
DC-NEWS – Vérité et Justice pour la R.D. Congo http://dc-kin.net/
Frau Petra Matsushita kritisiert die mangelhafte Berichterstattung der Medien in Deutschland über die Entwicklung im Kongo. In Beantwortung einer diesbezüglichen Email-Anfrage an die Programmdirektor der ARD zum Thema Berichterstattung zur bevorstehenden Wahl in Kongo und der momentanen Repressalien und Gewalt gegenüber Demonstranten, Oppositionellen wurde Frau Matsushita lediglich mitgeteilt:
- Es tut uns sehr leid, dass Sie den Eindruck haben, Das Erste vernachlässige den schwarzen Kontinent.
- Bei der Auswahl der Themen orientieren sich die Redaktionen an journalistischen Nachrichtenkriterien wie Wichtigkeit und Konfliktpotential.
Deshalb schreibt Frau Matsushita für TV-ORANGE: […] Ich denke, ich hatte es schon erwähnt, dass ich seit mehr als 10 Jahren intensiv das Geschehen in und um Kongo verfolge, was mich angesichts der konkreten Situation nicht loslässt und mein Interesse daran ungebrochen ist. In dem Zusammenhang stellen sich mir eine Reihe von Fragen, auch was die Position der Internationalen Gemeinschaft, der EU und vor allem Deutschlands inklusive der Rolle der Medien anbelangt. Ich hatte sehr aufmerksam und detailliert den Verlauf des Südafrika-Abkommens seinerseits verfolgt.
Ab einem gewissen Zeitpunkt war die „Weichenstellung“ und Richtungsänderung der Internationalen Gemeinschaft hin zu Unterstützung und Favorisierung von Joseph „Kabila“ offensichtlich. Die Wahl fiel auf einen Mann (früher auch Comander Hyppo genannt) mit erwiesenermaßen blutigen Händen – für den demokratische Prinzipen, Rechtsstaatlichkeit oder gar Menschenrechte Fremdwörter sind, der auch heute vor allem für Gewalt, staatliche Willkür, Rechtslosigkeit, Korruption steht. Das Ziel 2006 war, und dafür war offensichtlich jedes Mittel recht, die Teilnahme der größten und erwiesenermaßen demokratischen Partei Kongos, der UDPS, zu vermeiden, was auch gelungen war. Die Wahl erfolgte dann auch wie geplant ohne Teilnahme der größten Partei des Landes, und die Wahl wurde dann als erste freie Wahl in der Geschichte Kongos [sic] gefeiert. Auch jetzt, 2011, verfolge ich mit gleicher Aufmerksamkeit das Vorwahlgeschehen in Kongo intensiv. Die Repressalien aller Art bin hin zu Tötung von Oppositionellen durch Kabilas Leute erinnern in fataler Weise an 2006! [...]
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Filmbericht anläßlich der Reise Tshisekedis nach Kinsangani. Kabila hatte diese Reise mehrfach verhindert, indem er die Landerechte für Tshisekedis Flugzeug verweigert hatte. Fest steht, die Menschen in Kongo wollen faire, transparente Wahlen und eine Änderung in Kongo. (http://youtu.be/I5FBeXcm8Q4)
Frau Matsushita schreibt abschließend: Mit gleicher Aufmerksamkeit verfolge ich auch die Medien in Deutschland wie auch die Position Deutschlands gegenüber Kongo. Fakt ist, die große Mehrheit der deutschen Medien, mit Ausnahme der TAZ, ignorieren das Thema „Wahl in Kongo“ völlig, noch wird über die Zahl der getöteten Demonstranten berichtet. Die TAZ ist die einzige Zeitung in Deutschland, die seit Jahren regelmäßig über die gesamte Region berichtet, wenn auch in einer ausgeprägt tendenziellen Art und Weise. […]
Petra Matsushita
Weitere Informationen über Afrika siehe Ökumenisches Netz Zentralafrika www.oenz.de






















