Mut und Hoffnung des syrischen Volkes

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Facebook Freiheit für Syrien

Arabische Liga ächtet Assads Regime

Nach den Sanktionen und schließlich mit dem Ausschluß Syriens aus der Arabischen Liga hat die Vereinigung der arabischen Staaten klare Haltung gegen den Terror von Assad eingenommen. Keine Bevölkerung im Nahen und Mittleren Osten darf von seiner Regierung mit blutiger Gewalt niedergehalten werden. Human Rights watch berichtet, dass bei den Demonstrationen mittlerweile etwa 5000 Zivilisten vom Militär und Polizei des Assad-Regimes ermordet wurden. Alleine in den letzten Tagen jeweils zig Tote.

Das Ausland sollte eigentlich jede Unterstützung eines solchen Systems einstellen. Der Chaos Computer Club hat auf seinem Jahreskongress den Verkauf von Spionage-Software an autoritäre Regime kritisiert. Länder wie Syrien oder Iran sollten nicht beliefert werden. Firmen wie Netapp (1) Utimaco (2/3) u.a. stehen hier in der Kritik.

Aber auch Russland und andere expansive Staaten haben Interessen mit und an Assad: “[…]Russland als wichtigster Verbündeter Syriens spielt eine wichtige Rolle. Russland ist der bedeutendste Waffenlieferant, zahlreiche syrische Offiziere sind in Russland ausgebildet worden. Russland hat auch starke wirtschaftliche Interessen im Land, und wir müssen durchaus sehen, dass Syrien keineswegs alleine steht….] (4)

Pazifistische Presse im Westen zeigt „Verständnis für Assad“?

Was allerdings die Despoten in Syrien und anderswo nicht geahnt hätten: Sie erhalten ein demokratisches Zeugnis von einigen Persönlichkeiten und Initiativen, die sich in Deutschland zur Friedensbewegung zählen. In einem Rundbrief des “Friedensratschlages” (5) wird ohne jeglichen kritischen Kommentar ein Interview mit Karin Leukefeld über die Lage in Syrien verbreitet. Frau Leukefeld unterläßt in diesem Interview jegliche Kritik am blutigen Terror des Assad-Regimes. Sie erweckt den Eindruck, dass die friedlichen Demonstrationen von Zehntausenden, die mit brutaler militärischer Gewalt angegriffen werden, nicht im Interesse des syrischen Volkes seien.

Assad wird sogar zugesprochen, er hätte sich sehr um demokratische Veränderung auch in jüngster Zeit bemüht. Originalton Frau Leukefeld :“[…]Assad hat Anfang dieses Jahres umgehend alle Reformen umgesetzt und die Aufhebung des Ausnahmezustandes verabschiedet.[…] Bleibt die Frage, wie die blutigen militärischen Angriffe auf friedliche Demostranten seit Anfang des Jahres zu benennen sind.

Die friedlichen Demonstrationen werden von Frau Leukefeld als gewaltsame Konfrontation diffarmiert. Originalton Frau Leukefeld:“[…]der Konflikt…auf der anderen Seite (das Volk Anm. TV-Orange)…ist eskaliert mit bewaffneten Auseinandersetzungen, die eine bewaffnete Reaktion des Regimes herausgefordert hat […] Das ist eine absolute Entstellung. Die Demostrationen waren von Anfang an friedlich. Erst in jüngster seit leisten Gruppen von desertierten Soldaten Widerstand gegen die Armee.

Die Hubschrauber- und Panzereinsätze durch das Regime gegen die Demonstranten werden von ihr als Vorsichtsmaßnahme gegen Ausschreitrungen bezeichnet. Originalton Frau Leukefeld:“[…]da fliegt Nichts…Nur Hubschrauber, die Gebiete überwachen … die Kämpfe finden am Boden statt[…]“ Das ist eine ganz schlimme Verharmlosung der Angriffe des Militärs auf das Volk. Hubschrauber werden als logistische Mittel eingesetzt, um die Panzerangriffe am Boden zu steuern. (7)

Die „Berichterstattung“ von Frau Leukefeld erscheint uns völlig verantwortungslos. TV-Orange hat deshalb Frau Leukefeld bereits zweimal um eine Erklärung ihrer „höchst eigenwilligen Interpretation“ gebeten, erhielt aber bis heute keine Antwort. Karin Leukefeld bezeichnet sich als freie Journalistin und Nahost-Expertin.

Auch TV-ORANGE ist der Auffassung, dass nicht sämtliche gesellschaftlichen Bewegungen blind für gut zu heißen sind, und eine gute journalistische Arbeit darin besteht, bei der Unterstützung demokratischer und freiheitlicher Bewegungen auch das Eigeninteresse des Auslandes im Auge zu behalten. Doch wenn der “kritische Blick” eigentlich nur ein Starren und Denken mit alten Fronten gegen USA-Imperialismus und europäisches Hegemoniebestreben ist, dann wird Journalismus zur Hofjournalie von Despoten und der einseitige Ruf gegen die Nato-Absichten wird zur Unterstützung von despotischen Regimes wie Assad. Solch “Denken” ist nicht in der Lage die heutige Welt zu analysieren und behindert sich selbst, sich auf die Seite der demokratischen Bewegungen in den USA, Russland, Europa, Arabien, Afrika zu stellen.

Die Redaktion von TV-ORANGE ist entrüstet, dass solch eine Pro-Assad Propaganda unkontrollierten Eingang in die Öffentlichkeitsarbeit friedlicher Organisationen in Deutschland findet. Hören sie sich bitte selbst dieses Interview an und bilden sie ihr eigenes Urteil. http://weltnetz.tv/video/199
Wir sind der Auffassung dass mit diesem Interview die Grenze unabhängiger und demokratischer Berichterstattung überschritten wurde. Es ist eine subtile Verdrehung der Tatsachen. Die Opfer, die mehr als 5000 Ermordeten friedlichen Demonstranten werden hier zu Tätern gegen ein angeblich der Demokratie aufgeschlossenes Assad-Regime diskreditiert. Es ist eine Propaganda und Hetze, die sich mit dem Lügen-Propaganda-Krieg von Arthur Schnitzler (DDR) und Gerhard Löwenthal (BRD) messen kann.

Human Rights Watch (6) hat nachgewiesen, dass bisher etwa 5000 Zivilisten in Syrien ermordet wurden, die friedlich gegen das Regime protestierten. Das Syrische Volk ruft nach internationaler Hilfe, ausländische Unternehmen und Regierungen tändeln aber weiter mit dem Regime. China und Russland zeichnen sich dadurch aus, dass sie wie gewohnt UN-Resolutionen gegen das Despotenregime blockieren. Die arabische Liga ist die einzige politische Kraft, die derzeit auf Seiten des syrischen Volkes steht. Es ist zu hoffen, dass der demokratische Widerstand des syrischen Volkes durch die entsandten Beobachter der arabischen Liga entscheidende Unterstützung erfährt.

 

(1) http://www.foreignpolicy.com/articles/2011/12/05/hacking_the_revolution

(2) http://www.spiegel.de/international/world/0,1518,802317,00.html

(3) http://www.zeit.de/2011/50/Spionage-Software

(4) http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1638224/

(5) das sonderbare Interview / Rundmail des Friedensratschlages Karin Leukefeld  http://weltnetz.tv/video/199

(6) Human Rights Watch in Deutschland Radio http://www.dradio.de/nachrichten/201112282000/1  und http://www.hrw.org/de

(7) Hubschrauber und Panzereinsätze gegen Demostranten. (http://www.youtube.com/watch?v=uKS8iV4Ke0A)

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EuroNews auf Youtube – Beobachter der Arabischen Liga in Syrien:

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(8) Das Artikelbild stammt aus der Facebook Gruppe „Freiheit für Syrien“
http://de-de.facebook.com/pages/Freiheit-f%C3%BCr-Syrien/165961280121300
http://a6.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/315803_260191324031628_165961280121300_824890_1888579058_n.jpg

6 comments for “Mut und Hoffnung des syrischen Volkes

  1. 17. Januar 2012 at 19:54

    Unentschuldbare Menschenrechtsverletzungen Syriens untergraben verbliebene Hoffnungen auf die Arabellion für die Menschen nicht nur im Nahen Osten, Arabien u.s.w. . Wir Friedensbewegte stehen vor der Aufgabe, die Bundesregierung zu drängen, dass sie ihren Einfluss auf die Arab. Liga nutzt, damit Beobachter unparteiischer NGOs Öffentlichkeit herstellen – auch bei der Suche nach verschwundenen Opfern in den syr. … Gefängnissen. U.a. der Missbrauch (=Bruch) d. UNO-Resolution zu Lybien zeigt, die NATO kommt als „Schutz“-Macht nicht infrage. Die Probleme vor Ort ziehen Kreise bis zum Iran und darüber hinaus. Ein Flächenbrand droht vom Tank der Erde her. Dazu folgender Link: http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Syrien/trautvetter.html

  2. freedom
    31. Dezember 2011 at 00:40

    SOLDATEN DESERTIEREN und unterstützen die DEMONSTRATIONEN in SYRIEN ! http://www.youtube.com/watch?v=U4AfEOk8y0A&feature=related
    http://www.wienerzeitung.at … Damaskus. Es ist das
    Horrorszenario für Syriens Regime rund um Präsident Bashar al-Assad: dass Soldaten genug davon haben, auf Demonstranten zu schießen und desertieren. Und genau das scheint nun immer mehr einzutreten, es häufen sich zusehends die Berichte über Befehlsverweigerungen.

