Obama, der Klimakiller

EmailFacebookTwitterPrintFriendlyGoogle+LinkedInBlogger PostWordPressin weitere Soziale Netzwerke verteilen
Ooh Bama ?

Ooh Bama ?

Schon 2009 in Kopenhagen versagte der einstige Hoffnungsträger Obama. Ob es seine Unfähigkeit war, den Klimagipfel von 2009 zu einem Erfolg zu verhelfen, oder ob es schon damals ein Eingehen auf die Forderungen der mächtigen Hintermänner der Tea-Party waren, unbehelligt weiter und ohne Auflagen die Umwelt zu belasten, mag dahingestellt sein.

Heute, in Durban, Südafrika 2011, gerät diese Vermutung zur Gewissheit. Mit der geplanten Aussetzung eines globalen Klimavertrages bis 2020, kommt man den Interessen der größten Umweltverschmutzer und Finanziers der Tea-Party, „Koch-Industries“ – und anderen dieser „libertär“ Gleichgesinnten entgegen. ((1) Hintergrundinformationen bei TV-ORANGE)

Nicht nur in Canada, das jetzt das Saudi-Arabien Nordamerikas spielt, wird von den Nord-Amerikanischen Regierungen alles begrüßt, was den Dollarfluss am Sprudeln hält. ((2) TV-ORANGE berichtete) Es gibt noch viele Öl-Sand-Vorkommen, die man mit giftiger Chemie, heiklen und fragwürdigen Methoden, unter Vernichtung ganzer Regionen in West-Kanada ausbeuten könnte. Abbau von 2 Tonnen Ölsand, um ein Barrel (159 Liter) Rohöl zu gewinnen, ist die Faustformel für die raumgreifende Vernichtung von Natur und die Hinterlassenschaften in Form von Arsen-Seen.

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt  Youtube:

Tar Sands Oil Extraction – The Dirty Truthhttp://www.youtube.com/watch?v=YkwoRivP17A eingestellt auf Youtube von SustainableGuidance.

Gefährliche Pipelines durch Regenwälder, Hochseeschifffahrt in ökologisch sensiblen Fjord-Systemen. In Kanada alles schon geplant und genehmigt. Auch der erneute Öl-Boom in Texas weckt wieder enorme Begehrlichkeiten. Farmer verscherbeln ihr Land und werden Millionäre, wie früher. Zurück in die 80’er, das Credo der Erzkonservativen. Die Klimakatastrophe ist für sie nur eine Lüge.

Doch das kurze Aufleben des „Amerikanischen Traums“ ist ein Strohfeuer, das letzte Zucken eines abgelaufenen Modells, der gnadenlosen Ausbeutung der Rohstoffe, des Traums vom grenzenlosen Wachstum, von dem nur wenige “Glückliche” profitieren.  Weniger glückliche Einwohner in Texas haben vergiftetes Trinkwasser, feuerspeiende Wasserhähne und belasteten Boden vor Ort. (3)

Um dieses Strohfeuer geht es, das ist das Interesse Nordamerikas. Noch 10 Jahre weiter-so – Profit zuerst, noch tiefer bohren und noch mehr aus der Erde pressen. Nordamerikas Interessen, stehen ganz vorne und kurzfristig an. Schließlich sind ja Wahlen und genauso kurzfristig ist dieses Denken – und Handeln. Jeder weiss es.

„Industries best Friend“, so kennzeichnet der kanadische Reporter Andrew Nikiforuk  die Ausrichtung seiner Regierung. ((2) an anderer Stelle) Wird also Präsident Obama als der Klimakiller in die Geschichte eingehen, als der beste Freund der Industrie?

Hans-Udo Sattler

(1) http://tv-orange.de/2011/09/der-kochtopus-die-teaparty-und-die-erzkonservativen-in-den-usa/)

(2) http://tv-orange.de/2011/10/1200-km-pipeline-durch-ein-noerdliches-paradies/

 

(3) D-Radio Kultur: Ölboom in Texas vom 2.11.2011
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/weltzeit/1594365/

2 comments for “Obama, der Klimakiller

  1. 13. Dezember 2011 at 19:37

    Kanada steigt aus! – Weiter-So, mindestens bis 2020
    Direkt nach dem Klimagipfel in Durban wird am 13.12.2011 der Ausstieg Kanadas aus dem „Kyoto-Abkommen“ bekannt gegeben. Die Einschätzung, dass Kanadas Regierung kein Interesse an Klimaschutz hat, jedoch daran weiter an der Wachstums- und Emissionsschraube zu drehen ist nun Gewissheit. Es ist die Rede von weiteren Ländern, deren Regierungen den Ausstieg vorhaben.
    Zu dem Filmbericht über die kanadischen Umweltschädigungen kommentierte ein Einheimischer: „Wir können kein Öl trinken, wenn es kein sauberes Wasser mehr gibt. Wir können kein Gas atmen, wenn die Luft giftig wird – Wir besitzen auch keinen Ersatzplaneten, auf den wir fliehen könnten.
    Der Kapitalismus an sich ist nicht der Feind, es ist die Gier und die Korruption. Mit dem großen Öl-Geld kann man Politiker kaufen, wir können uns aber keinen sauberen Planet-Erde kaufen.“

    Kanada steigt aus:
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/kanada-steigt-aus-dem-kyoto-protokoll-aus-wie-kanada-den-klimaschutz-fuer-oel-opfert-1.1233703

  2. 9. Dezember 2011 at 18:47

    Wie es auch anders gehen kann, macht Australien vor.

    Australien erhebt ab Mitte 2012 eine hohe Steuer für den Ausstoß von Kohlendioxid. Und das, obwohl das Land bisher stark auf fossile Brennstoffe setzt.

    Gründe, alarmiert zu sein, haben die Australier auf ihrem Kontinent der Wetterextreme seit Langem….

    Die Zeit widmet dem australischen Weg aktuell einen Artikel –
    hier der Link:

    http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-12/klimaschutz-australien

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *