Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer

(3) Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert

Das sagte der irische Dramatiker George Bernard Shaw. Aber unsere Politiker sind noch mehr! Sie lassen ihrer inneren Korruption freien Lauf. Sie achten nicht mehr darauf, in Ausübung ihres Amtes noch dem Anspruch Vorbild zu sein, zu genügen. Sie machen sich auch keine Gedanken, welche schlechte Auswirkungen ihr Danebenverhalten auf die engagierten, aufrichtigen Politiker hat. Und sie pfeifen scheinbar darauf, dass jegliches politische Engagement in Verruf kommt und mit ihrem Versagen besudelt wird.

Wie ein unverantwortliches Gesindel tickt, das sich nicht mehr um die moralische Verfassung in der Gesellschaft kümmert, das beschreibt Hellmuth Karasek am 25.Dez.2011 in der “WELT” (2) unter dem Titel “Aus dieser Nummer kommt Wulff nicht mehr raus” […]Von wegen moralischer Asket und Einsiedler. Wulff hat die Feste gefeiert, wie sie fallen. Dabei hat er über die Verfehlungen anderer stets hart geurteilt….Maschmeyer… Schröder…Verfehlungen … und anderes aus Sheakespeares “Maß für Maß  […]” Bitte lesen sie den empfehlenswerten Artikel: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13782737/Aus-dieser-Nummer-kommt-Wulff-nicht-mehr-raus.html

Und gerade hat Wulff noch den kleinen Anwalt und parteiübergreifend kritisierten, politischen Karrieristen und ehemaligen saarländischen Ministerpräsidenten Müller zum Verfassungsrichter ernannt. (2) Schließlich ist das ja auch die Aufgabe des Bundespräsidenten, Bundesrichter zu benennen. Aber der Bundespräsident auf das Grundgesetz Artikel 55 den Eid geschworen hat: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“ Wie verhält sich so eine Entscheidung Wulffs mit der Integrität des höchsten Gerichtes? Wie verhält sich Wulff zu seinem geleisteten Eid?

Konrad Adenauer markierte sein politisches Wirken in der Aufbauzeit Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg bereits mit dem Spruch „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“ Und Gerhard Schröder erfand das Plagiat dazu: „Was geb ich auf mein dummes Geschwätz von vorgestern“. Im Unterschied zu Rösler, Guttenberg, Wulff – sie reden nicht nur, sie handeln auch so. Sie sind so allseitig beschlagen, sind so talentiert und absolvieren innerhalb von ein paar Monaten mit ihrer “Kompetenz” die Bereiche Finanzministerium, Verteidigungsministerium, Gesundheitsministerium… und andere Ministerien und Ämter. Der Dramatiker Bernard Shaw hätte sich über solch versierte  Kapazitäten als Schauspieler sehr gefreut.

Es müsste allen christlich und demokratisch überzeugten Politikern langsam die Zornesröte ins Gesicht treiben, ob solcher Rollenspiele. Völlig ungeniert werden Posten zugeschanzt, Vorteile aller Art in Empfang genommen. Es reicht jetzt wirklich! Die innere Korruption dieser “Eliten”, die gewissenlose Verletzung von Anstand und Moral schüren aber auch eine dumpfe Stimmung im Volke. Politiker und “öffentliche Personen”, die in einem solchen Masse Eid, Regeln und Vorbildfunktion verletzen, sind keine Demokraten.

(1) George Bernard Shaw http://de.wikipedia.org/wiki/George_Bernard_Shaw

(2) Müller wird Richter; Kritik der Parteien an Wulff  http://www.tagesschau.de/inland/bundesverfassungsgericht166.html

(3) TicTacToe ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs völlig ungeniert

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1 comment for “Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer

  1. Lombardo Falconi
    26. Dezember 2011 at 22:38

    Koch-Mehrin, zu Guttenberg, Wulff. Die dreisten Drei. Wenig witzige Vorstellungen. Alles Reiche und als Volksvertreter eine Schande. Hoffentlich bleiben wir 2012 von weiteren solcher Vorturner verschont.

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