    So meldet die Protestbewegung am Donnerstag heftige Kämpfe zwischen desertierenden Soldaten und einer Regierungsmiliz in der Stadt Deir al-Zor nahe der irakischen Grenze. Es gab mehrere Verwundete.

    Auch aus anderen Städten wurden in den vergangenen Tagen laut eines Berichts der „New York Times“ Befehlsverweigerungen gemeldet. So sollen Soldaten in der Nähe von Homs und der Hauptstadt Damaskus von ihren Position getürmt sein. Die Deserteure riskieren viel, laut Opposition lässt das Regime auf Befehlsverweigerer sofort schießen. Mittlerweile hat sich gar eine Gruppe gebildet, die sich die „Freien Offizieren Syriens“ nennt und aus Soldaten besteht, die zu der Protestbewegung übergelaufen sind.

    72 Exekutionen an einem einzigen Tag ……

  3. Go4More
    29. Dezember 2011 at 20:54

    Der arme Assad schützt sich wohl schon lange gegen gewalttätige Zivilisten. Deshalb hat sein Regime in weiser Voraussicht und mit friedlichen, demokratischen Mitteln schon bis Oktober 3000 Regimegegner verschwinden lassen.

    Berliner Tagesspiegel vom 1.10.2011: „Syriens Schicksal“
    3000 Regimegegner – Verschleppt, gefoltert, getötet
    http://bit.ly/vloHNm

    Bestimmt ist Assad, der leukefeldsche Reformer, auch ein aufrechter, lupenreiner Demokrat wie seine Freunde in Russland, die ihn stützen.

  4. blue-wind
    29. Dezember 2011 at 20:03
  5. standard
    29. Dezember 2011 at 20:00

    Der Standard aus Österreich berichtet: (www.derstandard.at/1324501398741/Arabische-Liga-zu-Syrien-Mission-droht-Verlust-der-Glaubwuerdigkeit USA drohen Syrien mit „anderen Mitteln“ ….Die USA forderten Syrien zu einer umfangreichen Zusammenarbeit mit den Beobachtern auf. „Sollte das syrische Regime weiterhin Widerstand gegen die Bemühungen der Arabischen Liga leisten oder sie ignorieren, dann wird die internationale Gemeinschaft andere Mittel zum Schutz syrischer Zivilisten in Betracht ziehen“, erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Er sagte nicht, welche Maßnahmen in Frage kämen. Syrische Oppositionelle haben die internationale Gemeinschaft aufgefordert, dem Beispiel in Libyen zu folgen und Schutzzonen einzurichten. In dem nordafrikanischen Land setzte die Nato die vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Flugverbotszonen mit Luftangriffen durch.

  6. syrischer Politiker in Berlin
    29. Dezember 2011 at 19:56

    http://www.vox.de/medien/service/1cc88-0-5e1d-12/internationale-beobachter-eingetroffen.html
    BERLIN … Nach dem Überfall auf einen syrischstämmigen Grünen-Politiker hat das Auswärtige Amt den syrischen Botschafter gewarnt. “Ihm wurde erneut verdeutlicht, dass die Androhung von Gewalt oder Einschüchterungsversuche gegen syrische Oppositionelle in Deutschland in keiner Weise geduldet würden“, erklärte die Behörde nach einem Gespräch mit dem Botschafter. “Sollte Derartiges vorkommen, werde man nicht zögern und die notwendigen Konsequenzen ziehen.“

    Der Kommunalpolitiker Ferhad Ahma war in der Nacht zu Montag in Berlin von zwei Männern überfallen worden. Die Grünen vermuten den syrischen Geheimdienst hinter dem Angriff, weil Ahma auch Mitglied des Nationalrates der syrischen Opposition ist. Das Auswärtige Amt bat die Ermittlungsbehörden nach eigenen Angaben, den Vorfall zügig aufzuklären, “insbesondere in Bezug auf die damit verbundenen Vorwürfe an die Adresse Syriens“.

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