Alle Kinder brauchen beide Eltern

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In blauen Weihnachtsmannkostümen haben geschiedene Väter und Mütter vor dem Amtsgericht in Lüneburg protestiert. Sie fordern, ihre Kinder endlich wiedersehen zu dürfen. Bericht des NDR. Der Filmbericht kann angesehen werden auf :  http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/weihnachtsmann213.html

Auch auf der Seite  „Blauer-weihnachtsmann“ (1) wird das traurige Schicksal von Eltern dargestellt, die unter einer Politik leiden, die den Schutz der Familie untergräbt.

„Jugendämter wenden brutale Methoden an“ Mit dieser Feststellung beginnt die Bamberger Erklärung, die den EU-Parlamentariern übergeben wird.  (2)  (Auszug aus Pressetext.com)

Brüssel (pts028/20.11.2007/12:40) – „Deutsche Jugendämter wenden brutale Methoden an.“ So äußerte sich Marcin Libicki, Vorsitzender des Petitionsausschusses des Europäischen Parlamentes bereits im Juni 2007 nach einer Sitzung des Ausschusses in Brüssel zum Thema „Deutsche Jugendämter“. Auch im Europarat sind Verantwortliche auf Menschenrechtsverletzungen an Kindern und Eltern von Seiten deutscher Jugendämter aufmerksam geworden.

Deswegen wird die Präsidentin der Konferenz der Nicht-Regierung-Organisationen (NGO) des Europarates, Annelise Oeschger, anlässlich der Sitzung des Petitionsausschusses des Europa-Parlaments am Donnerstag dieser Woche in Brüssel dem Vorsitzenden Marcin Libicki persönlich die so genannte „Bamberger Erklärung“ überreichen. „Im Sinne der betroffenen Kinder muss rasch Abhilfe geschaffen werden“, so Oeschger. „Wir haben in Westeuropa viel zu lange weggesehen, wenn es um Menschenrechtsverletzungen in unseren eigenen Ländern geht.“ http://www.petra-heller.com/fileadmin/user_upload/petra-heller/Dokumente/Bamberger-Erklaerung.pdf

(1) http://blauer-weihnachtsmann.de/

(2) http://www.pressetext.com/news/20071120028 

 

 

 

 

3 comments for “Alle Kinder brauchen beide Eltern

  1. claudia
    6. März 2012 at 12:30

    Ich finde es schrecklich, wenn Kinder Ihrer Grundrechte beraubt werden. Die Kinder werden missbraucht, um es dem vermeintlich bösen Expartnern heimzuzahlen. Da stellt sich mir direkt die Frage: Warum bekomme ich Kinder? Um sie zu instrumentalisieren, um sie für die eigenen Zwecke zu manipulieren? Oder bekomme ich Kinder, weil ich sie liebe und zu eigenständigen, glücklichen Persönlichkeiten erziehen möchte?
    Es ist mir ein Rätsel wie verblendet viele Menschen sind, wenn sie nicht einsehen wollen, dass Kinder sowohl die Mutter, als auch den Vater brauchen. Es ist ganz klar, dass nicht jedes Beziehungsende unkompliziert und reibungslos ist, dass es verletzte Gefühle und Eitelkeiten gibt. Aber der ständige Kampf gegen den oder die Ex?Außerdem ist es, einmal ganz nebenbei betrachtet, eine wahnsinnige Entlastung für beide Eltern, wenn beide an einem Strang ziehen können, was die Kindererziehung betrifft. Ich bin froh, dass ich meinen Exmann habe, der ein toller Vater ist. Wir teilen uns die Erziehung unserer beiden Kinder auf, wohnen nur drei Häuser von einander entfernt und unseren Kindern geht es damit prächtig. Wenn man bedenkt mit wieviel Energie Menschen ihrem Expartner die Kinder vorenthalten, kann ich mich nur wundern. Warum wird diese Energie nicht für positive Erlebnisse mit den Kindern aufgebracht? Einen solchen Menschen kann ich nur fragen, ob er die Kinder wirklich aufrichtig liebt, denn es ist für mich schwer vorstellbar, meinem Kind das schönste auf der Welt zu nehmen: eine unbefangene, glückliche und vor allem friedliche Kindheit und gleichzeit zu behaupten, ich liebe es doch! Ich wünsche mir, dass endlich von der Politik dieser Kindesmissbrauch ernst genommen wird, und dass es Elternteilen schwerer gemacht wird, den anderen Elternteil auszuschließen.

