLxQUU


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