Gorleben ein Geschäftsmodell

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Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hat beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) einen Antrag auf Akteneinsicht gestellt. Unter die Lupe will die BI die Kooperationsverträge zwischen dem BfS bzw. der Vorläuferbehörde, der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) auf der einen Seite und der Deutschen Gesellschaft zur Endlagerung von Abfallstoffen (DBE) auf der anderen Seite nehmen.

Die Gorleben-Gegner sehen in den Kooperationsverträgen den Schlüssel für das Festhalten der Bund-Länder-Vertreter an Gorleben als Standort für ein nukleares Endlager, denn

1979 wurde zwischen der PTB und der DBE vertraglich geregelt, dass die DBE alle endlagerrelevanten Aufgaben insbesondere für den Standort Gorleben übernimmt. Die DBE war zu jener Zeit eine Tochter der bundeseigenen Industrieverwaltungsgesellschaft mbH (IVG), der Saarberg Interplan GmBH und der Salzgitter Maschinen und Anlagen AG.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Wir wissen aus Presseberichten, dass der DBE damals eine Gewinnmarge von 3,25 % zugesichert wurde. Das blieb offensichtlich auch so, als die DBE 1984 zu 75% von der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die in Gorleben und Ahaus die Zwischenlager betreibt, übernommen wurde. So funktioniert Gorleben als Euro-Esel für die Nuklearbranche: die Atomstromproduzenten zahlen zwar für die Erkundung und den Ausbau und verdienen gleich wieder daran. Kein Wunder, dass maßgebliche Kräfte deshalb an diesem Geschäftsmodell, also an Gorleben kleben.“

Wolfgang Ehmke

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/

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