  2. Martin
    4. Dezember 2011 at 12:04

    Ich bin selbst entsorgter Vater zweier mittlerweile 18- und 16-jährigen Mädchen. Meine älteste Tochter habe ich seit drei Jahren nicht mehr gesehen, meine jüngste jetzt seit vier Monaten.
    Ich habe mich einer Selbsthilfegruppe des VafK angeschlossen, viele meiner Freunde sind blaue Weihnachtsmänner. Es sind auch zunehmend ausgegrenzte Mütter dabei. Entsorgung betrifft nicht nur ein Geschlecht.
    Anfangs habe ich mich immer dagegen gewehrt, dass Ausgrenzung und Entfremdung schlimmer werden können. Ich wollte es nicht wahrhaben. Es ist eigentlich immer schlimmer geworden, als ich es befürchtet habe. Mir hat sicher geholfen, dass ich Gleichgesinnte gefunden habe, denen ich mein Leid klagen konnte. Bei anderen Vätern habe ich nicht unbedingt Verständnis gefunden. Niemand konnte sich vorstellen, wie schnell und radikal eine Beziehung zwischen Mann und Frau in die Brüche gehen kann und dass dann vor allem die Kinder darunter leiden, weil sie einen Elternteil verlieren, wenn die Eltern sich nicht einigen können. Fünf nach zwölf ist es meistens zu spät, wenn man dann erschreckt aufwacht. Trost können dann gute Freunde spenden.
    Als entsorgte Väter haben wir für ein gemeinsames Sorgerecht von Geburt an gekämpft. Ich hatte es von Anfang an, es hat mir nicht viel genutzt.
    Die mediale Aufmerksamkeit und die Art der Berichterstattung sind ausgesprochen positiv auf die Aktionen der letzten Tage. Vielleicht macht die Jahreszeit und die Kostümierung etwas her. Nach den leidvollen Erfahrungen meiner Leidensgenossen – jahrelange Prozesse bis hin zum Europäischen Gerichtshof, nicht angenommene Verfassungsbeschwerden – habe ich mich dagegen entschieden, vor Gericht um das Recht meiner Kinder zu kämpfen. Ich habe sie genau so wenig gesehen wie meine Freunde ihre. Aber ich bin seit Jahren dabei, auf der Straße für Kinder- und Eltern- sowie Großelternrechte zu demonstrieren.
    Wir hoffen immer darauf, dass sich die Dinge zum Besseren wenden – dass unsere Kinder, wenn sie größer werden, verstehen, dass zu einer Familie Vater, Mutter und Kinder gehören und dass das Natürlichste auf der Welt ist, selbst dann, wenn Vater und Mutter getrennt sind, dass Jugendämter für das Recht der Kinder kämpfen, beide Elternteile zu behalten und nicht ohnmächtig dem Stärkeren bei der Entfremdung zuschauen, dass Gerichte das Kindeswohl, d. h. das Recht auf beide Eltern, endlich nicht mehr nur verkünden, sondern auch ernst nehmen, dass der Bund und die Länder die andauernden Menschenrechtsverletzungen durch Gerichte und Jugendämter nicht weiter ignorieren.
    Für viele von uns ist der Einsatz für unsere Kinder kräftezehrend, und selten von Erfolg gekrönt. An der Situation meiner Kinder wird sich nichts ändern, soviel ist mir klar geworden. Aber wenn wir uns nicht einsetzen für unsere Kinder, dann können sie uns später vorwerfen, dass wir sie im Stich gelassen hätten. Außerdem tragen wir dazu bei, dass sich die Mentalität im Lande ändert, Entfremdung als Kindesmissbrauch wahrgenommen wird und der nächsten Generation von Kindern, entsorgten Vätern und Müttern sinnloses Leid erspart wird.

  3. 3. Dezember 2011 at 21:46

    Weihnachten – das Grab für „lebendig totgeschlagene“ Eltern und Großeltern

    Herzlichen Dank für diesen Beitrag an den NDR und an TV-Orange.

    Herzlichen Dank für die Möglichkeit, dass hier die von einem Elternteil, von Jugendämtern und von der Justiz bewusst und unbewusst „totgeschlagenen“ Eltern und Großeltern – aus ihrer letzten Hilfslosigkeit und Kraft heraus auf der Suche nach den Kindern und Enkeln – diese Plattform der Öffentlichkeit von Ihnen erhalten haben.

    Weihnachten – der letzte Hilfeschrei des blanken Grauens.

    Genauso wie der Geburtstag der Kinder ist auch Weihnachten das emotionelle Grab der lebenden Hinterbliebenen.

    Und Weihnachten dauert lange !

    Weihnachten beginnt im Oktober und endet noch lange nicht im Dezember. Ständig und allgegenwärtig wird an das erinnert, was einem am meisten fehlt: die Kinder. Ein Horrortrip. Wer Weihnachten ohne seine Kinder und Enkel feiern muss, wird von der Gesellschaft durch das Vorheucheln eines nicht existierenden Friedens noch zusätzlich gefoltert. Lichtlein, Lichtlein überall, Weihnachtslieder, Sterne, Adventskränze, Nikoläuse, Weihnachtsbäume und Weihnachtsmänner wachsen einem wie eine Seuche auf Schritt und Tritt entgegen. All diese Weihnachtsattribute eines wahnsinnigen Konsums erinnern unaufhörlich an das Fehlen der wichtigsten Beziehungen. Die nicht lebbare Liebe zu den Kindern wird ständig ins Gedächtnis gerufen. Das ist Folter.

    … und dann und wann und immer wieder der Freund und Nachbar als sogenannter Friedensengel auf der Straße, der mit seiner Frage tief ins Herz der Verletzten bohrt: „Was machst du denn an Weihnachten?“

    Diese eindringliche Neugierde Nicht-Betroffener bringt den Mund der Geschändeten vollends zum Versiegen. Hier hat die Qual ihren Höhepunkt erreicht.

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