Konzern und Bürger – Edekas Versprechen

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Der EDEKA Koloss Quelle:http://www.ig-rheinstetten.de/images/stories/foto%20ansiedlung_s.gif

Die Die IG-Rheinstetten, Interessensgemeinschaft der Bürger Rheinstettens (1) und die “Siedler von Karlsruhe” (2) setzen sich intensiv gegen ein Großprojekt des Edeka-Konzerns ein.

Weil es die Naturlandschaft, den Naherholungsraum der Städte Rheinstetten und Karlsruhe zerstört und nicht die Vorteile für die Bürger bringen würde, die in bunten Prospekten und viel Reklame beschworen wurde.

Demokratische Bürgerentscheide wurden nicht zugelassen, Einwendungen und Demonstrationen konnten die Durchführung dieses Projektes nicht stoppen.Wer hatte also recht ? Hier ein Leserbrief einer der bewegten Bürger. 

Also doch !

Das Versprechen von Edeka-Südwest, mit dem Bau der Fleischfabrik auch die Mitarbeiter von Fleisch-Kuhn zu übernehmen, erweist sich als Lug und Trug. „Der Betriebsrat (von Fleisch-Kuhn) beklagt sich, dass die zugesagte Übernahme der Fleisch-Kuhn-Mitarbeiter nicht erfolgt ist und man mit Teilzeitkräften (wohl 400,- € Kräfte) so weit wie möglich arbeitet.“

Die IG Rheinstetten hatte schon in der Planungsphase der Fabrik erhebliche Zweifel an dieser Zusage. Wir sehen uns leider bestätigt. Mit den Arbeitsplätzen aus der Region hapert es nämlich. 90 Kollegen aus Ungarn arbeiten im Akkord – ein vom arbeitsmedizinischen Standpunkt aus gesehen krankheitsfördernder Rhythmus. Sie zerlegen wöchentlich 15 000 Schweinehälften. Die Zerleger von Rindern kommen aus Polen. Stolz verkündet Herr Mäder, Geschäftsführer der Edeka-Süwest: „Sie sind auf Schweine spezialisiert und arbeiten in einem enorm hohen Tempo. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt finden sie solche Mitarbeit gar nicht mehr.“ Wieso dies ein Grund zum Jubeln ist, erschließt sich wohl nur extrem profitorientierten Menschen. 70% der Mitarbeiter aus den

Werken in Heddesheim, Möglingen und Offenburg arbeiten in Rheinstetten. Es könnte eine lohnende Aufgabe für einen investigativen Journalisten sein herauszufinden, welche persönlichen Schicksale mit dieser Arbeitsplatzverlagerung verknüpft sind – falls überhaupt Befragungen ohne Furcht vor Repressionen möglich wären. Hätte die damalige unheilige Allianz von Gemeinderäten und Bürgermeistern aus Rheinstetten und Karlsruhe, Regierungspräsidium, Landesregierung und dem Edeka-Konzern einen Bürgerentscheid zur Ansiedlung der Fabrik nicht verhindert, wäre Rheinstetten vielleicht dieses Fabrikmonster erspart geblieben.

(Sämtliche Angaben und Zitate aus economo.de Ausgabe Nordbaden/ Nordschwarzwald vom 30.09.2011 sowie aus persönlichem Mailverkehr)

Michael Körner, Bachstraße, Rheinstetten

 

(1)  http://www.ig-rheinstetten.de/

(2)  http://www.diesiedlervonka.de/

 

 

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