Onassis, Jaqueline Kennedy, die reichen und die armen Griechen

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Ein populistischer Blätterwald dröhnt mit seiner Erkenntnis, die “Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt”. Unterschiedslos und polemisch wird dem ganzen Volk nur Faulheit und Genusssucht attestiert. “Die Griechen trinken nur Wein, schwelgen mit Feta und allen kulinarischen Genüssen und tanzen Syrtaki.” So das verdummende BILD !

Gott sei dank gibt es auch mal hin und wieder ein differenzierteres Bild, wie der Filmbericht von REPORT MAINZ – Das Erste – ARD über das Paradies der Reichen und Superreichen. Diese Kaste, die ihre Gewinne mit Geschäften von Finanzkapital und Börsenspekulanten, wenn möglich OHNE Steuern oder MIT Steuerhinterziehung eingefahren hat, sie frönen auf den schönen Inseln wie Mykonos z.B. im “Super Paradise Beach”.

Die Reichen wollen einfach nur ihre Ruhe, Party machen und nicht von der Presse beobachtet sein und wünschen Diskretion. Sie wünschen nicht gestört zu werden. Ihre Gelder haben sie bereits ins Ausland transferiert. Sie verspritzen den Champagner für 100€, hauen 3000€ pro Tag auf den Kopf, zahlen 2500€ für eine Übernachtung oder haben Villen, Luxusvillen und Superjachten im Hafen liegen.

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Zuhause auf dem Festland da sitzt die normale Bevölkerung. 30 % der Staatbediensteten und Beamten werden Knall auf Fall entlassen, Renten gekürzt ohne Ende. Die normalen Leute sollen die Zeche für die Finanz-Eskapaden der Reichen und Ihrer befreundeten Wirtschaftsberater aus dem Bereich Banken, Investment und dem internationalen Banken und Spekulantenwesen zahlen. Bislang verliefen die Proteste der Griechen noch friedlich. Gewerkschaften und Parteien setzen alles daran, dass die Ungerechtigkeit nicht zu einer politischen Explosion führt.

In den Staaten des Ostblocks führte solche Ausplünderungspolitik in den letzten Jahren mehrmals zum Sturm auf die Parlamente, auf die bestehende politische Macht. Und – genau, wie man Griechenland als Dominostein europolitisch nicht fallen lassen mag – wird sich zeigen, wie die europäische Gemeinschaft mit den Festlegungen des Lissaboner Vertrages des militärischen Beistandes in Notstandsfällen (1)  umgehen wird !

Ja ja das waren noch Zeiten, als die Griechen nicht fleißiger, aber auch nicht fauler waren als heute, oder als wir. Zeiten von Aristoteles Onassis (2) und Jaqueline Kennedy. Da war der Blätterwald noch ganz hofnärrisch und wohlgewogen.

 Wolfgang Theophil

(1) Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik auf Seite  34 (C 306/34) in Lissabon-Vertrag zum herunterladen unter:  http://bookshop.europa.eu/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EU-Bookshop-Site/de_DE/-/EUR/ViewPublication-Start?PublicationKey=FXAC07306

(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles_Onassis

(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Jacqueline_Kennedy_Onassis

 

 

 

 

 

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